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Premnitz Domo plant 100 Prozent Recycling
Lokales Havelland Premnitz Domo plant 100 Prozent Recycling
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12:55 29.08.2018
Im Premnitzer Domo-Werk werden die Kunststoffe Polyamid 6 und Polyamid 6.6 hergestellt. Quelle: Domo Engineering Plastics
Premnitz

 Das Unternehmen Domo Engineering Plastics will seine Produktion im Industriepark Premnitz erweitern. Das hat der seit Juni 2018 dort tätige neue Werkleiter Marcel Müller dem Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung mitgeteilt, der am Dienstagabend getagt hat.

Domo hat in Premnitz gegenwärtig knapp 80 Beschäftigte, sagte Müller. Im Schichtbetrieb rund um die Uhr werden dort die Kunststoffe Polyamid 6 und Polyamid 6.6 hergestellt. Als wichtigen Kunden nannte Müller die Automobilindustrie. Kunststoffe aus Premnitz würden häufig für die Abdeckung von Motorräumen eingesetzt.

Das Produkt ist ein Granulat, bei dem der Kunststoff in der Regel mit Glasfasern verstärkt wird. „Wir wollen auch in Zukunft an dieser Technologie festhalten“, sagte Müller den Ausschussmitgliedern. Das Ziel sei es jetzt, bei den Kunststoffen eine Recyclingquote von nahezu 100 Prozent zu erreichen. Es solle versucht werden, ein Endprodukt zu erzeugen, das wieder in den Kreislauf des Unternehmens zurückzuführen ist. Die dabei eingesetzte Energie soll möglichst gering gehalten werden.

Die Forschung dazu findet im Betriebsteil Leuna von Domo Engineering Plastics statt. Das Unternehmen entwickelt verschiedene Kunststoffe auch zusammen mit seinen Kunden.

Wie Müller weiter im Ausschuss sagte, betrachtet man bei Domo den Kunststoff Polyamid 6 als zukunftsträchtiges Material. Er ließ aber erkennen, dass das Unternehmen Schwierigkeiten hat, neue Fachkräfte für Premnitz zu finden. Man habe die Vorstellung, in Premnitz Lehrwerkstätten aufzubauen. Das werde das Unternehmen aber nicht allein schaffen. Das gehe nur mit einer Förderung vom Land.

Domo will deshalb auch versuchen, weitere Unternehmen des Industrieparks für das Lehrwerkstatt-Projekt zu gewinnen. Am 12. September tagt die Unternehmergemeinschaft des Industrieparks wieder, sagte Marcel Müller. Dort wolle er versuchen, weitere Partner zu gewinnen.

Der Kritik von Marcel Müller, es gebe nicht genug Kita-Plätze in der Stadt, damit junge Leute mit Kindern hinziehen können, widersprach Sabine Braatz von der Stadtverwaltung: Mit Stand Juni gebe es 279 Kita-Plätze, davon seien 272 belegt. Es gebe keine Warteliste.

Werkleiter Marcel Müller präzisierte ferner, es werde eine Reservierung von Kita-Plätzen für den Industriepark gebraucht. Er schlug vor, einen Aktionsplan aufzulegen, um Premnitz für junge Fachkräfte attraktiv zu machen.

Von Bernd Geske

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