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Verkehr: Erster Preis für bunten Kreis

Auszeichnung für Rathenow Verkehr: Erster Preis für bunten Kreis

Lange Zeit war er ein Ärgernis, jetzt hat er einen Preis erhalten: Die Rede ist von dem Kreisverkehr Curlandstraße/Semliner Straße in Rathenow. Das vor der Bundesgartenschau komplett umgestaltete Verkehrsbauwerk darf sich nun mit dem Titel „Kreisverkehr des Jahres“ schmücken.

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Von oben ist die durchdachte Gestaltung des preisgekrönten Kreisels besonders gut zu erkennen.

Quelle: Straßenmeisterei Rathenow

Rathenow. Es gibt ohne Frage Auszeichnungen, die glamouröser sind als „Kreisverkehr des Jahres 2015“. Aber Straßenbau und Straßeninstandhaltung ist nun mal eine nüchterne Angelegenheit. Schillernde Preisverleihungen sind in dieser Branche eher selten. Umso mehr haben sich Karsten Ziehm, Leiter der Straßenmeisterei, und seine Mitarbeiter über die Ehrung gefreut. Verliehen wurde sie jüngst vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg, der alljährlich die schönsten Kreisverkehre der Mark kürt.

Dass gerade der Kreisel in der Curlandstraße einen Schönheitspreis gewinnt, darüber hätten die Menschen vor zwei Jahren laut gelacht. Denn damals bot das Rund einen bemitleidenswerten Anblick. Das Unkraut wucherte meterhoch, von einer gärtnerischen Gestaltung der Fläche war nichts zu sehen, das gesamte Areal wirkte ungepflegt und vernachlässigt. Beim MAZ-Sorgentelefon machten Leser regelmäßig ihrem Ärger über das Erscheinungsbild des Kreisels Luft.

Karsten Ziehm mit der Auszeichnung

Karsten Ziehm mit der Auszeichnung.

Quelle: Markus Kniebeler

Die Kritik verhallte nicht ungehört. Der Landesbetrieb Straßenwesen und der Landkreis entschlossen sich zu einer Runderneuerung – im wahrsten Sinne des Wortes. Mitte 2014 begannen die Panungen, Anfang 2015 waren die Arbeiten abgeschlossen. Und die positiven Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Die Anlage mit den verschiedenfarbigen Kiesschüttungen und den bunten, in Form einer Blume angelegten Beeten dazwischen, gefiel den Bürgern. Ziehm erinnert sich daran, dass Menschen ihn anriefen, die sich über den farbenfrohen Kreisel ehrlich freuten.

Bei der Umgestaltung habe man sich von dem Gedanken leiten lassen, einen Kreisverkehr zu schaffen, der einladend und freundlich wirke, so Ziehm. „Gerade im Bugajahr war es wichtig, den vielen Gästen einen positiven Eindruck der Stadt zu vermitteln“. Als Landesbetrieb Straßenwesen habe man die Gelegenheit genutzt, einen Beitrag zur Verschönerung des Stadt- und Landschaftsbildes zu leisten.

Das Besondere an dem Kreisel Curlandtstraße sei die Einbeziehung von Kies als Gestaltungselement, so Ziehm. Der setze einen Kontrast zu den bunt bepflanzten Beeten, der Gesamteindruck sei vielfältig und farbenfroh. Die Pflanz- und Kiesflächen seien vom Planer so angeordnet worden, dass das Bild einer Blume entstehe. Damit habe man bewusst Bezug genommen auf die Gartenschau mit ihrem Pflanzenreichtum.

Die Vermutung, der Kreisverkehr könne nun, wo die Buga vorbei ist, wieder vergessen und vernachlässigt werden, weist der Chef der Straßenmeisterei weit von sich. Auch ohne Gartenschau sei ein freundliches Stadtbild wichtig. Und zwar nicht nur für Besucher, sondern auch für die Rathenower. Viele von denen kämen schließlich täglich an dem Rund vorbei. Wenn die Passage die Stimmung hebe, dann habe der Kreisel seinen Zweck schon erfüllt.

Kreisel mit neuem Gesicht

Dier Verkehrskreisel in der Curlandstraße/Semliner Straße ist rund 300 Quadratmeter groß. Die Gestaltung soll ins Auge fallen, gleichzeitig soll der Pflegeaufwand so gering wie möglich gehalten werden. Zwischen den bepflanzten Flächen wird ein spezieller Schotter verteilt, der das Unkraut fernhalten soll.

Vor der Buga ließ der Landesbetrieb Straßenwesen einen zweiten Kreisverkehr im Westhavelland neu gestalten. Der Kreisverkehr an der Einmündung der B 188 in die B 5 wurde von einem monotonen Verkehrsbauwerk in einen farbenprächtigen Hingucker verwandelt.

 

Von Markus Kniebeler

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