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Premnitz: Das sind die vier Bewerber

Bürgermeisterwahl Premnitz: Das sind die vier Bewerber

Die Siedlersparte Premnitz hatte am Mittwochabend alle vier Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 10. April zu einem Forum eingeladen. Der Saal der Oberschule war mit mehr als 200 Zuhörern gut gefüllt. Dann mussten Ralf Tebling (SPD), Christian Peter (CDU), Kai Berger (AfD) und Einzelbewerber Felix Burghardt sagen, was sie in Premnitz verändern wollen.

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Moderator Manfred Thomas (Mitte) mit den vier Kandidaten, von links Kai Berger (AfD), Ralf Tebling (SPD), Felix Burghardt (Einzelbewerber) und Christian Peter (CDU).

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Wer spät kam, musste stehen. Die Siedlersparte Premnitz hatte am Mittwochabend alle vier Kandidaten der Bürgermeisterwahl am 10. April zum Forum eingeladen und sehr viele Zuhörer kamen. Mit mehr als 200 Gästen war der Saal der Oberschule bestens gefüllt. Der Spartenvorsitzende Manfred Thomas moderierte die Veranstaltung und gab zu Beginn jedem Bewerber etwas Zeit für die Eigenpräsentation. Schnell wurde klar, wofür jeder steht und worin die Vorstellungen der Kandidaten sich unterscheiden.

Alle vier Kandidaten wollen eine Stadion-Tartenbahn

Einzelbewerber Felix Burghardt sagte, er würde sich städtebaulich mehr auf das Gebiet am See und am Dachsberg konzentrieren. Die Verwaltung müsse sich mehr zu einem Dienstleister entwickeln, ein mobiles Bürgerbüro könnte bei den Bewohnern zu Hause verschiedene Aufgaben lösen. Ein Mehrgenerationenhaus schwebe ihm vor und er gehe davon aus, dass sich alle vier Bewerber eine Tartanbahn im Stadion wünschen, um den „Glanz der alten Tage“ wieder zu erleben. Seine Tätigkeit als Fußball-Schiedsrichter für den TSV sowie als Vorstandsmitglied des Fördervereins der Dachsbergschule und des in Gründung befindlichen Fördervereins der Kita „Flax und Krümel“ ließ er nicht unerwähnt.

Ralf Tebling (SPD) befand, dass die Programme aller vier Kandidaten so sehr unterschiedlich gar nicht seien. Vieles hänge an den Finanzen, betonte er. Da sei es beachtlich, dass für Premnitz in den letzten Jahren stets ausgeglichene Haushalte vorgelegt werden konnten. Wolle man zehn Euro Fördermittel bekommen, sagte Ralf Tebling, dann müsse man stets selbst einen Euro dazu geben. Aber da sehe er die Stadt auf einem guten Weg. „Die Wohnung ist renoviert“, bezog er sich auf Premnitz allein. Nun sei das „Nebengelass“ dran: Den Ortsteilen Döberitz, Mögelin und auch der Siedlung müsse jetzt mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Unterschiede „gar nicht so groß“

Kai Berger (AfD) zeigte sich von der Kulisse beeindruckt. Es fiel ihm nicht leicht, seine Vorstellungen flüssig vorzutragen. Den Bau einer Umgehungsstraße sehe er nicht als gute Lösung an, hob er sich von seinen Mitbewerbern ab. Sie würde Premnitz nicht weiterbringen und nicht schneller mit Rathenow und Brandenburg verbinden. Er forderte mehr Polizeipräsenz im Ort und formulierte die Aufgabe, alle müssten mehr Obacht geben, damit nicht so viel Müll herum liege.

Christian Peter (CDU) zeigte sich locker. Er begrüßte seine künftigen Schwiegereltern im Saal und ratterte eine längere Reihe von Funktionen herunter, die er bei den Fußballern des TSV Chemie schon hatte, und vergaß nicht, seine Vorstandstätigkeit im Förderverein der Dachsbergschule und Mitlgiedschaft im Anglerverein zu erwähnen. Auf künftiges Baugeschehen bezogen, stellte er fest, er halte nichts davon, sich auf Gebiete festzulegen. „Wir sind dabei, einen Arbeitskreis Tourismus zu gründen“, teilte er mit. Wer mitwirken wolle, sei gern gesehen. Premnitz sei ein verschlafenes Städtchen, habe aber Potenzial. Was Ordnung und Sauberkeit betreffe, riet er, könne es etwas bringen, für die Aufsicht „externe“ Personen einzusetzen, die nicht in Premnitz wohnen.

Lösungsvorschlag für die „unechte Einbahnstraße“

Die Bewohner der Siedlung interessierte natürlich besonders, was die Kandidaten über eine Abschaffung der „unechten Einbahnstraße“ auf dem Kiefernweg denken. Kai Berger hatte bei früherer Gelegenheit betont, dass er gegen diese Regelung ist. Felix Burghardt sagte, der Landkreis werde seine verkehrsrechtliche Anordnung dazu sicher nicht zurück nehmen und auch der Landespetitionsausschuss habe das abgelehnt. Er bekam Beifall für seine Aussage, der Ausbau des Erlenwegs als generelle Zufahrt für die Siedlung könne eine Lösung sein.

Das sei auch sein Vorschlag, schloss sich Ralf Tebling an, wies aber darauf hin, dass dann wohl die Projekte Eichen-, Heide- und Akazienweg in der Siedlung zurück gestellt werden müssten. Christian Peter betonte, dass der Ausbau der Erlenweges für ihn nur eine Lösung sei, wenn auch die betroffenen Kleingartenpächter angehört würden.

Zu Schlussworten aufgefordert, richteten Christian Peter, Ralf Tebling und Felix Burghardt den Wunsch an die Zuhörer, am 10. April möglichst zahlreich zur Wahl zu gehen. Eine gute Orientierung dafür konnten die Gäste vom Forum der Siedlersparte auf alle Fälle mit nach Hause nehmen.

Von Bernd Geske

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