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Premnitz DDR-Museum startet in die Saison
Lokales Havelland Premnitz DDR-Museum startet in die Saison
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19:22 30.04.2018
Manfred Hüsges, der Inhaber des DDR-Museums, mit den beiden Spielfiguren Quiek und Quak. Quelle: Bernd Geske
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Döberitz

Am 1. Mai hat in Döberitz das DDR-Museum seine neue Saison eröffnet. Inhaber Manfred Hüsges kann sein erstes kleines Jubiläum feiern, denn das Museum am Bammer Weg 5 geht nun in das fünfte Jahr. Wie immer vor dem nahenden Winter hatte das Haus Ende Oktober seine Türen geschlossen.

Den Saisonbeginn reichert Manfred Hüsges diesmal mit einer Sonderausstellung über DDR-Baukästen aus Holz und Plastik an. Sie stammen von Fröbel, Pewesti, Mentor, Kellner, Vero, Biggi und vielen weiteren Herstellern, berichtet der Chef. „Die berühmten Kellner-Baukästen aus Tabarz in Thüringen“, erklärt Manfred Hüsges, „hatten so tolle Namen wie Quiek und Quak, Häslein Hopps, Ruck und Zuck – zwei Spassmacher und Gärtner Tulpe.“

Neu angeschafft und passt gut zu Premnitz: ein Caprolactam-Tankfahrzeug aus Leuna. Quelle: Bernd Geske

Sie weckten bei vielen Besuchern ebenso Kindheitserinnerungen wie die extrem seltenen Baukästen von Fröbel, Pewesti und Mentor. Die ausgestellten Baukästen hätten einen hohen Erziehungswert und seien von bester Qualität, lobt der Chef. Die Fantasie des Kindes habe genügend Freiheit, eigenes schöpferisches Können zu entwickeln. Die Sonderausstellung läuft bis zum 27. Mai.

Wie Manfred Hüsges berichtet, hat er vor Beginn der neuen Saison seine Ausstellung von rund 40 000 Exponaten auf knapp 1000 Quadratmetern um 60 neue Ausstellungsstücke bereichert. Er berichtet von einem Plattenspieler Domo, einem handgemalten Aschenbecherset mit vier Schalen und diversen neu erworbenen Haushaltswaren: eine Muskatmühle, Windeln zum Auskochen und ein Messschieber. Echte Hingucker sind eine Reihe von Medaillen der Kinder- und Jugendspartakiaden. Gut zu Premnitz passt ein Spielzeug-Tankfahrzeug mit der Aufschrift Caprolactam.

Von einem Bekannten ist Manfred Hüsges kürzlich mit einem Lenin-Orden „ausgezeichnet“ worden. Quelle: Bernd Geske

Auf die Frage, wie er sich am Beginn seiner 5. Saison fühlt, antwortet Manfred Hüsges kurz: „Es war alles richtig.“ Allen früheren Unkenrufen zum Trotz existiere er mit seinem DDR-Museum immer noch.

Erstmals berichtet er von seinen erheblichen Investitionen, die er in dem alten Gaststättengebäude realisierte, bevor er das Museum überhaupt eröffnen konnte. „Ich wollte unbedingt ein DDR-Museum aufmachen“, erklärt der Mann, der aus Mönchengladbach stammt. Wenn er sich was in den Kopf setze, dann führe er das auch durch.

Neu dabei: Medaillen der Kinder- und Jugendspartakiade. Quelle: Bernd Geske

2010 war er das erste Mal nach Döberitz gekommen, erzählt er. Dort habe er die Immobilie gekauft und über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren mit viel eigenhändiger Arbeit als Museum hergerichtet. Nur das Dach habe er von einer Fachfirma machen lassen.

Zuerst sei ihm das Gebäude nicht groß genug erschienen, sagt er. Dann habe er es doch genommen. 34-mal sei er damals mit einem 7,5-Tonnen-Laster von Mönchengladbach nach Döberitz gefahren, um seine gesammelten DDR-Objekte nach Döberitz zu bringen. Nicht zu vergessen ist hier der Premnitzer Peter Klapp, der für die Ausstellung den „Konsum“ und viele technische Geräte beigesteuert hat.

Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr

Das DDR-Museum im Premnitzer Ortsteil Döberitz befindet sich am Bammer Weg 5.

Die Saison geht dort jedes Jahr vom 1. Mai bis zum 31. Oktober.

Geöffnet ist von Mittwoch bis Sonntag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr.

Das Museum ist 2014 eröffnet worden.

Zu sehen sind dort Exponate von Manfred Hüsges, der aus Mönchengladbach stammt, und von Peter Klapp aus Premnitz.

Gezeigt werden im DDR-Museum rund 40 000 Exponate auf nicht ganz 1 000 Quadratmetern.

Früher, so erzählt Manfred Hüsges gern, habe er von der Deutschen Demokratischen Republik überhaupt nichts gewusst. 1993 sei er dann erstmals mit einem Pkw über Meiningen auf das Gebiet der früheren DDR gefahren – und habe gedacht, er sei auf einem anderen Planeten.

Aus dem Stand war er von den DDR-Autos Barkas bis Trabant fasziniert. Bis zu 60 Trabis hatte er zeitweise zu Hause in Mönchengladbach zu stehen. Die schönsten Stücke zeigt er im DDR-Museum. Zwar erschlägt es mit seinen 40 000 Exponaten schon fast die Besucher, doch findet der Inhaber bis heute immer noch neue Stücke, die er einsortiert.

Von Bernd Geske

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