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Havelland Premieren-Glanz im Haveltorkino
Lokales Havelland Premieren-Glanz im Haveltorkino
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11:40 15.12.2017
Kino-Preview mit den Stars des Films „Die Anfängerin" im Rathenower Haveltorkino. Quelle: Uwe Hoffmann
Rathenow

Am Mittwochabend fühlte sich auch einmal Rathenow im Glanz einer exklusiven Kinofilm-Preview. Zur Vorführung des Films „Die Anfängerin“ gaben sich die Hauptdarstellerinnen Ulrike Krumbiegel und Annekathrin Bürger sowie Eiskunstlauf-Weltmeisterin Christine Stübner-Errath und Regisseurin Alexandra Sell die Ehre. Zudem kam der britisch-stämmige Musiker Mick O’Reilly zur Preview, der unter anderem den Titel „The longest day“ zum Film beisteuerte.

Rund 200 Besucher kamen am Mittwochabend ins Rathenower Haveltorkino, um den Film „Die Anfängerin“ zu sehen. Die Hauptdarstellerinnen und der Regisseur kamen ebenfalls zu dieser exklusiven Premiere ins Havelland.

Knapp 200 Zuschauer saßen ab 19 Uhr gemeinsam mit den Filmprotagonisten in den Kinosesseln im Saal Eins und verfolgten die Geschichte der 58-jährigen Annebärbel Buschhaus (Ulrike Krumbiegel). Die erfolgreiche Allgemeinärztin führt die Praxis ihrer Mutter Irene (Annekathrin Bürger) weiter, als kurz vor Weihnachten Annebärbel von ihrem Mann Rolf (Rainer Bock) verlassen wird. Ihr sorgsam errichtetes Kartenhaus bricht zusammen.

Durch einen Zufall offenbart sich der Ärztin an der Eishalle des Olympiastützpunkts Berlin eine Welt voller Eleganz, Leichtigkeit und Freiheit, die sie bereits als Kind begeisterte. Auf den Spuren ihres Kindheitstraums zieht Annebärbel nach 50 Jahren erneut die Schlittschuhe an. Sie will ihr altes Leben hinter sich lassen und von vorn anfangen – sehr zum Missfallen ihrer Mutter, die ihr Lebenswerk, die Arztpraxis, in Gefahr sieht.

Eine echte Herausforderung für Christine Stüber-Errath

Annebärbel hingegen blüht inmitten einer Gruppe skurriler Hobbyeisläufer förmlich auf und findet in der Berliner Jugendmeisterin Jolina (Maria Rogozina) eine Vertraute, die ihr nicht nur auf dem Eis Sicherheit gibt. Als Annebärbel auf die gleichaltrige Eiskunstlauf-Weltmeisterin von 1974, Christine Stüber-Errath, trifft, die von Irene geradezu vergöttert wird, brechen alte Wunden auf. Annebärbel wird klar, dass sie sich emanzipieren muss, um wirklich frei zu sein.

„Ich verfolge das Projekt meines ersten Spielfilms seit 2010 und habe bei den Recherchearbeiten Christine Stüber-Errath schon 2011 kennengelernt. Heute sind wir enge Freundinnen“, schildert Alexandra Sell den langwierigen Werdegang ihres Films. „Ich möchte mit meinen Filmen Geschichten erzählen. Der Film hat eine Botschaft: Es ist nie zu spät seinen Traum zu verwirklichen, sein Leben zu ändern.“

Der Spielfilm ist keine Verfilmung des Lebens der Eiskunstlauf-Weltmeisterin Christine Stüber-Errath. Sie spielt eine Leistungssportlerin, die mit Mitte 50 wieder die Kufen unterschnallt und regelmäßig in einer Hobbyeislaufgruppe ihre Runden dreht. „Ich werde niemals sagen, dass ich eine Schauspielerin bin. Ich habe das Vertrauen bekommen, im Film mitzuwirken, spiele mich in einer Nebenrolle selbst. Das war eine echte Herausforderung und etwas ganz anderes, als vor der Fernsehkamera zu stehen“, sagt die langjährige Moderatorin der TV-Sendung „Außenseiter – Spitzenreiter“ und fügt hinzu: „Ulrike Krumbiegel bekommt von mir eine 6,0 für ihre Leistung auf dem Eis!“

Ab 18. Januar läuft „Die Anfängerin“ in den deutschen Kinos

„Ich habe früher Eiskunstlaufen, die Vierschanzentournee und andere Sportwettbewerbe mit Begeisterung im Fernsehen geschaut. Ich kannte Gaby Seyferth, Christine Errath, Kati Witt sowieso“, erzählt Ulrike Krumbiegel. „Für die Dreharbeiten hatte ich eine Eislauftrainerin und nur wenig Zeit fürs Training gehabt. Deshalb zeige ich in meiner Kür – ich wurde nicht gedoubelt – keine Sprünge. Der Film war eine schöne Herausforderung.“

„Es ist ein schöner Film über Neuanfänge, über Mut. Meine Filmtochter verwirklicht ihren Kindheitstraum mit 60. Das ist eine tolle Botschaft“, so Annekathrin Bürger.

Deutschlandweiter Kinostart für „Die Anfängerin“ im „farbfilm verleih“ ist der 18. Januar. Ab diesem Tag ist der Film auch im „Haveltorkino“ zu sehen.

Von Uwe Hoffmann

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