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Havelland Premnitz: Tiere und Pflanzen werden kartiert
Lokales Havelland Premnitz: Tiere und Pflanzen werden kartiert
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18:13 21.01.2016
Sollte es eine Ortsumgehung für Premnitz geben, wird sie in gerader Verlängerung der Brücke über die Städtebahn bei Döberitz durch den Wald nach Rathenow führen. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Auf dem letzten Kreistag hat sich Landrat Burkhard Schröder (SPD) optimistisch geäußert, was den Bau einer  B 102-Ortsumgehung von Premnitz anbelangt. Vom Bund sei die Freigabe des Planfeststellungsverfahrens für 2016 erteilt worden, sagte er. Das bedeute, dass die Umsetzung „als sehr optimistisch angesehen werden könnte“.

Sollte eine solche Umgehungsstraße tatsächlich jemals gebaut werden, würde sie wie die jetzige Erschließungsstraße 2 des Industriegebietes kurz vor Döberitz von der B 102 abzweigen, die Städtebahn überqueren, dann relativ gerade in Richtung Norden führen und in der Nähe des Rathenower Bahnhofs an die B 188 angebunden werden.

Nach den aktuellen Auswirkungen der von Landrat Schröder geschilderten Situation befragt, hat Frank Schmidt vom Regionalbereich West des Landesbetriebs Straßenwesen gesagt, man sei dort jetzt dabei, das Planfeststellungsverfahren vorzubereiten. Gegenwärtig gebe es für die Ortsumgehung eine Entwurfsplanung. Der Naturschutz spiele bei diesem Vorhaben eine große Rolle, deshalb sei die Natur im betrachteten Raum über eine ganze Vegetationsperiode zu beobachten. Das bedeute konkret, dass eine größere Zahl genau festgelegter Tierarten und Pflanzen kartiert werden müssen. Das werde im Laufe des Jahres 2016 passieren. Die Ergebnisse dieser Untersuchung würden dann in die Unterlagen mit aufgenommen. Frank Schmidt geht davon aus, dass die Auslegung der Planfeststellungsunterlagen aus jetziger Sicht Anfang 2017 beginnen könnte.

Der Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta (parteilos) erinnert zuerst daran, dass die Ortsumgehung ursprünglich ein Bestandteil der Planung einer Autobahnanbindung der Region Rathenow/Premnitz an die A 2 gewesen ist. Diese Autobahnanbindung sei schon seit längerer Zeit kein Thema mehr. Die nun immer noch geplante Ortsumgehung von Premnitz, so betont der Bürgermeister, würde die Autobahnanbindung der Stadt in keiner Weise verbessern. Von Rathenow aus würde sich damit die Fahrzeit zur A 2 hinter Brandenburg/H. sicher verkürzen, erklärt er, weil die Ortsfahrten durch Mögelin, Premnitz und Döberitz entfallen. Doch für Premnitz würde sich zur A 2 überhaupt kein Zeitvorteil ergeben.

„Von dem Plan, den es einmal gab“, sagt Roy Wallenta, „ist nur noch wenig übrig geblieben.“ Der einzige jetzt erkennbare Vorteil durch die Ortsumgehung wäre eine Verminderung der gegenwärtigen Verkehrsbelästigung in Mögelin, Premnitz und Döberitz. Eine Beruhigung der Ortsdurchfahrten würde es geben, denn die Umgehungsstraße würde in einiger Entfernung durch den Wald nach Rathenow führen. Gesprochen worden sei auch davon, die bestehende B 102 von Döberitz in Richtung Brandenburg/H. durch zusätzliche Überholspuren zu ergänzen, sagt der Bürgermeister. Aber dazu gebe es keine konkreten Planungsunterlagen.

Von Bernd Geske

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