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Platzprobleme in Brieselang

Robinson-Grundschule mit großem Zuspruch Platzprobleme in Brieselang

An der Robinson-Grundschule in Brieselang wurden fürs kommende Schuljahr mehr Kinder angemeldet, als Plätze vorhanden sind. Sieben Jungen und Mädchen müssen nunmehr auf die Grundschule in Zeestow. Auch im Hort wird es noch mal enger, bevor Anfang 2017 der Erweiterungsbau in Betrieb genommen wird.

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Der Einwohnerzuwachs bringt Brieselang bei Schulen, Kitas und Horten in Zugzwang.

Quelle: Andreas Kaatz

Brieselang. Sieben Elternpaare, die ihr Kind zum Herbst eigentlich in die Robinson-Grundschule einschulen wollten, werden in den nächsten Tagen ungeliebte Post erhalten, nämlich eine Absage. Denn die Zahl der Bewerbungen für die Einrichtung in „Nord“ ist größer als die vorhandene Kapazität von 75 Plätzen. Als Alternative werden die betreffenden Kinder nun in die Zeebra-Grundschule in Zeestow umgelenkt, die noch Platz hat. Das teilte Brieselangs Bildungsamtsleiter Thomas Lessing mit.

Für die Robinson-Grundschule haben sich 80 Kinder beworben, für die Zeebra-Grundschule waren es 47. Zusammen mit Kindern, die sitzengeblieben oder zurückgestellt worden sind, kommt man auf insgesamt 141 Einschulungen zum kommenden Schuljahr. In beiden Einrichtungen werden drei erste Klassen eröffnet, die jeweils maximal 25 Kinder haben dürfen.

Bei der Entscheidung, wer an welcher Schule aufgenommen wird, spiele das Thema Geschwisterkinder keine Rolle, so Lessing. Wer schon einen Bruder oder eine Schwester auf der jeweiligen Einrichtung hat, sei nicht privilegiert. Vielmehr sei entsprechend Schulgesetz die Wohnortnähe entscheidend. Für die Auswahl der sieben Kinder, die nach Zeestow gehen, wurde das Gemeindegebiet in drei Bereiche aufgeteilt – südlich der Bahnlinie, nördlich der Falkenstraße und in einen Bereich dazwischen. Aus diesem kommen jetzt die Kinder, die nach Zeestow zum Unterricht gehen. Wer ganz im Norden wohnt, ist zwar möglicherweise noch weiter von der Robinsonschule entfernt, für den wäre aber der Weg nach Zeestow wegen der großen Entfernung unzumutbar, wie es hieß. Vorteil für die Zeestower: Rein rechnerisch haben die Klassen dort nur jeweils 23 Kinder.

Kapazitätsprobleme gibt es aber nicht nur für die Robinsonschule, sondern auch für den Hort nebenan. Wie Lessing informiert, will die Gemeinde jetzt eine Ausnahmegenehmigung für 260 Kinder beantragen. Schon jetzt kann der Hort seit geraumer Zeit lediglich mit einer Ausnahmegenehmigung betrieben werden. Eigentlich ist nur Platz für 190 Kinder, hingegen werden momentan 225 Kinder betreut. Was auch immer wieder dazu führt, dass sich Eltern über die beengte Raumsituation im Hort beklagen. Für die drei neuen ersten Klassen laufe es auf eine Doppelnutzung von Klassenräumen hinaus. Das wird sich erst mit dem Erweiterungsbau in modularer Bauweise ändern, für den die Gemeinde Geld in der 2016er Haushalt eingestellt hat. Die Planung hat begonnen. Lessing geht davon aus, dass das Gebäude im Frühjahr 2017 fertiggestellt ist.

Der Bildungsamtsleiter wies zudem auf ein Problem hin, das sich durch die geringe Grundschulkapazität ergibt. Denn aufgrund des hohen Zuspruchs für die ersten Klassen „haben wir dann nur noch eine Reservekapazität von insgesamt sechs freien Plätzen in Zeestow.“ Unklar ist, ob die ausreichen werden, denn der Zuzug nach Brieselang hält unvermindert an. Unter anderem wird das Seifert-Gelände in Zeestow entwickelt.

Eine Option wäre deshalb, an der Robinson-Schule von vornherein einen vierten Zug einzurichten, um dann die 82 Kinder auf vier Klassen aufzuteilen. Um dafür Platz zu haben, würde ein Kunstraum geopfert. Somit könnten alle Bewerbungen berücksichtigt werden. Eine Lösung, die das Schulamt derzeit aber nicht genehmigt.

„Somit müssen wir mit der kleinen Reserve leben“, sagt der Amtsleiter, der aber überzeugt ist, dass man eine Lösung findet, wenn doch mehr Plätze benötigt werden. Derzeit jedenfalls schließe das Staatliche Schulamt eine Klassenteilung aus, so Lessing.

Durch eine vierte erste Klasse würden im Hort nur sieben Kinder hinzu kommen. Deshalb will man auch eine Ausnahmegenehmigung für 270 Kinder im Hort beantragen.

Von Andreas Kaatz

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