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Havelland Premnitz: Ein Quartett für den Chefsessel
Lokales Havelland Premnitz: Ein Quartett für den Chefsessel
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18:53 05.02.2016
SPD-Ortsvereinschef Felix Menzel (links) mit Ralf Tebling. Quelle: Joachim Wilisch
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Premnitz

Wenn am 10. April der Bürgermeister in der Stadt Premnitz zu wählen ist, dann können die Premnitzer aus einem Quartett auswählen. Wie aus dem Rathaus der Stadt Premnitz bekannt wurde, haben vier Bewerber ihre Kandidatur bekannt gegeben. Es handelt sich um drei Parteikandidaten und einen Einzelbewerber. Nun ist das Rennen um die besten Ideen und Visionen eröffnet.

Ralf Tebling hatte seine Kandidatur für die SPD zuerst bekannt gemacht. Das Mögeliner Sommerfest bildete die Kulisse. Zu dem Zeitpunkt ahnte der hier ebenfalls anwesende Unterbezirksvorsitzende und Kulturstaatssekretär Martin Gorholt noch nicht, dass er ebenfalls Kandidat sein würde am 10. April – wenn auch im Landratsrennen. Tebling hat seit der Wende in der Kreisverwaltung gearbeitet. Er leitet das Büro des Landrates und organisiert das parlamentarische Büro, wo Sitzungen terminiert und Tagesordnungen abgestimmt werden.

Sollte er Bürgermeister werden, so werde er einen Schwerpunkt in den beiden Ortsteilen Döberitz und Mögelin sehen, sagt Tebling. Ein zweites Thema, das Tebling im Wahlkampf anstoßen möchte, ist ein großes Rad. „Wir stehen für Beitragsfreiheit der Eltern in den Kindertagesstätten“, sagte Tebling. Wohl wissend, dass sich die Stadt Premnitz so etwas finanziell in den nächsten Jahren nicht erlauben kann.

CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Michael Koch (links) mit Christian Peter. Quelle: Joachim Wilisch

Christian Peter ist der Kandidat der CDU. Seine Partei setzt darauf, dass Premnitz schon immer einen CDU-Bürgermeister hatte. Zunächst mit Joachim Aurich, später mit Roy Wallenta, der sich als Parteiloser auf einem CDU-Ticket bewarb. Für die zweite Amtszeit trat Wallenta als unabhängiger Kandidat an. Pater möchte Premnitz zu einem lebenswerten Standort für Familien machen, die hier Arbeit haben und gut wohnen können. Die weitere Entwicklung des Industriegeländes liegt ihm ebenso am Herzen, wie den anderen Kandidaten.

Einzelbewerber Felix Burghardt. Quelle: Bernd Geske

Aus dem Umfeld der CDU entstammt auch der Einzelbewerber- Felix Burghardt.Er würde den städtebaulichen Bereich nicht mehr so wie bisher auf das Premnitzer Zentrum konzentrieren, sondern die Ortsteile Döberitz und Mögelin sowie das Dachsberggebiet und den Bereich am Premnitzer See in den Vordergrund rücken. In seiner Freizeit ist er Schiedsrichter des Nordostdeutschen Fußballverbandes und stellvertretender Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses im Fußballkreis Havelland.

Nummer vier ist – um das Quartett vollständig zu machen – Kai Berger, der für die Alternative für Deutschland antritt. Kai Berger hat Maschinist für Wärmekraftwerksanlagen gelernt, war 20 Jahre Automobilverkäufer und ist jetzt selbstständiger Unternehmer. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

AfD-Kandidat Kai Berger. Quelle: Privat

Nach seinen wichtigsten Schwerpunkten befragt, nennt Kai Berger zuerst die umstrittene Verkehrsregelung mit einer sogenannten „unechten Einbahnstraße“ auf dem Kiefernweg in der Premnitzer Siedlung. Wichtig sei für ihn, die Probleme und Wünsche von Kindern und Jugendlichen mehr zu berücksichtigen.

Was alle Kandidaten wollen: Die Kommunalpolitik soll weiter auf dem „Premnitzer Weg“ gehen. Damit wird beschrieben, dass sich in Premnitz der Bürgermeister stets darum bemüht hat die Politik mit allen SVV-Fraktionen ausgleichend zu gestalten. Die Vorsitzenden von CDU und SPD im Landkreis Havelland machen den Kandidaten ihrer Parteien Mut. Dieter Dombrowski: „Mit einem CDU-Bürgermeister ist man in Premnitz immer gut gefahren.“ Und Martin Gorholt: „Die SPD hat in Premnitz die Kommunalpolitik geprägt, jetzt sind wir auch mal beim Bürgermeister dran.“

Von Joachim Wilisch

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