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Havelland Baustart für Polizeiinspektion in Falkensee
Lokales Havelland Baustart für Polizeiinspektion in Falkensee
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00:35 30.05.2015
Minister Christian Görke, Vize-Polizeichef Hans-Jürgen Mörke und Norbert John vom Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (v.r.) setzten den Grundstein. Quelle: Peter-Paul Weiler
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Falkensee

Der amtierende Brandenburger Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke brachte es auf den Punkt: „Dieser Neubau ist dringend und zwingend notwendig.“ Nach einer mehr als achtjährigen Anlaufphase legte er am Mittwochnachmittag gemeinsam mit Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linke) den Grundstein für die neue Polizeiinspektion Havelland in Falkensee. In der Finkenkruger Straße entsteht ein modernes eingeschossiges Gebäude, das allen Anforderungen der heutigen Polizeiarbeit entspricht.

113 Bedienstete werden ab Oktober 2017 in dem Komplex arbeiten. Darunter sind die Mitarbeiter der Kriminalpolizei Havelland, die derzeit noch in Nauen sitzen, Revierpolizisten für den Bereich Falkensee, die Führungen des Wach- und Wechseldienstes sowie Streifenbeamte. Hinzu kommen Hundeführer, denn auf dem rund 1500 Quadratmeter großen Areal sind auch Zwinger für Polizeihunde vorgesehen. Ebenso gebaut wird eine 330 Quadratmeter große Raumschießanlage.

Die neue Polizeiinspektion ist nötig, weil die derzeitige Wache in der Kochstraße, ein unsanierter DDR-Flachbau aus den 70er-Jahren, „katastrophale Arbeitsbedingungen für die Beamten“ bietet, so Mörke. Aus seiner Sicht ist auch der Standort Falkensee für die Polizeiinspektion unstrittig. Es sei die Stadt in Deutschland, die seit der Wende prozentual am meisten gewachsen ist. Die Einwohnerzahl liege jetzt bei 43 000, Tendenz steigend. „Damit ändern sich auch die Anforderungen an Polizeiarbeit.“

Eine Chronologie

Die derzeitige Polizeiwache In Falkensee befindet sich in der Kochstraße.

Aus Platzgründen sitzt die Führung der Polizeiinspektion Havelland noch in Nauen, im Gebäude in der Schützenstraße.

Der Neubau in der Finkenkruger Straße wurde mehrfach angekündigt, aber immer wieder verschoben.

Bereits 2008 hatte der damalige Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) im Zuge der Polizeistrukturreform einen Wachenneubau in Falkensee in Aussicht gestellt. Der sollte 2011 sollte der fertig sein.

Dann verkündete der damalige Leiter des Schutzbereiches Havelland Jörg Barthel, dass das Gebäude erst Ende 2012 bezugsfertig sein werde.

2010 forderte der damalige Landtagsabgeordnete Christian Görke (Linke), die Leitung des Polizeischutzbereiches Havelland nach Rathenow in die Kreisstadt zu verlegen. Den Wachenneubau in Falkensee stellte er allerdings nicht in Frage.

Ebenfalls im April 2010 verkündete der neue Innenminister Rainer Speer (SPD), dass erst im Herbst 2010 eine Entscheidung zum genauen Standort des Wachenneubaus fällt.

Als klar war, dass der Neubau in der Finkenkruger Straße entstehen wird, sollte der Grundstein im Herbst 2014 gelegt werden. Auch das verzögerte sich schließlich um ein gutes halbes Jahr.

Rund 11 Millionen Euro stehen im Landeshaushalt Brandenburg für den Neubau bereit, versicherte Finanzminister Christian Görke (Linke). Er setzte die Schatulle mit der Baugenehmigung, einer Ausgabe der Märkischen Allgemeinen Zeitung sowie etwas Kleingeld ins Mauerwerk ein. Bei den obligatorischen Hammerschlägen bekam er Unterstützung von der Vorsitzenden der Falkenseer Stadtverordnetenversammlung Barbara Richstein (CDU). Der Bau möge im Budget und im Zeitplan bleiben sowie unfallfrei verlaufen, so der Minister. Dann sorgte Christian Görke noch für einen Gag, als er die Fertigstellung in den Oktober 2018 statt 2017 verlagerte. Doch er korrigierte sich sofort: „Wir sind ja hier nicht beim Flughafen BER.“

Als einen guten Tag für Falkensee wertete Bürgermeister Heiko Müller den 27. Mai 2015. „Mit der neuen Polizeiinspektion ändern sich nicht nur Bedingungen für die Polizisten, auch für die Bürger, die hierher mit einem Anliegen kommen werden“. Er sei froh, wenn die Wache in der Kochstraße außer Betrieb ist.

Von Jens Wegener

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