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Premnitz Bestwert: 420 Pakete für Kinderheim in Rumänien
Lokales Havelland Premnitz Bestwert: 420 Pakete für Kinderheim in Rumänien
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12:50 08.05.2018
Die Heimkinder in Zsobok vor dem Laster aus dem Westhavelland, der ihnen die Hilfspakete gebracht hat. Quelle: privat
Premnitz

Die sechste Hilfsaktion der Evangelischen Kirchengemeinde Premnitz für das Kinderheim im rumänischen Dorf Zsobok hat einen neuen Höchstwert gebracht. 420 Pakete mit haltbaren Lebensmitteln und Bekleidung konnten auf die 1350 Kilometer lange Reise geschickt werden. Bisheriger Rekord: 380.

Weitere Spenden waren zwei Kinderfahrräder, zwei Erwachsenenfahrräder, ein Pflegebett, ein Rollstuhl und zwei Rollatoren. Speziell für Kinder mitgegeben wurden 15 Kartons Trinkschokolade, neun Kartons Kaffee und 240 Schokoladenhohlkörper.

Das Ausladen in Zsobok war mit Hilfe der Heimkinder in Windeseile erledigt. Quelle: privat

Hatten in früheren Jahren stets der Döberitzer Steffen Ebner und seine Frau den 7,5-Tonnen-Laster voller Hilfsgüter nach Rumänien gefahren, übernahm diesmal ein anderes Ehepaar diese Aufgabe. Claudia und Volker Hesse aus Bützer hatten sich bereit erklärt. Um ihnen die Aufgabe samt Straßenwahl und Mautentrichtung zu erleichtern, wurden sie von den Ebners auf der Hintour per Pkw begleitet.

Am 28. April, morgens um 4 Uhr, fuhr der Hilfstransport in Premnitz ab. Nach einer Übernachtung in der ungarischen Stadt Györ kam der Laster am Tag danach gegen 14 Uhr am Kinderheim an.

Laderaum bis unter das Dach voll gestapelt

„Die Laderaum war bis unter das Dach voll gestapelt“, berichtet Volker Hesse. „Mehr hätte nicht hinein gepasst.“ Vor dem Heim seien sei schon durch ein Kind mit einer Tulpe erwartet worden. Nach dem Abendessen habe das Ausladen begonnen. In Windeseile sei der Laster leer gewesen. Alle Kinder und Jugendlichen aus dem Heim hätten sehr fleißig mit angepackt.

Nicht einmal 30 Minuten habe alles gedauert. Da sie das erste Mal in Zsobok gewesen sei, berichtet Claudia Hesse, habe sie festgestellt, wie beeindruckend das Kinderheim dort sei. Weil die Personalsituation sehr angespannt sei, hätten die Kinder wie selbstverständlich bei vielen einfachen Arbeiten mitgeholfen.

Im nächsten Jahr vielleicht zwei Laster

Über ihre ehrenamtliche Fahrt nach Rumänien haben die Hesses keine großen Worte gemacht. „In Premnitz ist die Arbeit erledigt worden“, sagt Volker Hesse, „wir hatten in Zsobok das Glück, dass man uns für die Spenden auf die Schulter geklopft hat.“

Der Unternehmer Saeed Molaie, der jedes Jahr zusammen mit Frank Dingler den Laster sponsert, hat sich auch weiter zur Unterstützung bekannt. Da es diesmal noch mehr Hilfspakete gegeben habe, resümierte er, müsse nun darüber nachgedacht werden, ob im nächsten Jahr zwei kleinere Laster oder ein größerer auf die Reise geschickt werde.

Von Bernd Geske

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