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Premnitz Erörterungstermin für 2. Verbrennungslinie
Lokales Havelland Premnitz Erörterungstermin für 2. Verbrennungslinie
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15:34 26.09.2018
Im Industrieparkzentrum hat am Mittwoch die Erörterung der Einwendungen gegen den Bau einer zweiten Verbrennungslinie bei EEW Premnitz stattgefunden. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Das Genehmigungsverfahren für den Bau einer zweiten Linie an der Müllverbrennungsanlage der EEW GmbH im Industriepark Premnitz geht dem Ende entgegen. Das ist daran zu erkennen, dass am Mittwoch im Industrieparkzentrum Premnitz der Erörterungstermin für die Einwendungen gegen die Planungsunterlagen stattgefunden hat. Diese Unterlagen hatten vom 6. Juni bis 5. Juli unter anderem in der Stadtverwaltung Premnitz ausgelegen.

Veranstalter der Erörterung war das Landesamt für Umwelt. Dessen Referatsleiter Sebastian Dorn erklärte, der Termin gehöre zum Verfahren, damit die Genehmigungsbehörde sich ein umfassendes Bild machen könne und damit keine wichtigen Gesichtspunkte übersehen werden. Nach der Erörterung sei die Prüfung der Genehmigungsvoraussetzungen abzuschließen und wenn diese vorliegen, sei die Genehmigung zu erteilen.

An die Müllverbrennungsanlage im Industriepark Premnitz soll eine zweite Verbrennungslinie angebaut werden. Quelle: EEW Energy from Waste GmbH

Eine Mitarbeiterin des Amtes teilte mit, dass die Aufnahme des Betriebs der zweiten Linie für 2020 angedacht sei. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens seien 54 Einwendungen beim Landesamt für Umwelt eingegangen.

Als Vertreter der Einwender hatten aber nur sieben Personen im Saal Platz genommen. In der Mehrzahl waren es Mitglieder der Bürgerinitiative „Leben und Arbeiten im Naturpark“. Deren Sprecher Stefan Behrens warf auch gleich die erste Frage auf, indem er genauere Erklärungen verlangte, wie die EEW Premnitz GmbH die angelieferten Müllmengen kontrolliert, damit gesichert sei, dass keine gefährlichen Substanzen in die Verbrennung gelangen.

200 Stichproben im Jahr 2017

Rüdiger Bösing, Kaufmännischer Geschäftsführer bei EEW, antwortete, dass die erste Prüfung den Kunden obliege, die zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe seien. EEW Premnitz nehme bei der Anlieferung stichprobenartig Kontrollen vor. Auf die entsprechende Nachfrage sagte Klaus Piefke, Technischer EEW-Geschäftsführer, im Jahr 2017 seien 200 Stichproben vorgenommen worden.

Genau nachgefragt hat Stefan Behrens auch, ob EEW wirklich beabsichtigt, die Wirbelschichtverbrennungsanlage außer Betrieb zu nehmen, wenn die zweite Verbrennungslinie an der Rostfeuerungsanlage läuft. Das hat Rüdiger Bösing bestätigt. Wenn die neue Linie im Dauerbetrieb laufe, versicherte er, werde die Wirbelschichtanlage außer Betrieb genommen. Auf eine weitere Nachfrage bestätigte er, es sei „keine Option“, dass die Wirbelschicht später verkauft und dann am gleichen Standort von einem anderen Eigentümer weiter betrieben werde.

Geruchsbelästigungen als größtes Problem

Als größeres Problem stellten sich Geruchsbelästigungen heraus. Ralf Scheide von der Bürgerinitiative sagte, bei ihm in der Gartenstraße rieche es immer wieder mal nach 22 Uhr wie verbrannter Kunststoff oder verbranntes Holz. Besonders im Herbst, Winter und Frühjahr gebe es diese Belästigungen.

Gerüche seien als Kategorie schwer zu handhaben, antwortete darauf ein Mitarbeiter des Landesamtes, weil sie fast immer nur „temporär“ auftreten. Er selbst sei nach Beschwerden die angegeben Orte abgefahren, habe aber nichts feststellen können.

Feuerlöschtechnik sehr modern

Ralf Scheide wollte wissen, was man bei EEW Premnitz macht, falls dort im Müllbunker ein Feuer ausbricht, das sich nicht mehr beherrschen lässt. Klaus Piefke antwortete, im Müllbunker habe man die „allermodernste Feuerlöschtechnik“. Bei Alarm werde immer auch gleich die Feuerwehr dazu gerufen. Das Risiko von Bränden, die sich nicht gleich im Müllbunker eindämmen lassen, sei aus seiner Sicht vernachlässigbar.

Von Bernd Geske

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