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Premnitz Anbau der Dachsbergschule wird teurer
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14:33 27.09.2018
Der Anbau an der Dachsbergschule in Premnitz ist deutlich teurer geworden. Die Stadtverordneten haben die Mehrausgabe genehmigt. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Der Anbau an der Dachsbergschule hat ein finanzielles Nachspiel. Allgemein herrschte in Premnitz große Freude, weil das Bauprojekt trotz eines engen Zeitplans rechtzeitig zum Schuljahresbeginn im August fertig geworden ist. Jetzt hat das Projekt ein finanzielles Nachspiel, das nicht ganz so erfreulich ist.

Wie die Verwaltung den Stadtverordneten mitgeteilt hat, hat sich nach der Endabrechnung die Bausumme um einen stattlichen Betrag erhöht. Von zunächst veranschlagten 300 000 Euro ist die Summe auf 403 000 Euro gestiegen. Weil diese Kostenüberschreitung über dem vorgeschriebenen Grenzwert in der Haushaltssatzung liegt, mussten die Stadtverordneten die Mehrausgabe mit einem Beschluss bestätigen. Das haben sie dann auch mit einem einstimmigen Ergebnis gemacht.

Der Anbau an der Dachsbergschule kostet 103 000 Euro mehr. Quelle: Bernd Geske

In ihrer Begründung zur Beschlussvorlage hat die Verwaltung aufgelistet, auf welche Weise die Mehrkosten zustande gekommen sind: Einzelpreise waren entscheidend höher als in der Kostenschätzung. Es gab unerwartete Auflagen durch die Prüfstatik und die Baugenehmigung. Nachträge ergaben sich beim erweiterten Rohbau, zum Beispiel durch eine erforderliche Baugrundverbesserung und die Entsorgung von Bauschutt, der „extrem belastet“ war.

Auflagen des Wärmeschutzprüfingenieurs führten auch zu höheren Kosten, etwa für die Wärmeschutzverglasung und Sonnenschutzlamellen. Auflagen des Brandschutzprüfers trugen ebenfalls zur Kostensteigerung bei. Es hatte zudem einen Änderungswunsch der Hortverantwortlichen gegeben, die den vorgesehenen Grundriss und die Tür zum vorhandenen Gebäude betraf.

Aufzugsschacht schon vorbereitet

Nicht zuletzt werden die Mehrkosten begründet durch die Vorbereitung eines Aufzugsschachtes und die Ausführung der Regenentwässerung so, dass sie gleich für den komplettierten Anbau reicht. Bekanntlich ist bereits festgelegt worden, dass auf den neuen Anbau im Erdgeschossbereich im nächsten Jahr noch zwei Obergeschosse draufgesetzt werden. Da jedes Geschoss drei neue Räume enthält, würde die Schule zum Schulstart 2019 dann neun neue Räume besitzen.

Die Stadtverordneten ließen sich durch die Kostensteigerung um ein Drittel der veranschlagten Summe nicht aus der Ruhe bringen. Der Abgeordnete Oliver Paulick (CDU) stellte aber fest, die Angaben der Verwaltung über die Mehrausgaben finde er sehr allgemein. Er würde gern genauere Zahlen haben. Bürgermeister Ralf Tebling (SPD) antwortete, eine detaillierte Aufschlüsselung könne natürlich geliefert werden. Er schlug vor, das im nächsten Hauptausschuss zu machen. Damit war Oliver Paulick einverstanden.

Mehrkosten sind förderfähig

Als angenehmer Nebeneffekt wurde registriert, dass auch die Mehrkosten für den Anbau förderfähig sind. War ursprünglich eine Fördermittelsumme von 145 000 Euro vorgesehen, wird sich der Betrag nun auf fast 180 000 Euro erhöhen. Somit steigt der Fördermittelbetrag um rund 35 000 Euro. Was wiederum bedeutet, dass sich bei insgesamt 103 000 Euro mehr der Eigenanteil der Stadt „nur“ um gut 68 000 Euro erhöht.

Diesen Betrag kann die Stadt unschwer aufbringen. Er soll aus Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer beglichen werden. Gegenwärtig geht man in der Verwaltung davon aus, dass bei der Gewerbesteuer für 2018 mit Mehrerträgen von 800 000 Euro zu rechnen ist.

Von Bernd Geske

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