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Premnitz sucht vor allem qualifiziertes Personal

Havelland Premnitz sucht vor allem qualifiziertes Personal

Vor einem Jahr hatte der gerade in Pension gegangene frühere Premnitzer Bürgermeister Roy Wallena die Teilzeit-Aufgabe als Standortmanager für die Stadt übernommen. Nun zieht er erstmals Bilanz: Seite Hauptaufgabe war, sich um Facharbeitersicherung und Nachwuchsgewinnung zu kümmern.

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Roy Wallenta organisierte als Standortmanager erstmals für Studenten der TH Brandenburg eine Fahrt zu Unternehmen Industriepark. Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Kaum war er in Pension gegangen, da hatte der frühere Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta schon eine neue Tätigkeit im Sinne seiner Stadt übernommen. Seit dem 1. November 2016 ist er für die Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz (AFP) als Standortmanager im Einsatz. Er macht das aber nur in Teilzeit und erhält dafür ein geringes Honorar. Nach einem Jahr hat er auf Nachfrage dieser Zeitung eine erste Bilanz gezogen.

Als erste große Aufgabe habe sich die Fachkräftesicherung und Nachwuchsgewinnung herausgestellt, teilt Roy Wallenta mit. Nachdem er mit den Unternehmen Kontakt aufgenommen hatte, sei das schnell klar geworden. Deshalb soll die Zusammenarbeit der Unternehmen des Industrieparks mit der Oberschule Premnitz ausgebaut werden, die ja auch ein Praxisprofil hat. Einige Unternehmen hätten sich bereits an den alljährlichen Berufemärkten in der Oberschule beteiligt, berichtet der Standortmanager. Ihm gegenüber hätten nun noch weitere Betriebe erklärte, sich daran beteiligen zu wollen.

Roy Wallenta vor einer Luftaufnahme des Industrieparks

Roy Wallenta vor einer Luftaufnahme des Industrieparks.

Quelle: Bernd Geske

In seinen Unternehmergesprächen hätten ihm zudem Verantwortliche zugesagt, im sogenannten Mittagsband der Oberschule nach dem Unterricht mit Präsentationen ihrer Firmen vor Schülern der 9. und 10. Klassen aufzutreten. Im nächsten Frühjahr soll es außerdem für die 8. Klassen erstmals eine Orientierungstour zu den Unternehmen im Industriepark geben, die dann über die Jahre kontinuierlich fortgeführt werden soll.

Als eine seiner ersten Veranstaltungen als Standortmanager hatte Roy Wallenta in diesem Frühjahr für Studenten der TH Brandenburg eine Bustour zu Unternehmen im Industriepark organisiert. 20 junge Leute haben sich über die dortigen Karrieremöglichkeiten informiert. Im nächsten Frühjahr soll es wieder so eine Veranstaltung geben.

In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter wird gegenwärtig verstärkt versucht, Empfänger von Arbeitslosengeld 2 in Betriebe des Industrieparks zu vermitteln. Ein vierwöchiges Praktikum ist als Einstieg vorgesehen. Hauptzielgruppe sind Flüchtlinge, die eine Aufenthaltserlaubnis bekommen haben. Vier Betriebe machen bislang mit. In der nächsten Woche gibt das Jobcenter bekannt, welche Personen ausgewählt worden sind. Dann soll es zeitnah ins Praktikum gehen. Im Idealfall bleiben einige Teilnehmer in den Betrieben haften.

Der Industriepark Premnitz

Roy Wallenta hat am 1. November 2016 die Aufgabe als Standortmanager übernommen.

In seiner Zuständigkeit ist gleich zu Beginn ein neuer Flyer mit Informationen über den Industriepark erstellt worden.

Einen neuen Internetauftritt gibt es auch: www.ipp-premnitz.de.

Der Industriepark ist insgesamt 209 Hektar groß.

Sofort verfügbar sind 29 Hektar.

Der Richtpreis für voll erschlossene Flächen liegt bei zwölf Euro pro Quadratmeter.

Erreichbar ist Roy Wallenta unter Telefon 03386/ 212 79 26 und per Mail über kontakt@ipp-premnitz.de

„Wir haben festgestellt“, sagt Mathias Hohmann, Geschäftsführer der AFP, „dass uns Messeteilnahmen und Angebote im Internet wenig bringen, um neue Unternehmen in den Industriepark zu locken.“ Mit Blick auf die Wirtschaftsförderung Brandenburg habe man feststellen müssen, dass es dort keine klaren Strukturen gibt, nach welchen Kriterien Anfragen von Unternehmen, die sich ansiedeln wollen, bearbeitet werden. Man versuche nun, die Wirtschaftsförderung des Landes besser mit dem Standort Premnitz vertraut zu machen.

„Wir sind der festen Überzeugung“, sagt Roy Wallenta, „dass den Unternehmen, die nach einem Standort suchen, hier eine feste Ansprechmöglichkeit geboten werden muss.“ Wer sich für Premnitz interessiere, müsse unverzüglich kompetente Antworten erhalten. Es sei sicher, dass die wirtschaftliche Entwicklung sich von Berlin aus über kurz oder lang weiter in die Umgebung hinein fortsetzen wird. Roy Wallenta resümiert: „Wir sehen uns dafür in Premnitz gut aufgestellt.“

Von Bernd Geske

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