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Premnitz erwartet Besuch aus Frankreich

Havelland Premnitz erwartet Besuch aus Frankreich

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Premnitz feiert ihr 20-jähriges Bestehen. Im August 1997 war der Verein gegründet worden, die Feier des Jubiläums findet aber erst beim diesjährigen Chansonabend am 27. Oktober statt. Elf Gäste aus der Region Seine-Tal in Frankreich werden mit dabei sein.

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Eine Aufnahme vom Besuch einer Delegation aus dem Caux Vallée de Seine zum Jahr der Deutsch-Französischen Freundschaft in Premnitz.

Quelle: DFG

Premnitz. Die Deutsch-Französische Gesellschaft Premnitz hat ihren alljährlichen Chansonabend im Herbst abgewartet, um ihr 20-jähriges Bestehen zu feiern. Die Gründungsveranstaltung des Vereins hatte zwar bereits am 23. August 1997 stattgefunden. Doch wie sollte man die Partnerschaft mit französischen Bürgern besser feiern als mit dem Anhören von ein paar wunderbaren Liedern aus dem Mutterland des Chansons?

Im Beisein von elf Gästen aus dem Caux Vallée de Seine wird das Jubiläum am Freitag mit einem „Französischen Abend“ im Gasthof Premnitz gefeiert. Die Gruppe Pause-Café aus Lillebonne singt Stücke von Brel, Piaf, Ferret und Brassens – alle 105 Karten sind aber schon vergeben, die Veranstaltung ist ausverkauft.

Am Donnerstag gibt es einen Begrüßungsabend in privatem Rahmen für die Gäste aus Frankreich. Am Samstagvormittag geht es um 10 Uhr ins Haveltorkino zum Treffen der „Freunde von Europa“ zur Matinée mit dem französischen Film „Frantz“. Am Nachmittag unternehmen die Premnitzer mit ihren Gästen eine Kremserfahrt durch den Wald nach Pritzerbe und am Sonntag machen machen diese sich schon wieder auf die 1 100 Kilometer lange Fahrt in ihre Heimat.

Am 25. November reist dann eine sechsköpfige Gruppe der Premnitzer Gesellschaft ins Caux Vallée de Seine zum Gegenbesuch, weil ihre Partnergesellschaft dort ihr 25-jähriges Bestehen feiert.

Premnitz hat seit 50 Jahren Kontakte nach Frankreich

1997 ist in Premnitz zwar die Deutsch-Französische Gesellschaft gegründet worden, doch hat die Stadt bereits seit 50 Jahren Kontakte nach Frankreich. Schon 1967 war ein war ein Freundschaftsvertrag mit der Stadt Petit Quevilly unterzeichnet worden. Hintergrund: Frankreich war damals das erste Land der westlichen Welt, das die DDR diplomatisch anerkannt hatte. Immer wieder mal kamen in jenen Jahren Gruppen aus Frankreich nach Premnitz, doch beschränkten sich die Gegenbesuche in Zeiten der Mauer auf Reisen des Bürgermeisters.

Im Laufe der Jahre haben sich die Kontakte der Premnitzer auf die ganze Region erweitert. Es ist das Seine-Tal, in der Landessprache das Caux Vallée de Seine. Besonders enge Beziehungen haben sich zu den Städten Bolbec und Lillebonne entwickelt.

Am 4. Mai 2016 war die Deutsch-Französische Gesellschaft Premnitz anlässlich des Europatages mit der Europaurkunde ausgezeichnet worden. „Sie leben Europa“, hatte der Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland in seiner Laudatio gesagt: „Sie sind ein Vorbild für uns alle.“ Franziska Deike-Leyrer, die Präsidentin der Gesellschaft, und Wolfgang Hundt, ihr Ehrenpräsident, nahmen die Auszeichnung entgegen.

2016 mit der Europaurkunde ausgezeichnet

Am 23. August 1997 fand die Gründungsversammlung der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG) Premnitz statt.

Zehn Mitglieder hatte der Verein damals, heute sind es 40.

Kontakte nach Frankreich hat die Stadt Premnitz aber schon seit 1967. Sie ging damals einen Partnerschaftsvertrag mit der Stadt Petit Quevilly ein.

Am 5. Mai 2016 ist die DFG Premnitz anlässlich des Europatages mit der Europaurkunde ausgezeichnet worden.

Erste Vereinsvorsitzende der DFG war 1997 Iris Bernstein. Es folgten Birgit Wienert, Wolfgang Hundt und 2016 Franziska Deike-Leyrer.

„Es ist eine gewachsene Freundschaft, die uns mit den Menschen im Caux Vallée de Seine verbindet“, sagt Wolfgang Hundt, „die Beziehungen sind über die Jahre immer weiter gewachsen.“ Als jüngstes Element sei im Dezember 2015 eine Partnerschaft der Feuerwehren in Premnitz und Lillebonne gegründet worden.

Ein Höhepunkt der Partnerschaft waren 2013 anlässlich des Elysée-Vertrages vor 50 Jahren zwei Ausstellungen in den Rathäusern von Premnitz und Rathenow, an denen sich die französischen Maler Claude Sellincourt und Jacques Le Squeren beteiligten. Im Oktober/November 2016 stellten die havelländischen Malerinnen Ute Arndt, Jordis Hammer und Annelie Knobloch in Lillebonne aus.

Als Start ins Jubiläumsjahr hatte die Deutsch-Französische Gesellschaft im Januar im Premnitzer Rathaus eine Fotoausstellung über ihre Geschichte eröffnet. Der nächste Mosaikstein soll nun 2018 die Begründung einer Partnerschaft der Premnitzer Oberschule mit einem Lyzeum im Seine-Tal sein.

Von Bernd Geske

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