Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Premnitz Das alte Gesundheitszentrum wird abgerissen
Lokales Havelland Premnitz Das alte Gesundheitszentrum wird abgerissen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:27 13.03.2019
Die Aufträge sind vergeben. Das alte Gesundheitszentrum an der Friedrich-Engels-Straße in Premnitz wird in diesem Jahr abgerissen. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Die größte Stadtumbaumaßnahme der letzten Jahre in Premnitz wirft ihre Schatten voraus. Das alte Gesundheitszentrum an der Friedrich-Engels-Straße soll abgerissen werden. Mit einer Gesamtsumme von 1,2 Millionen Euro ist der Rückbau die teuerste Einzelausgabe der Stadt in diesem Jahr.

Weil eine Fernwärmeleitung über das Gelände führt, muss diese erst demontiert und neu verlegt werden, bevor der eigentliche Abriss des großen Sechsgeschossers beginnen kann. Im Hauptausschuss Ende Februar ist der Auftrag für die Umverlegung schon vergeben worden. Die Bausumme hierfür liegt bei 213 000 Euro. Auf der Stadtverordnetentagung am Mittwochabend ist nun auch die Vergabe des Auftrags für den nachfolgenden Abriss beschlossen worden.

Am Gebäude schreitet der Vandalismus voran. Quelle: Bernd Geske

Wie die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Kapitza erklärt, soll die Umverlegung der Fernwärmeleitung nicht gleich im Frühling erfolgen. Über diese Leitung sei einst das alte Gesundheitszentrum versorgt worden, das seit dem Leerzug im Juni 2017 aber schon abgetrennt ist. Dran an der Leitung hängen aber auch jetzt noch das Kulturhaus Liebigstraße, das Haus II der Stadtverwaltung und einige Wohngebäude der nahen Umgebung. Weil im Rahmen der Umverlegung die Heizungs- und Warmwasserversorgung der genannten Gebäude unterbrochen werden muss, sollen die Arbeiten erst im eher warmen Juni erfolgen. Die neue Fernwärmeleitung wird auf einer Länge von 360 Metern in vier Metern Tiefe außen um das Grundstück des alten Gesundheitszentrums herum geführt.

Diese Umschlusstätigkeiten sollen rund drei Wochen dauern. Die alte, rund 200 Meter lange Leitung über das Gelände des Gesundheitszentrums bleibt zunächst liegen. Sie soll aber im Rahmen der nachfolgenden Abrissarbeiten auch demontiert werden.

Möglicherweise wird der Abriss der leer stehenden Apotheke vor dem Gesundheitszentrum und der Garagen auf dem Hof schon vorgezogen auf Mai. Das ist aber noch nicht entschieden.

Baugerüst wird gebraucht

Der Löwenanteil der Rückbauarbeiten dürfte also im Juli beginnen. Wie Carola Kapitza sagt, kann das ganze große Gebäude nicht wie sonst meist üblich einfach mit Baggern abgerissen werden. Weil grundsätzlich die vielen Abfallbestandteile sortenrein fein säuberlich von einander zu trennen sind und vor allem die Fassadenelemente möglichst zerstörungsfrei abgenommen werden sollen, muss das Gebäude von unten bis oben eingerüstet werden.

Weil der Rückbau des alten Gesundheitszentrums ein Projekt des Stadtumbaus ist, wird das Projekt nach einem Drittel-Modell finanziert. Die Stadt Premnitz erhält zwei Drittel der Bausumme als Fördermittel vom Bund und vom Land und übernimmt das fehlende Drittel als Eigenanteil.

Parzellen für Eigenheimbau

Das Ziel der Stadt ist es, dass der gesamte Rückbau im November abgeschlossen sein soll. Die Fläche wird gleich in Parzellen geteilt, um sie nahtlos für den Eigenheimbau zur Verfügung zu stellen. Nach dem derzeitigen Plan würden acht Baugrundstücke entstehen.

Das alte Gesundheitszentrum war 1972 als neu gebaute Poliklinik für das Chemiefaserwerk eröffnet worden. Als die Zukunft des Werkes nach der Wende unsicher wurde, übernahm 1990 die Stadt Premnitz die Einrichtung als 100-prozentiger Gesellschafter. Als Rechtsform wurde die Konstruktion des Gesundheitszentrums gewählt.

Im Juni 2017 wurde das neue Gesundheits- und Familienzentrum fertig gestellt. Quelle: Bernd Geske

Viele Jahre schrieb das alte Gesundheitszentrum rote Zahlen. Deshalb wurde ein neues Gesundheits- und Familienzentrum an der Gerhart-Hauptmann-Straße gebaut, das im Juli 2017 eröffnet wurde. Es gab gleichzeitig den Plan, das leer stehende alte Gesundheitszentrum abzureißen und Wohnhäuser bauen zu lassen.

Von Bernd Geske

Die Tartanbahn in Premnitz kann gebaut werden. Vor wenigen Tagen ist der Bescheid eingetroffen, dass das Land den Fördermittelanteil für die gestiegenen Baukosten übernimmt. Im April geht es los.

12.03.2019

Die letzte Anschaffung des vergangenen Jahres ist installiert. Für 2500 Euro hat der Förderverein der Grundschule Am Dachsberg einen Wasserspender gekauft. Dort können die Kinder trinken und ihre Flaschen füllen.

11.03.2019

Die Kompostanlage auf dem Bützer Feld in Mögelin sollte eigentlich am 1. März öffnen. Weil dem Betreiber eine Baugenehmigung fehlt, ist die Anlage aber noch geschlossen – ganz zum Ärger einiger Bürger.

08.03.2019