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Polo-Turnier soll 2000 Leute anlocken

Schönwalde-Dorf Polo-Turnier soll 2000 Leute anlocken

Im September wird in Schönwalde erstmals der „Berlin Gold Cup“ mit vier Mannschaften ausgetragen. Die Veranstalter rechnen mit rund 2000 Besuchern, denen sie die anspruchsvolle und körperbetonte Sportart nahe bringen wollen.

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Polo ist eine der ältesten Mannschaftssportarten der Welt.
 

Quelle: Urs Kuckertz

Schönwalde-Dorf.  Inge Schwenger ist Polo-Spielerin mit Leib und Seele. Seit 20 Jahren dabei, Vorsitzende des Berliner Polo-Clubs, dessen Vereinsgelände sie nach Schönwalde gebracht hat. „Polo ist ein faszinierender Sport, unglaublich schnell, unglaublich intensiv“, sagt Schwenger. Allein den kleinen Kunststoffball in halsbrecherischem Tempo zu treffen, erfordert eine genaue Koordination von Schläger, Ball und Pferd. Wenn man dann noch darauf achten muss, niemanden über den Haufen zu reiten und wo sich die anderen Mannschaftskameraden auf dem Feld positioniert haben, wird das Ganze ziemlich anspruchsvoll.

Deshalb ärgert sich Schwenger auch gewaltig, wenn bei einem Polo-Turnier manchmal weniger der Sport im Mittelpunkt steht, sondern das gesellschaftliche Ereignis. Wenn einige Gäste beim Finale eher auf ihren Häppchen-Teller achten – oder die größten Hutmodelle – als auf das Geschehen auf dem Platz. „Bei einer Großveranstaltung wie der Formel 1 oder dem Admirals-Cup steht der Sport ja auch im Mittelpunkt - obwohl es ein gesellschaftliches Event bleibt“, sagt Schwenger.

Im Herbst hat sie nun selbst die Gelegenheit dazu, auf dem Landgut möglichst viele Besucher für die Schönheit ihres Sports zu begeistern. Vom 8. bis zum 10. September wird zum ersten Mal der „Berlin Gold Cup“ ausgetragen – ein Turnier mit vier Mannschaften. Neben dem Berliner Bolo-Club sind noch der Polo-Club Berlin-Brandenburg aus Falkensee, der Preußische Polo & Country Club Berlin-Brandenburg aus Phöben und eine Polo-Mannschaft aus Frankfurt am Main mit von der Partie.

Ganz auf den Event-Charakter soll auch in Schönwalde nicht verzichtet werden. Die Veranstaltung wird von der Frankfurter „Polo Sport GmbH“ organisiert, die auf die Vermarktung von Polo-Turnieren spezialisiert ist. Firmen, die das Turnier unterstützen, könnten ihre Kunden dorthin einladen und ihr Sommerfest dort ausrichten. Ein paar VIP-Zelte werden also auch am Rand des Polo-Platzes in Schönwalde stehen. Aber dafür ist der Eintritt zum Turnier frei.

Die Veranstalter rechnen für das ganze Wochenende mit bis zu 2000 Besuchern. Und auch, wer nicht in ein Sponsoren-Zelt eingeladen ist, soll auf seine Kosten kommen, mit Imbissbuden, Getränkeständen, Kinderschminken und einem großen Holzpferd, auf dem man den Schwung mit dem Polo-Schläger ausprobieren kann.

Vielleicht entdeckt ja der ein oder andere Besucher während des Turniers seine Liebe zum Polo. „Wir freuen uns immer über neue Mitspieler“, sagt Inge Schwenger. Auch Anfänger und Jugendliche sind willkommen. Mit zwölf aktiven Spielern, von denen zur Zeit nur acht einsatzfähig sind, ist der Berliner Polo-Club – wie die andere Vereine auch – eher klein. Ob das daran liegt, dass Polo im Vergleich zu anderen Sportarten deutlich teurer ist?

„Klar, Fußballspielen ist günstiger. Aber Polo-Spielen ist auch nicht aufwendiger, als regelmäßig Reitunterricht zu nehmen“, sagt Inge Schwenger.

Von Ralf Stork

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