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Havelland Premnitz treibt den Stadtumbau weiter voran
Lokales Havelland Premnitz treibt den Stadtumbau weiter voran
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11:15 27.02.2018
Es gibt gute Chancen, dass der Abriss des alten Gesundheitszentrums in diesem Jahr beginnen kann. Quelle: Bernd Geske

Die Stadt Premnitz treibt ihren Stadtumbau auf drei verschiedenen Wegen voran. Dieses breit aufgestellte Vorgehen ist angebracht, weil die langfristigen Prognosen ihr bis zum Jahr 2030 ein weiterhin erhebliches Schrumpfen der Bevölkerung vorhersagen. Man geht davon aus, dass für Premnitz ohne die Ortsteile die Einwohnerzahl von jetzt rund 6 500 auf 5000 sinkt. Das würde zur Folge haben, dass rund 1000 Wohnungen abgerissen werden müssten, um den Leerstand in einer kleinen Größenordnung zu halten.

Nicht zu vergessen ist, dass die Stadt so schnell wie möglich das alte Gesundheitszentrum an der Friedrich-Engels-Straße 6 abreißen will. Das steht leer seit Juli 2017, nachdem das neue Gesundheits- und Familienzentrum im Stadtzentrum und das Diakonisch-Medizinische Zentrum an der Friedrich-Engels-Straße 5a eröffnet worden sind.

Seit 2003 beteiligt an Stadtumbau I und II

Von 2003 an nahm Premnitz teil an den Programmen Stadtumbau I und II. Sie nahm Fördermittel in Millionenhöhe in Empfang und konnte auf diesem Wege den Abriss von 938 Wohnungen bewerkstelligen. Wie die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Kapitza berichtet, setzt Premnitz derzeit auf drei verschiedene Programme des Stadtumbaus, um die nächsten Aufgaben zu bewältigen.

Die WBG Premnitz hat 180 Wohnungen an der Bunsenstraße im Jahr 2016 abreißen lassen. Quelle: Bernd Geske

Gerade begonnen hat die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG) mit dem Abriss von einem Wohnblock mit 32 Einheiten am Mühlenweg. Im Sommer soll dort der Abriss eines zweiten PWG-Blocks beginnen. Gefördert wird die Maßnahme aus dem Programm „Rückbau in kleineren Städten“, das von 2014 bis 2019 läuft.

Das Land hat 20 000 Euro für die Abrissplanung bewilligt

Der größte Brocken ist aber der Rückbau des alten Gesundheitszentrums, das samt Grundstück der Stadt Premnitz gehört. Das Land hatte sein Wohlwollen gegenüber dieser Maßnahme bereits gezeigt, als es im vergangenen Jahr 20 000 Euro für die Abrissplanung des Objektes bewilligte. Diese Planung ist bereits fertig, und deren baufachliche Prüfung hat einen beachtlichen Kostenberg von rund einer Million Euro ergeben.

Trotzdem ist Carola Kapitza zuversichtlich, wie üblich zwei Drittel der Summe durch Stadtumbau-Fördergelder vom Land bekommen zu können. Fest ins Auge gefasst sind hier Mittel aus dem Stadtumbau II, die von anderen Kommunen an das Land zurück gegeben werden. Premnitz selbst hat seine ureigensten Mittel aus diesem Programm, das bis 2018 läuft, zwar schon lange ausgeschöpft. Doch scheint die Hoffnung auf Rückgabegelder nicht unberechtigt. Zur Buga 2015 hatte die Stadt ihren neuen Grünzug durch das Stadtzentrum auch schon durch Rückgabe-Mittel finanzieren können.

Der Rückbau soll 2018 und 2019 über die Bühne

„Wir erwarten im ersten Quartal vom Land eine Konkretisierung“, teilt Carola Kapitza mit, „und wir sind optimistisch, dass wir in diesem Jahr am Gesundheitszentrum anfangen können.“ Der Plan sei, den Rückbau in den Jahren 2018 und 2019 über die Bühne zu bringen. Die Arbeiten müssten mit der Umverlegung einer Fernwärmeleitung beginnen. Diese führe derzeit noch über das Grundstück hinweg und müsste sowieso erst außen herum neu verlegt werden, bevor der richtige Abriss beginnen kann.

Auf die etwas fernere Zukunft gezielt wird in Premnitz auch noch. Im Jahr 2019 beginnt das Land nämlich mit seinem Stadtumbauprogramm III und hier möchte Premnitz mit dabei sein. Nach einer Empfehlung des zuständigen Landesamtes soll die Stadt dafür eine Stadtumbau-Strategie erarbeiten, die bis 2030/2035 reichen sollte. Diese würde als Grundlage natürlich das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Insek) haben, dass die Stadtverordneten 2016 beschlossen haben.

Bis Herbst eine Strategie für das Programm Stadtumbau III

Die Strategie zur Aufnahme in Stadtumbau III soll präziser als das Insek gefasst werden und Abrissprojekte genau benennen. Das Land will wissen, an welchen Stellen die Stadt sich Aufwertungsmaßnahmen vorstellen kann. Beispielsweise wäre denkbar, das Gebiet um den See als Erholungsbereich neu zu gestalten. Bis zum Herbst dieses Jahres muss die Stadt die nächste Stufe ihrer Umbau-Strategie beim Land einreichen. Zuvor müssten die Stadtverordneten diese beschließen. Carola Kapitza geht davon aus, dass ein qualifiziertes Projekt auf die Beine gestellt werden kann.

Von Bernd Geske

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