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Premnitz: 50 Plakate der AfD abgerissen

Landrats- und Bürgermeisterwahl Premnitz: 50 Plakate der AfD abgerissen

Im Stadtgebiet von Premnitz haben in der Nacht zum Mittwoch bislang unbekannte Täter rund 50 Wahlplakate der Alternative für Deutschland (AfD) abgerissen und zum großen Teil gestohlen. Betroffen ist die Wahlwerbung des AfD-Landratskandidaten Kai Gersch und des Premnitzer AfD-Bürgermeisterkandidaten Kai Berger.

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Kai Berger (AfD) mit den wenigen abgerissenen Wahlplakaten, die gefunden worden sind.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht zum Mittwoch in Premnitz rund 50 Wahlplakate der Alternative für Deutschland (AfD) abgerissen oder abgeschnitten. Die Taten ereigneten sich nur im Stadtgebiet von Premnitz, in den Ortsteilen Döberitz und Mögelin ist nichts beobachtet worden. In der gr0ßen Mehrzahl handelte es sich um Plakate von Kai Berger, dem AfD-Kandidaten der Premnitzer Bürgermeisterwahl am 10. April. Betroffen sind aber auch Plakate des AfD-Landratskandidaten Kai Gersch, der allerdings in Premnitz nicht so viel Wahlwerbung aufgehängt hatte wie der örtliche AfD-Bürgermeisterkandidat.

Plakate anderer Kandidaten sind in Premnitz nicht abgerissen worden

Die Polizeidirektion West hat bestätigt, dass dort eine Anzeige vorliegt, wonach von Dienstagabend, 20 Uhr, bis Mittwochmorgen, 9.30 Uhr, zirka 50 Wahlplakate „einer Partei“ entwendet worden sind. Die Pressestelle der Polizei weist darauf hin, dass von dort grundsätzlich keine Angaben gemacht werden, welche Parteien betroffen sind. Weil aber die Rede von nur einer Partei ist, kann daraus geschlossen werden, dass Wahlplakate anderer Kandidaten in Premnitz nicht abgerissen worden sind.

Im Landkreis Havelland hat es in den zurück liegenden Wochen einzelne Fälle gegeben, in den Wahlplakate geschändet wurden. In keinem Fall ist allerdings nur eine einzige Partei derart umfangreich angegriffen worden. Kai Gersch, Landratskandidat und Kreisvorsitzender der AfD, teilt dazu mit: „Das politische Klima wird eindeutig rauer, das zeigt sich unter anderem durch das Stehlen, Zerstören und Beschmieren von Wahlplakaten.“ Wer nicht willens sei, die demokratische Entscheidung der Bevölkerung zu akzeptieren, greife zu diesen Mitteln. Es sei nicht wirklich beruhigend, dass von dieser Entwicklung zwar besonders die AfD, aber auch andere Parteien betroffen seien.

Noch am Mittwoch gleich wieder neue Plakate aufgehängt

Zuerst bemerkt und bei der Polizei angezeigt hatte die Tat der Premnitzer Kai Berger. Als er am Morgen das Haus verlassen habe, berichtet er, sei ihm sofort aufgefallen, dass an der Heinrich-Heine-Straße die AfD-Plakate verschwunden sind. Der größte Teil der Plakate sei verschwunden, teilt er mit. Nur einige wenige seien gefunden worden. Ein paar hätten am Bahndamm gelegen, ein paar andere am Havelufer. Wie Kai Berger sagt, hat er noch am Mittwoch an den gleichen Stellen wieder neue AfD-Plakate aufgehängt. Glücklicherweise habe er reichlich Wahlplakate bestellt.

Auffällig ist, dass die AfD-Plakate aus einer Höhe von 2,50 bis drei Meter heruntergerissen worden sind. Ohne Hilfsmittel, wie beispielsweise eine Leiter, wäre das nicht möglich. Kai Berger berichtet, dass die Täter die Wahlwerbung anderer Parteien, die teils noch unter den AfD-Plakaten hing, unversehrt ließen. „Die Polizei hat eigentlich viel wichtigere Aufgaben, als nach Plakatdieben zu suchen“, findet Kai Berger, „aber man darf sich das nicht bieten lassen.“ Wahlwerbung gehöre zur politischen Willensbildung. Wer Plakate stehle oder zerstöre, habe aus seiner Sicht kein Demokratieverständnis.

Von Bernd Gesje

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