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Postkartenflut für die Kita „Flax und Krümel“

Buga-Nachspiel Postkartenflut für die Kita „Flax und Krümel“

Für die Premnitzer Kita „Flax und Krümel“ hat die Bundesgartenschau ein beeindruckendes Nachspiel. Von überall her aus Deutschland kommt Post von Buga-Besuchern, die Kita-Kinder auf der Gartenschau kennen gelernt haben. Bislang gingen 251 Postkarten und Briefe ein. Den weitesten Weg hatte eine Karte aus der Schweiz.

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Andrea Frimel (links) mit Kollegin und zwei Gruppenkinderwagen auf dem Premnitzer Buga-Gelände.

Quelle: privat

Premnitz. Obwohl die Bundesgartenschau offiziell schon geschlossen hat, will sie in der Premnitzer Kita „Flax und Krümel“ kein Ende nehmen. Fast täglich treffen dort Postkarten und Briefe von Buga-Besuchern ein, die den Kindern alles Liebe und Gute wünschen. Manchmal kommen sogar Päckchen, deren Inhalte die beiliegenden netten Worte noch mit Lutschern, Büchern, Gummibärchen und anderen kleinen Gaben veredeln. „Mit so vielen Antworten hatten wir nie und nimmer gerechnet“, zeigt sich Kita-Leiterin Ines Börs verblüfft. Sie zeigt auf eine Deutschlandkarte im Eingangsbereich, auf der eine Markierungsnadel neben der nächsten pikt. 251 Postenkarten und Briefe aus 193 Orten sind bislang eingegangen - und die Flut ebbt nur langsam ab.

Der Höhepunkt: An fünf Tagen bekam die Kita 35-mal Post

Die Idee zu der Aktion, die am Anfang eigentlich gar keine werden sollte, hat die Erzieherin Andrea Frimel gehabt. „Ich bin mit dem Gruppenkinderwagen fast täglich auf dem Buga-Gelände gewesen“, erzählt sie. Da hätten sich viele Gäste über das halbe Dutzend der süßen Kleinen in einem Wagen besonders gefreut. Um den Buga-Besuchern etwas Bleibendes in die Hand drücken zu können, hat Andrea Frimel kleine Erklärungszettel über die Kita gemacht, deren Adresse mit drauf geschrieben und einen Wunsch untergebracht: „Wir wünschen allen Gästen eine wunderschöne Zeit und würden uns freuen, wenn uns eine Postkarte aus Ihrem Heimatort erreicht!“ Und das Versprechen: Für jede eingegangene Karte schicke die Kita ein von Kindern gemaltes Bild zurück.

Bald schwoll die Welle an. Letzte Woche kam an den fünf Kita-Tagen 35-mal Post. Am letzten Donnerstag war seit langer Zeit erstmals keine Buga-Rück-Karte im Kasten zu finden, das wollte gar keiner glauben. Da sie ja die „Schuldige“ war, hat es Andrea Frimel übernommen, alle Karten und Briefe ordentlich abzuheften. Zwei Ordner sind schon voll geworden. Sie pikst auch auf der Deutschlandkarte die Markierungsnadeln in die Absender-Orte und führt die daneben hängende Liste, auf der alle Namen nebst Entfernung verzeichnet sind. Berlin ist am meisten eingestochen und allein aus dem Saarland als einzigem Bundesland ist noch keine Buga-Post eingetroffen.

„Wir haben Euren Gesang mit Freudentränen aufgenommen“

Manche Besucher hatten das Glück, von der Vorschulgruppe der „Flax und Krümel“-Kinder deren offizielles Buga-Lied vorgesungen zu bekommen. „Wir haben euren Gesang als verspätetes Hochzeitsständchen mit Freudentränen aufgenommen“, hat ein älteres Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen geschrieben und angemerkt: Das beiliegende Geld sei für die Anschaffung von Spielsachen gedacht. Ein Paar aus Schleswig-Holstein schreibt: „Ein Höhepunkt unseres Buga-Besuchs in Premnitz war ohne Zweifel Euer fröhliches Ständchen.“ Einige Karten kamen sogar aus dem Ausland: Aus Vaals in den Niederlanden, 583 Kilometer entfernt. Aus Aspang in Österreich, 820 Kilometer. Den längsten Weg hatte eine Karte aus Schweiz. Sie kam aus Einsiedeln, das ist von Premnitz 844 Kilometer weit weg.

Von Bernd Geske

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