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Havelland Polizeiinspektion Havelland eröffnet
Lokales Havelland Polizeiinspektion Havelland eröffnet
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17:23 06.12.2017
Zur neuen Polizeiinspektion Havelland gehört auch eine hochmoderne Schießanlage, in der die Polizisten und Polizeischüler ausgebildet werden. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

Mehrfach wurde in den vergangenen Jahren ein Neubau für die Polizeiinspektion Havelland angekündigt und genauso häufig wieder verschoben. Am Mittwoch wurde nun endlich, nach letztlich nur zweieinhalb Jahren Bauzeit, das neue Gebäude in der Finkenkruger Straße offiziell seiner Nutzung übergeben. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), Finanzminister Christian Görke (Linke) und Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) überreichten, in Anwesenheit von Brandenburgs Polizeichef Hans-Jürgen Mörke, die symbolischen Schlüssel an Lutz Gündel, Leiter der Polizeiinspektion und Rainer Grieger, Präsident der Fachhochschule der Polizei, die das Gebäude ebenfalls nutzen wird.

Mit einem großen Festakt eröffneten Ministerpräsident Dietmar Woidke, Finanzminister Christian Görke und Innenminister Karl-Heinz Schröter am Mittwoch die neue Polizeiinspektion Havelland in Falkensee. Der 10-Millionen-Euro-Bau führt alle Funktionsbereiche der Inspektion zusammen und beherbergt eine hochmoderne Raumschießanlage.

Knapp zehn Millionen Euro hat das Land in den Neubau der Polizeiinspektion investiert. Unter der Regie des Brandenburgischen Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen (BLB) entstand in Falkensee ein gänzlich neuer Polizeistandort, der sämtliche zur Polizeiinspektion gehörenden Funktionsbereiche zusammenführt. Dazu gehören neben den Revierpolizisten auch die Kriminalpolizei, der Wach- und Wechseldienst sowie die Hundestaffel. Insgesamt 113 Bedienstete haben hier ihren Arbeitsplatz. Der Neubau löst damit das alte Polizeirevier in der Kochstraße ab.

„Wir haben hier auch endlich einen Eingangsbereich, der für die Bürger ansehnlich ist, die hier eine Anzeige aufgeben möchten“, freute sich Inspektionsleiter Lutz Gündel. Neben den Büroräumen, dem Zellentrakt und einem speziellen Verhörraum, der auf die Anforderungen von Kindern eingestellt ist, verfügt die neue Polizeiinspektion zudem über eine hochmoderne Raumschießanlage.

„Das besondere ist hier vor allem die thermale Treffererkennung, bei der die Einschüsse durch eine Spezialkamera erkannt werden“, erklärte Polizist und Fachwart René Rieger, der für die Bedienung, Pflege und Wartung zuständig ist. Von seinem Regiestand aus hat er die gesamte Anlage im Blick, in der künftig, neben den Havelländer Polizisten, vor allem die Polizeischüler der Fachhochschule ausgebildet werden. Mit einem speziellen Videoverfahren können sie hier virtuellen Gegnern gegenübertreten, die auf ihre Worte und Gestiken reagieren. Zudem ist die Anlage auch für Schussübungen mit der MP 7, der neuen Maschinenpistole speziell für die Terrorabwehr, geeignet.

Der neue Standort sei in keiner Weise mit den bisherigen Bedingungen in der Kochstraße vergleichbar, betonte Brandenburgs Polizeichef Hans-Jürgen Mörke. Die neue Wache vereine kurze Wege mit modernster Technik. „Zu einer modernen Heimat für alle gehört auch eine leistungsfähige Polizei auf dem neuesten Stand“, ergänzte Ministerpräsident Woidke. Zudem hätten die Polizeibeamten ein modernes Gebäude auch aus Respekt vor der Arbeit, die sie täglich leisten, mehr als verdient.

Die Polizeiinspektion wurde vom Berliner Architekturbüro Bolwin Wulf realisiert. Entstanden ist ein grauer Flachbau entlang der Straßenfront mit sechs Innenhöfen, der klar zwischen öffentlichen und sicherheitsrelevanten Bereichen trennt. Die Meinungen zur äußeren Gestaltung des Gebäudes sind indes gespalten. „Wir haben hier einen funktionsfähigen, schlichten und preußischen Bau errichtet“, sagte Christian Görke mit einem gewissen Augenzwinkern. „Es ist uns hier nicht gelungen schön zu bauen, aber die Funktionalität ist viel wichtiger“, sagte auch Innenminister Schröter.

Das Gebiet der Polizeiinspektion umfasst eine Fläche von rund 1700 Quadratkilometern. Neben dem Hauptstandort in Falkensee gibt es Wachen in Nauen und Rathenow.

Von Danilo Hafer

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