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Premnitz EEW spendet viel Geld für den Ketchup-Club
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14:52 04.12.2018
Bisher die höchste Spende, von links Ramona Staedler, Annett Schröder, Nicola Klusemann, Karsten Freidank, Ingrid Seltmann, Heiko Szonn. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Die bislang größte Einzelspende in diesem Jahr an den Ketchup-Club in Premnitz hat die EEW-Unternehmensgruppe am Dienstag übergeben. Es sind 2650 Euro aus dem EEW-Hilfsfonds, die verwendet werden sollen, um kostenfreies Frühstück für bedürftige Kinder der Grundschule Am Dachsberg zu finanzieren. Gegenwärtig kommen von Montag bis Freitag täglich rund 100 Mädchen und Jungen zum Buffet.

Seit vielen Jahren versorgt der Ketchup-Club in Premnitz bedürftige Kinder mit kostenfreiem Frühstück.

Essen und Getränke, die dort ausgegeben werden, müssen komplett aus Spenden bezahlt werden. Träger ist der Bezirksverband Potsdam der Arbeiterwohlfahrt (Awo), der sein Projekt „Spirellibande“ nennt. Weil es in Premnitz aber schon früher eine kostenfreie Versorgung von Kindern gab, hat man den hier allseits bekannten Projektnamen „Ketchup-Club“ beibehalten.

Die stattliche Spendensumme hat der Hilfsfonds „Rest Cent“ der EEW-Gruppe bereit gestellt. „Monatlich spenden dafür die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EEW von ihrem Gehalt den kleinen Betrag nach der Kommastelle, der zwischen einem und 99 Cent liegt“, erklärt Karsten Freidank, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender der EEW Premnitz GmbH. Dieser Geldbetrag werde dann durch das Unternehmen verdoppelt und fließe in den Hilfsfonds „Rest Cent“ ein. Welche Projekte unterstützt werden, das entscheiden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Führend in der Abfallverwertung

EEW Energy from Waste ist in Deutschland das führende Unternehmen in der Erzeugung von umweltschonender Energie aus der thermischen Verwertung von Abfall. In den derzeit 18 Anlagen der Unternehmensgruppe werden jährlich rund 4,7 Millionen Tonnen Abfall verbrannt. An allen Standorten zusammen beschäftigt EEW einschließlich der Unternehmenszentrale in Helmstedt rund 1150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Reihum werden alle paar Jahre bei der Spendenvergabe die Standorte der einzelnen Anlagen berücksichtigt. Premnitz war das letzte Mal zuvor 2014 dran. Der Gedanke, diesmal den Ketchup-Club an der Dachsbergschule zu bedenken, geht auf Vorschläge von Beschäftigten zurück. Dort arbeiten viele Menschen, die in Premnitz und der Umgebung wohnen.

Zwei Aufrufe ohne Reaktion

Im Sommer dieses Jahres war dem Ketchup-Club viel Aufmerksamkeit der Medien zuteil geworden, weil zwei Spendenaufrufe zunächst ohne Reaktion verhallt waren. Die Zahl der versorgten Kinder war in gar nicht langer Zeit von 70 auf 100 gewachsen, so dass das übliche Budget nicht mehr ausreichte. Mittlerweile hat es aber schon weitere Spenden für den Ketchup-Club gegeben.

„Wichtig ist uns, dass das Geld direkt dort ankommt, wo es gebraucht wird“, sagt Ingrid Seltmann, Betriebsratsvorsitzende von EEW Premnitz. „Zu sehen, wie dankbar die Kinder für das Frühstück sind, lässt mich wissen, dass es die richtige Entscheidung war, den Ketchup-Club zu unterstützen.“

Mal etwas Besonderes

Annett Schröder, die mit Ramona Staedler das Frühstück zubereitet, sagt, dass die finanzielle Situation des Ketchup-Clubs sich nun deutlich verbessert hat. Jetzt könne sie mal etwas Besonderes kaufen: Vor Weihnachten könnten sie nun kleine Tüten mit Süßigkeiten und selbst gebackenen Plätzchen ausgeben.

Von Bernd Geske

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