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Premnitz rüstet sich für neue Kostensteigerung

Bundesgartenschau in der Havelregion Premnitz rüstet sich für neue Kostensteigerung

Nachdem der Buga-Verband eine Erhöhung des Defizits von 10,2 auf 12,2 Millionen Euro bekannt gegeben hat, reagierte die Stadt Premnitz sofort. Nachträglich zu den Unterlagen für die neue Sitzungsrunde hat die Verwaltung eine weitere Vorlage heraus geschickt. Der Premnitzer Anteil am Verlust wächst um 112 600 auf nun 892 600 Euro.

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Schön war die Buga in Premnitz, und jetzt wird sie immer teurer.

Quelle: Amanda Hasenfusz

Premnitz. Nun schon zum dritten Mal hebt die Stadt Premnitz die finanzielle Rückstellung an, um ihren Anteil am erneut wachsenden Defizit der Bundesgartenschau begleichen zu können. Mittlerweile hat sich der noch vor dem Buga-Jahr auf zunächst 560 000 Euro kalkulierte Betrag für einen später zu erwartenden Defizit-Ausgleich auf jetzt 892 600 Euro erhöht. Nachdem der Buga-Zweckverband vor wenigen Tagen den in seinem 2. Nachtragshaushalt ausgewiesenen Fehlbetrag von 10,2 Millionen Euro nun auf 12,2 Millionen Euro angehoben hat, reagierte die Stadt Premnitz sofort. Nachträglich zu den bereits versendeten Unterlagen für die neue Sitzungsrunde, die am Dienstag beginnt, schickte die Verwaltung am Freitag eine weitere Beschlussvorlage dazu heraus, wie das gewachsene Buga-Defizit beglichen werden soll.

Der gesamte Verlustausgleich ist im Jahr 2016 zu zahlen

Entsprechend ihrer Einwohnerzahl im Verhältnis zu den anderen vier Ausrichterkommunen muss die Stadt Premnitz 7,34 Prozent des Defizits der Gartenschau aufbringen. Der gesamte anfallende Verlustausgleich muss im Jahr 2016 gezahlt werden. Durch den zuletzt gemeldeten Gesamtanstieg von 10,2 auf 12,2 Millionen Euro ergibt sich für die kleine Stadt ein neuerlicher Mehrbedarf von 112 600 Euro. Wie die Verwaltung mitgeteilt hat, soll dieses Geld durch erwartete Mehreinnahmen in der Gewerbesteuer aufgebracht werden. Ob die Gewerbesteuer am Ende des Jahres tatsächlich den geplanten Wert erreicht sei jetzt noch nicht sicher, so die Verwaltung. Deshalb sollen außerdem zusätzlich zur Erheblichkeitsgrenze von 50 000 Euro im Haushalt weitere 62 600 Euro bei den Sach- und Dienstleistungen bis Ende September 2016 gesperrt werden. Diese Sperre soll sofort aufgehoben werden, wenn die Gewerbesteuer die geplante Höhe erreicht.

Zusätzlich erhöhte Rücklage reichte auch noch nicht aus

Nach der Bekanntgabe des 1. Nachtragshaushaltes für die Buga im September, als das Defizit auf 10,2 Millionen Euro stieg, hatte die Stadt ihre erste Rückstellung von 560 000 Euro zweimal angehoben. Die Premnitzer hätten gemäß Buga-Nachtragshaushalt nun 743 000 Euro aufbringen müssen. Mit einem ausdrücklichen Verweis auf „kaufmännische Vorsicht“ überzeugte jedoch die Verwaltung ihre Stadtverordneten davon, gleich noch weitere 37 000 Euro zurück zu legen. Als Grund wurde genannt, vom Buga-Verband geplante Besucherzahlen würde nicht erreicht. Wie sich nun gezeigt hat, reichte diese freiwillig zusätzlich erhöhte Rücklage immer noch nicht aus.

Von Bernd Geske

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