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Havelland Pläne für Dallgows neue Mitte
Lokales Havelland Pläne für Dallgows neue Mitte
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06:15 07.04.2016
Das Schild steht schon am alten Bahngelände. Quelle: Tanja M. Marotzke
Dallgow-Döberitz

Drei Zauneidechsen sind gesichtet worden. Grund genug, auf dem Areal am Dallgower Bahnhof die geschützten Tiere abzusammeln und umzusiedeln. Die Naturschutzmaßnahme ist eine der Voraussetzungen, um auf der Fläche Dallgows neue Mitte entstehen zu lassen.

Andere Voraussetzungen werden von den Dallgower Abgeordneten geschaffen. Sie berieten am Dienstagabend im Bauausschuss über den vorgelegten Plan zur Bebauung der etwa einen Hektar großen Fläche.

Bereits 2009 hatte die Gemeinde die Aufstellung eines Bebauungsplanes „Mitte-Ost“ beschlossen. Aber jahrelang tat sich nichts, das einstige Bahngelände wucherte zu. Erst mit dem Eigentümerwechsel an die Bonus Immobilien GmbH im vergangenen Jahr kam frischer Wind in die Angelegenheit. Geschäftsführer Heiner Grotjan war am Dienstag gekommen. Entwickelt werden die Pläne von der Plan und Recht GmbH Berlin. Deren Geschäftsführerin Elisabeth Giesecke stellte die Pläne vor.

Planungsrechtlich handelt es sich um ein Mischgebiet. Danach sollen auf dem Gelände an der Bahnhofstraße zwei prägende Bauten entstehen, die Platz für kleine Läden, Gewerbe, Gastronomie, Wohnungen und Büros entstehen. Gartenbaubetriebe, Tankstellen und Vergnügungsstätten sind nicht erlaubt. Ein Lebensmittelmarkt soll im rückwärtigen Teil des Areals entstehen. Erhalten bleiben das alte Trafogebäude an der Westseite, das möglicherweise als Kiosk genutzt werden könnte. Das Gelände soll mit neuer Zufahrt zur Bahnhofstraße angeschlossen werden.

Die gehört nach Zählung vom Februar mit etwa 4000 Fahrzeugen am Tag zu den recht stark benutzten Verkehrswegen, kann aber ebenso wie der Kreisel an der Brücke den zusätzlich zu erwartenden Verkehr aufnehmen. So die Verkehrsgutachter.

Die zusätzlichen Autos waren am Dienstag auch kein Diskussionsthema bei den Abgeordneten. Sie bewegte eher die Frage, was das für ein großer Lebensmittelmarkt werden soll.

Als Ziel für die Gestaltung des Platzes hatte die Gemeinde vorgegeben, es soll eine „hochwertige, zenrumsrelevante Nutzungsmischung entwickelt“ werden. Die Abgeordneten sagten klar: Wir wollen keine Wellblechhütte dort haben. Da konnte sie Heiner Grotjan beruhigen, der Projektentwickler kann viele, auch architektonisch ansprechende Supermärkte vorweisen, jüngstes Beispiel ist der Aldi-Bau im Falkenseer Falkenmarkt. „Wir wollen an der Stelle etwas Hochwertiges“, umriss Peter-Paul Weiler (Grüne) die Absichten der Dallgower. „Der Wunsch nach einem Bio-Supermarkt ist groß“, bestätigte Hans-Peter Pförtner (BBD). Projektentwickler Heiner Grotjan hat für die bekannten Biomärkte wie Alnatura und Bio-Company bereits gebaut. „Wir sind mit den Märkten im Gespräch“, sagte er, „aber ihr Interesse ist nicht groß.“ Auch das Angebot von attraktiven Mietkonditionen habe noch nicht gefruchtet. Ein Discounter-Block könne nicht die neue Mitte von Dallgow sein, kritisierte Hans-Peter Pförtner, „das wäre eine Kapitulation.“

An anderer Stelle konnte der Projektentwickler die Abgeordneten eher überzeugen. Etwa beim Wohnungsbau. „Ich wollte den ja eigentlich an der Stelle nicht“, gestand Heiner Grotjan, „habe aber meine Meinung revidiert.“ Ein- und Zwei-Raum-Wohnungen zwischen 30 und 65 Quadratmeter sind auf einem Plakat angekündigt, da gab es schon eine gute Resonanz.

Mehrheitlich stimmten die Abgeordneten des Ausschusses dafür, den Bebauungsplan öffentlich auszulegen und die Planung weiter zu verfolgen.

Die Dallgower Mitte war nicht das einzige Bauvorhaben, mit dem sich die Abgeordneten am Dienstag befasst haben. So befürworteten sie den Antrag, im Sperlingshof ein neues Bürogebäude mit 700 Quadratmetern durch die Sperlingshof GmbH zu errichten, schlugen aber noch mal eine Standortvariante vor. Ablehnend verhielten sie sich zu einer zusätzlichen Verdichtung des geplanten Wohnungsbauprojektes zwischen Nauener Straße und Wilmsstraße. Hier hätte der Investor gern auf Grün verzichtet und mehr Häuser als ursprünglich geplant gebaut, dem folgte die Mehrheit des Ausschusses jedoch nicht.

Von Marlies Schnaibel

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