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Plötzlich stürzte die Hauswand in Zeestow ein

Wustermarker Straße gesperrt Plötzlich stürzte die Hauswand in Zeestow ein

Die obere Giebelwand eines leerstehenden ehemaligen Speichers ist am Sonnabendmorgen im Brieselanger Ortsteil Zeestow abgestürzt. Personen wurden nicht verletzt. Spürhunde kamen deshalb sogar zum Einsatz. Das Gebäude steht an der viel befahrenen Wustermarker Straße, die in dem Abschnitt jetzt vorerst gesperrt ist.

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Der obere Giebel des alten Speichers ist abgestürzt.

Quelle: Julian Stähle

Zeestow. Die Giebelwand eines ehemaligen Speichers ist am Sonnabendmorgen gegen 8.30 Uhr an der Wustermarker Straße im Brieselanger Ortsteil Zeestow abgestürzt. Das seit vielen Jahren leer stehende Gebäude befindet sich direkt an der viel befahrenen Straße, einige Steine fielen auf die Fahrbahn. Verletzt wurde jedoch nach ersten Erkenntnissen niemand.


Feuerwehrleute prüfen den Zustand des Daches aus sicherem Abstand

Feuerwehrleute prüfen den Zustand des Daches aus sicherem Abstand.

Quelle: Julian Stähle

Anwohner, die auf der gegenüber liegenden Straßenseite wohnen, hatten den Absturz der oberen Giebelwand auf der Südseite bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Die sperrte die Straße komplett ab. Offen war allerdings zu dem Zeitpunkt, ob sich unter dem Schutthaufen möglicherweise Personen befinden. Selbst konnten die Feuerleute dies aber nicht prüfen, da nicht klar war, ob eventuell weitere Trümmerteile nachrutschen. „Wir haben deshalb eine Hundestaffel aus Teltow-Fläming angefordert“, sagt Einsatzleiter Marco Robitzsch. „Es war nicht ausgeschlossen, dass sich möglicherweise von innen jemand an der Wand zu schaffen gemacht hat und mit dieser nach unten gestürzt ist.“ Der Spürhund hat jedoch keine Menschen in dem Haufen wahrnehmen können.

Kann das Gebäude noch gerettet werden?

Die Absturzursache ist jedoch noch unklar. Ein Statiker hat im Auftrag der Gemeinde noch am Sonnabend geprüft, wie es um die Standfestigkeit des sehr hohen und möglicherweise denkmalgeschützten Hauses steht. Er sieht durchaus die Gefahr, dass weitere Teile des Daches und der Wand herunter fallen könnten oder dass das Gebäude komplett einstürzt. Der Experte empfiehlt, erst einmal Teile des Daches zu entfernen, um es zu stabilisieren. Sollte die Entscheidung fallen, das Gebäude zu retten, müsste schnellstmöglich die Wand wieder geschlossen werden. Aber auch ein Abriss ist denkbar. Die Kosten für die anstehenden Maßnahmen muss der Eigentümer tragen, der auch im Dorf lebt. Notfalls muss die Gemeinde Brieselang in Vorleistung gehen.

Das Dach droht einzustürzen

Das Dach droht einzustürzen.

Quelle: Julian Stähle

Die Feuerwehr hat jetzt erst einmal die Anwohner, die im Bereich der Straßensperrung wohnen, aufgefordert, ihre Fahrzeuge woanders zu parken, da die Ein- und Ausfahrt zu und von den Grundstücken vorerst nicht mehr möglich sein wird. Die Straße bleibt auf unbestimmte Zeit, mindestens aber bis Montag, voll gesperrt, da für das Gebäude akute Einsturzgefahr besteht.

Einwohner hatten bereits eine Beule am Giebel bemerkt

Der Speicher stammt offenbar aus den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Er gehörte einst zum Gut Schurig, nach dem Krieg nutzte ihn die LPG. Unter anderem wurde dort Saatgetreide eingelagert. Nach der Wende gab es Pläne, dort Wohnungen einzurichten, die aber nie umgesetzt wurden. Wie es heißt, hätten Einwohner in der Vergangenheit schon eine kleine Beule an der betreffenden Giebelwand bemerkt.

Von Andreas Kaatz

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