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Premnitz Dachsbergschule gibt sich neues Konzept
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14:43 07.12.2018
Heute geht es um Millionensummen. Jens Martin beim Gruppenunterricht in Mathematik. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Die Grundschule Am Dachsberg in Premnitz hat alle Formalitäten erledigt, um eine „Schule für gemeinsames Lernen“ werden zu können. Seit Beginn des vergangenen Schuljahres gibt das Bildungsministerium ausgewählten Schulen die Möglichkeit, unter dem genannten Projektnamen Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in gleichen Klassen zu unterrichten. Das Besondere daran ist, dass es für die ausgewählten Schulen mehr Fachkräftestunden sowie vertiefende Beratung und Unterstützung gibt.

So weit ist es jetzt an der Dachsbergschule noch nicht, obwohl Kinder mit Förderbedarf auch schon dort sind. Um nun in Zukunft in den Genuss des Programms „Schule für gemeinsames Lernen“ zu kommen, mussten diverse Bewerbungsunterlagen beim Land eingereicht werden. Abgabetermin war der 30. November. Wie von Schulleiter Jens Martin zu erfahren ist, hatte die Dachsbergschule ihre „Hausaufgaben“ aber schon viel früher fertig und am 17. Oktober beim zuständigen Schulrat abgegeben.

Förderkonzept spielt wichtige Rolle

Eine wichtige Rolle spielt das Förderkonzept. Die Schule legt darin dar, wie die Mädchen und Jungen individuell gefördert werden sollen, indem an ihre Stärken und Schwächen angeknüpft wird. Das Lernangebot soll in differenzierter Form an die unterschiedlichen Lernausgangslagen der Kinder angepasst werden.

So sollen unter anderem Förderpläne erstellt, Inklusionshefte genutzt und Arbeitszeiten der Kinder im Rahmen des Nachteilsausgleichs individuell festgelegt werden. Gesondert beschrieben wird im Förderkonzept das Arbeiten mit Kindern mit Unterstützungsbedarf in den Bereichen emotionale und soziale Entwicklung, Lernen und Sprache.

Beschlüsse und Protokolle

Eingereicht werden mussten außerdem die zustimmenden Beschlüsse der Lehrerkonferenz und der Schulkonferenz sowie die Protokolle der Beratungen auf der Eltern- und der Schülersprecherkonferenz. Nicht zuletzt war eine Stellungnahme der Stadt Premnitz als Schulträger verlangt. Die Stadt werde die materiellen Voraussetzungen für das gemeinsame Lernen in der Schule schaffen, schreibt Bürgermeister Ralf Tebling. Dazu gehöre unter anderem die Barrierefreiheit durch den Einbau eines Fahrstuhls und die Bereitstellung zusätzlicher Räumlichkeiten.

„Kinder mit Förderbedarf sind an unserer Schule ja schon da“, erklärt Schulleiter Jens Martin, „wir wollen jetzt aber Schule für gemeinsames Lernen werden, um sie noch besser fördern zu können.“ Gelinge es der Dachsbergschule, in das Landesprogramm zu kommen, würde das verschiedene Vorteile haben. Die Stundenzuweisung würde vom Bildungsministerium dann so erhöht werden, dass das Volumen für eine Lehrkraft mehr reicht. Außerdem würde die Schule eine pädagogische Unterrichtshilfe bekommen. Nicht zuletzt würden es die Möglichkeit geben, dass alle Lehrkräfte der Schule zielgerichtet begleitet und fortgebildet werden.

Antwort erwartet im Frühjahr

Wie geht es jetzt weiter? Das Staatliche Schulamt muss nun eine Stellungnahme zum Antrag der Dachsbergschule verfassen und dann alle Unterlagen an das Bildungsministerium weiterleiten. Jens Martin rechnet damit, dass am Anfang des nächsten Jahres die Nachricht kommt, ob die Schule es geschafft hat. Bei einer Bestätigung würde die Dachsbergschule zum Schuljahr 2019/2020 eine Schule für gemeinsames Lernen werden.

Von Bernd Geske

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