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Premnitz Baubeginn für zweite Verbrennungslinie im Frühjahr
Lokales Havelland Premnitz Baubeginn für zweite Verbrennungslinie im Frühjahr
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14:27 14.02.2019
Nicht mehr lange dauert es, dann wird der Kessel der zweiten Verbrennungslinie von EEW Premnitz angeheizt. Quelle: Steinmüller Babcock Environment GmbH
Premnitz

Die größte privatwirtschaftliche Investition der letzten Jahre im Westhavelland geht von der Genehmigungsphase in die praktische Verwirklichung über. In wenigen Wochen beginnt die EEW Premnitz GmbH mit dem Bau einer zweiten Linie an ihrer Müllverbrennungsanlage im Industriepark Premnitz.

EEW-Geschäftsführer Klaus Piefke bestätigt, dass die Einrichtung der Baustelle im Frühjahr beginnen soll. „Damit starten wir nicht nur die Bauarbeiten zur Errichtung der 2. Linie“, ergänzt er, „die Bauphase wollen wir nutzen, unseren weithin sichtbaren Abfallbunker zu renovieren.“ Durch seine künftige Gestaltung solle der Bunker ein echter Hingucker werden. Die Gespräche über die Ausführung seien weit fortgeschritten.

Die Steinmüller Babcock Environment GmbH hat den Auftrag bekommen, für 60 Millionen Euro eine neue Verbrennungslinie in Premnitz zu bauen.

Die Öffentlichkeit werde am Sonnabend, dem 22. Juni, die Gelegenheit erhalten, sich einen Eindruck von der Baustelle zu verschaffen, kündigt Klaus Piefke an. An diesem Tag lade der ganze Industriepark zu einem Tag der offenen Tür ein. EEW nehme das zum Anlass, Besucher durch die Anlage zu führen und ihnen Einblicke in das Baugeschehen zu ermöglichen.

EEW Premnitz plant mit einer Investitionssumme von 60 Millionen Euro. Der Auftrag für die Errichtung der zweiten Linie ist bereits vergeben an die Steinmüller Babcock Environment GmbH (SBENG), die ihren Sitz in Gummersbach im Bundesland Nordrhein-Westfalen hat. Wie das Unternehmen mitteilt, umfasst der Leistungsumfang die Planung und Errichtung einer Kesselanlage inclusive Rost und Nebenanlagen. Die Inbetriebsetzung sei für Mitte 2021 geplant.

Ausgelegt für Brennstoffmix

Die erste Verbrennungslinie galt bei ihrer Errichtung vor zehn Jahren als eine der modernsten Anlagen für die energetische Verwertung von hochkalorischen Ersatzbrennstoffen in Europa, betont SBENG. Die zweite Linie werde für einen Brennstoffmix aus Hausmüll, Gewerbeabfällen und Ersatzbrennstoffen ausgelegt. Vorgesehen sei ein Durchsatz von 150 000 Tonnen im Jahr und eine Leistung von 56 Megawatt thermische Leistung.

Ein geringer Teil der produzierten Energie soll für den Eigenbedarf genutzt werden. Der größte Teil geht in Form von Prozessdampf, Fernwärme und elektrischer Energie zu den örtlichen Industriekunden und Haushalten. Der Auftrag in Premnitz symbolisiere für Steinmüller Babcock die Fortsetzung einer sehr guten Zusammenarbeit mit der EEW-Gruppe, teilt das Unternehmen mit. Zuletzt habe man die EEW-Anlage in Delfzijl (Niederlande) um eine Linie erweitert. Aktuelle Projekte, die SBENG realisiere, seien Anlagen in Vilnius (Litauen), Högbytorp (Schweden) und San Sebastian (Spanien).

1200 Referenzanlagen weltweit

Steinmüller Babcock Environment stehe für Spitzentechnologie in der thermischen Abfallverwertung und Rauchgasreinigung, schreibt das Unternehmen über sich selbst. Dafür stünden mehr als 1200 Referenzanlagen weltweit. Gebaut hat es schon in China, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Korea, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Russland, Schweden, der Schweiz, Singapur, der Slowakei, Spanien, Taiwan, der Tschechischen Republik, Ukraine, Ungarn und den USA. Die meisten Anlagen hat es in Deutschland errichtet.

Die Luft rund um die Anlagen sei nachweislich sauber, dafür sorgten moderne Rauchgasreinigungsanlagen, versichert SBENG. Abfallbehandlungsanlagen unterlägen den höchsten Auflagen in Bezug auf die zulässigen Emissionen. Sie produzierten Abgase, die oftmals sauberer seien als die Umgebungsluft.

Von Bernd Geske

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