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Havelland Alter Reitplatz ist wieder im Gespräch
Lokales Havelland Alter Reitplatz ist wieder im Gespräch
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18:04 24.05.2016
Biker aus Leidenschaft: Mathias Folgner würde sich freuen, wenn der ehemalige Reitplatz für die Jugend hergerichtet würde – mit Dirtbahn, versteht sich. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Die Idee, den ehemaligen Reitplatz am Rathenower Körgraben zu einem Freizeitareal für Jugendliche zu entwickeln, wird neu belebt. Nachdem ein ähnlicher Plan vor zwei Jahren an bürokratischen Hürden gescheitert war, will die Stadt nun einen neuen Anlauf wagen. Erst einmal soll ein belastbares Konzept erstellt werden. Jens Hubald, Leiter des Sachgebiets Stadtentwicklung im Rathenower Bauamt, und Jugendkoordinator Tilo Windt stellten die Pläne am Montagabend im Rathenower Bildungsausschuss vor.

Die Schließung der Skaterhalle auf der Magazininsel im vergangenen Sommer hat einen nicht unbeträchtlichen Anteil an der Wiedebelebung der Reitplatz-Idee. Tilo Windt erläuterte den Abgeordneten, dass mit der Halle, die aus baurechtlichen Gründen geschlossen werden musste, eine wichtige Säule in der Rathenower Jugendarbeit weggebrochen sei. Vor allem den sport- und bewegungsorientierten Jugendlichen fehle seitdem eine Heimstatt.

Gelände für den Zweck bestens geeignet

Weil die intensive Suche nach einer Ersatzhalle im Stadtgebiet nicht erfolgreich war, kam das ehemalige Reitgelände am Körgraben wieder ins Spiel. Einige Dinge sprechen nach Auskunft von Jens Hubald für das rund 12000 Quadratmeter große Areal: Es ist Eigentum der Stadt Rathenow, es ist zentral gelegen und dennoch sind die nächsten Wohnhäuser so weit weg, dass Anwohner durch Geräusche und Lärm nicht belästigt werden. Mit dem Kreissportbund steht zudem eine Institution bereit, welche die Betreuung auf dem Gelände übernehmen könnte. Jörg Wartenberg, Vorsitzender des Kreissportbundes, signalisierte am Montagabend die Bereitschaft, das zu tun. Die entsprechenden Weichen seien aber noch zu stellen.

Ideen für die Gestaltung des Freizeitplatzes gibt es genug. Eine so genannte Dirtbahn, auf dem BMX-Fahrer ihre Kunstsprünge vollführen können, steht auf der Wunschliste ganz oben. Bei einem Treffen vor Ort soll möglichst bald mit Jugendlichen eine Prioritätenliste erstellt werden.

Wichtig ist es nach Aussage Hubalds, einen Planer zu beauftragen, der das alles zu Papier bringt. Dieses Konzept soll die Basis sein, die Mittel für die Realisierung der einzelnen Vorhaben einzuwerben. Hubald und Windt sind ganz zuversichtlich, dass das klappen kann. „Es ist unbestritten, dass in Rathenow der Bedarf für einen solchen Platz besteht“, sagt Windt. Wenn ein Konzept mit Hand und Fuß vorliege, dann steige bei möglichen Unterstützern erfahrungsgemäß die Bereitschaft, sich zu engagieren.

Pläne für 12000 Quadratmeter

Der ehemalige Reitplatz am Rathenower Körgraben ist rund 12000 Quadratmeter groß. Das Gelände gehört der Stadt Rathenow.

Die Idee, auf dem Gelände einen Jugendfreizeitpark zu installieren, stammt aus dem Jahr 2012. Das Diakonische Werk Havelland erklärte sich bereit, die Trägerschaft für das Projekt zu übernehmen. Im Februar 2013 wurde dazu ein Kooperationsvertrag zwischen Stadt und Diakonie geschlossen.

Doch die Pläne wurden nicht umgesetzt. Sie scheiterten an bürokratischen Hürden und personellen Problemen. Am 31. Dezember 2014 erlosch der bis dahin befristete Kooperationsvertrag.

Der Kreissportbund hat Interesse an einer Trägerschaft bekundet. Allerdings muss im Vorstand ein dementsprechender Beschluss noch gefasst werden.

Von Markus Kniebeler

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