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Vermisste 77-Jährige hinterlässt Abschiedsbrief

Suche an der Premnitzer Havel erfolglos Vermisste 77-Jährige hinterlässt Abschiedsbrief

Die als vermisst gemeldete Premnitzerin, deren Rollator eine große Suchaktion an und in der Havel ausgelöst hat, hinterließ offenbar einen Abschiedsbrief. Darin kündigte sie an, ins Wasser gehen zu wollen. Die Suche blieb bislang erfolglos. Ein Leichnam könnte von der starken Strömung weit weggetrieben werden.

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Die Suchen nach der vermissten Frau wurde Dienstagnachmittag abgebrochen.

Quelle: Markus Kniebeler

Premnitz. Mit einem Großaufgebot haben Rettungskräfte am Montag und Dienstag einen Havelabschnitt in Premnitz nach der 77-jährigen Frau abgesucht, die am Montagmorgen als vermisst gemeldet worden war. Am Dienstagabend wurde die Suche ergebnislos abgebrochen. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zum Verschwinden der Premnitzerin dauern noch an.

Nachdem bereits am Donnerstag der Havelabschnitt hinter der Alten Hauptstraße wegen eines dort gefundenen herrenlosen Rollators abgesucht worden war, wurden die Bemühungen am Montag noch einmal verstärkt. Am Morgen hatte der Lebensgefährte einer 77-jährigen Frau diese als vermisst gemeldet.

Abschiedsbrief gefunden

Als Polizeibeamte die Wohnung der allein lebenden Dame durchsuchten, fanden sie offenbar einen Abschiedsbrief, in dem der Gang ins Wasser angekündigt war. Feuerwehrleute aus Rathenow und Premnitz, Polizeikräfte, Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes und vor allem Taucher des ASB-Ortsverbandes Rathenow suchten den Fluss und die Uferbereiche daraufhin systematisch ab. Unterstützt wurden sie dabei von Rettungshunden der DLRG Hennigsdorf, die auf die Suche nach Leichnamen trainiert sind. Am Dienstag wurden die Bemühungen, einen Leichnam zu finden, fortgesetzt. Am späten Nachmittag brachen die Einsatzkräfte die Suche ergebnislos ab.

Besondere Technik im Einsatz

Rayk Sommer, Leiter der Taucherstaffel des ASB-Rathenow berichtete am Mittwoch, es seien zehn Taucher im Einsatz gewesen. Abwechselnd hätten diese, unterstützt von Echolot-Technik, den Flussabschnitt Quadratmeter für Quadratmeter abgesucht. Am Ende seien auf einer Strecke von rund 400 Metern Länge sowohl der Flussgrund als auch die Uferbereich durchkämmt worden. Die Bedingungen für die Taucher seien – abgesehen von der Kälte des Wassers – bei Sichtweiten von bis zu zwei Metern sehr gut gewesen. Auch sei das Flussbett in diesem Bereich kaum verschlammt, sondern bestehe aus einer festen Kieselschicht. „Weil die Sicht so gut war, können wir mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass sich in dem abgesuchten Abschnitt kein Leichnam befindet“, so Sommer.

Auch Taucher suchten nach der Frau

Auch Taucher suchten nach der Frau.

Quelle: M. Kniebeler

„Möglicherweise ist die Frau nicht gleich in Ufernähe ertrunken, sondern noch bis in die Flussmitte gelangt“, so Sommer weiter. Die Strömung der Havel sei momentan sehr stark, es könne also sein, dass der Körper weit flussabwärts mitgezogen worden sei. Es sei aus logistischen Gründen unmöglich, den flussabwärts gelegenen Havelabschnitt bis zur nächsten Barriere komplett mit Tauchern abzusuchen. Sollte die Taucherstaffel wegen konkreter Hinweise vorher noch einmal alarmiert werden, stehe diese für weitere Einsätze bereit, so Sommer.

Von Markus Kniebeler

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