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Havelland Poller sind nicht für alle Radwege die Lösung
Lokales Havelland Poller sind nicht für alle Radwege die Lösung
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19:12 27.04.2018
Dirk Pfannschmidt aus Dallgow-Döberitz hat schon im Frühjahr den ungesicherten Radweg zwischen Kotzen und Stechow bemängelt. Quelle: Norbert Stein
Kotzen

In den Sommerferien sind auch im Amt Nennhausen wieder viele Radfahrer unterwegs. Sie erkunden die Dörfer und die Landschaft. Rad fahren können sie auf gut ausgebauten Wegen, wie dem Havellandradweg zwischen Kotzen und Stechow oder Kriele und Senzke.

Auch der Weg von Kotzen nach Kriele ist bei Radfahrern beliebt. Als drei Abschnitte sind als Radwege ausgewiesen und entsprechend beschildert. Auch Landwirte dürfen die als Radstraße ausgeschilderten Wege zum Bewirtschaften ihrer angrenzenden Felder und Wiesen benutzen. Bis auf wenige Ausnahmen sind für alle weiteren Fahrzeuge die Wege gesperrt. Doch daran halten sich bei Weitem nicht alle Kraftfahrer.

So wird der Havellandradweg zwischen Stechow und Kotzen von Kraftfahrern oft als Abkürzung in die Dörfer genutzt. Eine bei Stechow errichtete Schranke wurden schon mehrmals zerstört und steht seit langer Zeit offen. Radfahrer wie Dirk Pfannschmidt aus Dallgow-Döberitz und die Gemeindevertretung Kotzen haben das Problem auch schon mehrmals bemängelt.

Seit Monaten bemüht sich das Amt Nennhausen um eine Lösung

Das Amt Nennhausen bemüht sich seit Monaten um eine Lösung und favorisierte bislang eine einheitliche Lösung für alle drei Radwege. Die vorgesehene Variante war eine Sicherung der Radwegauffahrten mit Pollern, an denen Radfahrer vorbei fahren können. Die Poller sollten so hoch sein, dass sie den Autos die Weiterfahrt versperren, höher gelegene Landwirtschaftsfahrzeuge sie aber passieren können. Diese Variante lasse sich aus verschiedenen Gründen nicht realisieren und sei ungeeignet, erklärt Amtsdirektorin Ilka Lenke im Ergebnis einer Beratung mit den Grundstücksanliegern. Ein Teilabschnitt ist zum Beispiel auch als Reitweg ausgewiesen. Vorgeschlagen wurden auf der Beratung mit den Anrainern separate Lösungen für alle drei Radwege. Das Amt visiere nun dessen zeitnahe Umsetzung an, so Ilka Lenke.

Für den Radweg zwischen Stechow und Kotzen soll die Schranke bei Stechow erneuert werden und in Kotzen in Höhe des Ortsausgangsschildes eine neue Schranke installiert werden. Zudem sieht der Vorschlag die Einpflasterung von bis zu fünf Bodenschwellen vor, damit Fahrzeuge die vorgegebene Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Kilometern pro Stunde einhalten.

Drei Abschnitte besonders gefährdet

Im Bereich des Amtes Nennhausen gibt es drei Abschnitte von Radwegen, die besonders häufig unerlaubt von Kraftfahrzeugen genutzt werden.

Das sind die Abschnitte zwischen Stechow und Kotzen, zwischen Kotzen und Kriele sowie zwischen Kriele und Senzke.

Ortsansässige Landwirte haben eine Sondergenehmigung, mit der sie die Radwege benutzen dürfen.

Zuerst wollte die Verwaltung die Abschnitte alle mit Pollern absperren lassen. Jetzt soll es unterschiedliche Lösungen geben.

Die Polizei hat zudem Geschwindigkeitskontrollen zugesagt.

Für den Weg von Kotzen nach Kriele wurde der Aufbau von sechs- bis acht Bodenschwellen vorgeschlagen, welche mit Dübeln im Asphalt befestigt werden. Fünf oder sechs Bodenschwellen und eine erneuerte Schranke bei Kriele sollen den Radweg vom Ortsausgang an bis nach Senzke sicher machen. Alle Schranken sollen verschließbar sein. Die Landwirte und Sonderberechtigte bekommen Schlüssel.

Die Polizei habe Ilka Lenke zufolge dem Amt Nennhausen zudem Geschwindigkeitskontrollen auf den drei Wegen zu Schwerpunktzeiten zugesagt. Das Amt selbst ist nur für den ruhenden Verkehr zuständig und darf deshalb keine Geschwindigkeitskontrollen durchführen. Es verfügt dafür auch nicht über die notwendige Technik.

Von Norbert Stein

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