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Premnitz AFP und Stadtwerke feiern 25-jähriges Bestehen
Lokales Havelland Premnitz AFP und Stadtwerke feiern 25-jähriges Bestehen
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14:26 30.05.2018
Ein Tätigkeitsbereich der AFP ist heute die Versorgung von Hartz-IV-Empfängern mit Wohnraum. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Die Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz (AFP) und die Stadtwerke Premnitz gibt es seit 25 Jahren. Am 3. Juni 1993 ist der Gesellschaftervertrag für die Stadtwerke unterzeichnet worden und am 9. Juni 1993 geschah das gleiche für die AFP.

Am Sonnabend, dem 2. Juni, richten die beiden Unternehmen aus diesem Grund vor dem Industrieparkzentrum, dem Sitz der AFP, ein „Prem Rock“-Festival aus. Ab 19 Uhr spielen die Bands Mehrweg, Gehrock und Saitensprung. Die Idee einer gemeinsamen Feier von zwei eigentlich recht verschiedenen Unternehmen lag gewissermaßen auf der Hand, weil Mathias Hohmann, von Anfang an Geschäftsführer der AFP, seit August 2013 auch Geschäftsführer der Stadtwerke Premnitz ist.

Mathias Hohmann, Geschäftsführer der AFP und der Stadtwerke Premnitz. Quelle: Bernd Geske

„Wir organisieren die Veranstaltung als Dank für unsere Unterstützer, Partner und Freunde“, erklärt Mathias Hohmann, „alle sollen kommen.“ Eintritt sei frei, eine Tanzfläche werde gelegt. Getränke und Speisen vom Grill gebe es zu verträglichen Preisen. Er werde kurz zur Begrüßung ein paar Worte sagen, Festreden seien nicht geplant. Musik gebe es bis 1 Uhr.

Die AFP ist seinerzeit aus einer Not heraus geboren worden. 1992 war der Plan bekannt geworden, die Märkische Faser AG (MFAG) zu schließen und die bis zu dem Zeitpunkt noch verbliebene Belegschaft von 2150 Beschäftigten vollständig zu kündigen. Durch Proteste und eine Betriebsbesetzung gelang es der Belegschaft, einen Kündigungsschutz bis 1993 zu erreichen.

AFP als Auffanggesellschaft für Beschäftigte der Faser AG

Die Fortführung der MFAG war aber nur zugesagt worden unter der Bedingung, dass 530 Beschäftigte entlassen werden. Für sie ist die AFP als Auffanggesellschaft gegründet worden. Ihr Geschäftsführer wurde Mathias Hohmann, der bis dahin Vorsitzender des Betriebsrats der MFAG gewesen war. Als erste Aufgaben wurden über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen fünf still gelegte Chemieanlagen auf dem Werksgelände zurück gebaut. Bis Ende der neunziger Jahre wuchs die AFP sogar auf eine Zahl von über 1000 Beschäftigten. Ihr Haupttätigkeitsfeld war der Rückbau – im Premnitzer Industriegebiet, aber zunehmend auch außerhalb. Viel im Olympischen Dorf bei Dallgow-Döberitz.

Gegenwärtig hat die AFP noch über 100 Beschäftigte. Der größte Teil von ihnen ist über Ein-Euro-Jobs bei der Bereitstellung und Herrichtung von Wohnraum für Hartz-IV-Empfänger tätig. Unter dem Stichwort „Möbelbörse“ laufen die Annahme und das Aufstellen von Einrichtungsgegenständen.

Tätigkeiten für die Kommunen im Westhavelland

Ein weiteres Feld sind derzeit Kräfte für Arbeiten im Grünbereich und andere Hilfstätigkeiten für die Kommunen Premnitz, Rathenow, Milower Land, Nennhausen und Rhinow. Auch in Kyritz (21) und Ketzin (6) sind geförderte Arbeitskräfte der AFP im Einsatz.

Die AFP ist gegründet worden als kommunale Beschäftigungsgesellschaft. Ihre Gesellschafter wurden zu je 45 Prozent die Stadt Premnitz und der Kreis Havelland, zu zehn Prozent die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie.

In Zuständigkeit der AFP ist 2000/2001 auch das Wikingerschiff „Freyja“ gebaut worden. Für die Landesgartenschau in Rathenow folgte 2005/2006 der Kaffenkahn „Friederike“ nach. Die AFP ist auch Träger des Lotsendienstes für Gründer im Havelland. Sie hat 2013 das Betreiben der Premnitzer Bibliothek und die Betriebsführung des Freibades übernommen. Nicht zuletzt ist dort seit 2016 der pensionierte Bürgermeister Roy Wallenta als Standortmanager für Premnitz tätig.

Von Bernd Geske

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