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Havelland Pluspunkte für Patientenbus
Lokales Havelland Pluspunkte für Patientenbus
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00:17 27.05.2017
Landrat Roger Lewandowski erhält von Staatssekretärin Ines Jesse einen Zuwendungsbescheid. Quelle: Foto: Marlies Schnaibel
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Friesack

Wenn Staatssekretäre unterwegs sind, kann das durchaus so aussehen: Sie laufen zum Bahnhof, steigen in den Zug und fahren zu ihrem Termin. So hat es Ines Jesse (SPD) am Mittwoch gemacht. Mit dem RE 2 fuhr sie von Falkensee nach Friesack, um Landrat Roger Lewandowski (CDU) einen Zuwendungsbescheid zu übergeben.

24 000 Euro aus Lottomitteln reicht das Land dafür weiter, um ein Konzept zur besseren Erreichbarkeit der Gesundheitsversorgung aufstellen zu können. 6000 Euro Eigenmittel bringt der Landkreis für die Machbarkeitsstudie auf, die bis Jahresende vorliegen soll.

Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, würdigte die Erfahrungen, die der Landkreis in der Frage schon gemacht hat. Sie helfen mit, das Leben in ländlichen Gebieten attraktiv zu machen oder zu erhalten. Die medizinische Versorgung gehöre dazu.

Der Übergabeort für den Fördermittelbescheid war deshalb mit Bedacht gewählt worden. Im Amt Friesack wird seit 2014 im Rahmen des Demografie-Projektes das Modell des Patientenfahrdienstes in Zusammenarbeit mit der Awo erprobt. „Der Bedarf besteht und der Dienst wird gut angenommen,“ sagte Amtsdirektor Christian Pust. Im vergangenen Jahr wurde der Dienst mehr als 100 Mal genutzt. Wiegand Maltzahn ist seit fast zwei Jahren Fahrer des weißen Transporters. „Die Leute kennen mich schon“, erzählt er. Bei den Fahrten zu den Fachärzten nach Rathenow, Brandenburg, Nauen oder Berlin kommt er mit den Reisenden ins Gespräch. „Ich bekomme aber nicht nur Krankengeschichten zu hören“, sagt er.

Der Dienst wird von den Allgemeinärzten angefordert, wenn Patienten zum fernen Facharzt müssen, aber nicht mehr so mobil sind, die Orte zu erreichen, oder in der Familie einen Fahrdienst organisiert bekommen. „Die ursprüngliche Idee, an einem Tag mehrere Fahrten zu bündeln, ließ sich nicht umsetzen“, sagte Christian Pust. Das Amt und auch der Arzt unterstützen den Fahrdienst finanziell. Die Kosten lägen fast im Taxibereich, aber ein Taxi gibt es in Friesack nicht.

Die Machbarkeitsstudie soll nun prüfen, wie diese Friesacker Erfahrungen landkreisweit zu nutzen sind, sie soll auch nach anderen Wegen und alternativen Mobilitätsvarianten wie einen Patientenbus suchen. Und sie soll Antworten auf die Frage geben, wie solche guten und gewünschten Angebote langfristig auf sichere finanzielle Beine gestellt werden können.

Von Marlies Schnaibel

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