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Poller und Schranken für Radwege

Nennhausen Poller und Schranken für Radwege

Seit einem Jahr stellt die Amtsverwaltung Nennhausen Überlegungen an, wie man die Radwege rund um Nennhausen sicherer machen kann. Autofahrer, die diese Wege eigentlich nicht benutzen sollen, werden nun mit Pollern, Erhebungen und Schranken abgeschreckt. Der Landkreis gibt Fördermittel für diese Projekte.

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In Nennhausen sollen die Radwege mit Schranken, Pollern und Erhebungen versehen werden. Zurzeit benutzen zu viele Autofahrer die Wege

Quelle: Norbert Stein

Nennhausen. Das Havelland wird zunehmend eine Radfahrerregion. Auch das Amt Nennhausen verzeichnet eine solche touristische Entwicklung. Die Radfahrer finden Erholung in der Natur und erkunden die Dörfer. Durch die Landschaft radeln Urlauber und Erholungssuchende aus Berlin und Umgebung, ausländische Gäste und natürlich die Havelländer selbst.

Im Amt Nennhausen können sie auch gut ausgebauten Wegen radeln, wie dem zwischen Kotzen und Stechow oder Kriele und Senzke auf dem Havellandradweg. Auch der Radweg von Kotzen nach Kriele ist bei Radlern beliebt. Die drei Wege sind als Radwege ausgewiesen und beschildert. Auch Landwirte und Forstleute können die Radwege nutzen, um ihre angrenzenden Flächen und Wälder bewirtschaften zu können. Dazu kommen wenige Sonderregelungen.

Für alle weiteren Fahrzeuge sind die drei Radwege gesperrt. Doch an das Verbot die Radwege zu befahren halten sich bei weitem nicht alle Kraftfahrer. So wird der Radweg von Kotzen nach Stechow gerne als Abkürzung zur Fahrt in die Dörfer genutzt. Die Kraftfahrer behindern die Radfahrer und beschädigen die Wege. Die Polizei kontrolliert zwar, kann aber nicht immer präsent sein auf den Radwegen in der Landschaft.

Das Amt Nennhausen prüft schon seit geraumer Zeit geeignete Möglichkeiten, um der unberechtigten Nutzung der Wege Einhalt zu bieten und diese für Radfahrer wieder sicherer zu machen. Spätestens im Frühjahr zum Beginn der neuen Radfahrersaison sollen die drei Wege sicher sein, hat Amtsdirektorin Ilka Lenke nun den Gemeindevertretungen angekündigt.

Das Amt hat dafür 18 000 Euro im Haushalt eingestellt. Der Landkreis Havelland gibt 50 Prozent Fördermittel. Vorgesehen ist die Sicherung der Radwege mit aufgesetzten Bremsschwellen, die teilweise mit Dübeln befestigt werden. Das ist nicht alles. Die schon mehrfach zerstörte Schranke bei Stechow, für den Radweg nach Kotzen, wird nochmals erneuert. Die neue Schranke ist bereits angefertigt und wird demnächst installiert. Ob zudem Gummipoller auf den Radwegen installiert werden, prüft das Amt Nennhausen derzeit noch und wird dafür auch Erfahrungen aus der Gemeinde Milower Land nutzen. Die Amtsdirektorin appellierte zudem an die Kraftfahrer die geltenden Verkehrsregelungen für die Radwege einzuhalten.

Geprüft hat das Amt auch eine Möglichkeit, die Radwege an den Auffahrten mit Pollern zu sichern, an denen Radler vorbeifahren können. Die Poller sollten so hoch sein, dass sie für Landwirtschaftsfahrzeuge passierbar sind, für Autos aber nicht. Die Variante lässt sich dem Amt Nennhausen zufolge „aus verschiedenen Gründen“ nicht realisieren. Ein Radweg sei zum Beispiel auch als Reitweg ausgewiesen.

Von Norbert Stein

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