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Premnitz Dachsbergschule hat eine Kiez-Hortnerin
Lokales Havelland Premnitz Dachsbergschule hat eine Kiez-Hortnerin
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16:09 28.01.2019
Christiane Köhn ist seit Beginn des Schuljahres in der Dachsbergschule Premnitz als Kiez-Hortnerin tätig. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Zum Schuljahresbeginn 2017 hat das Land Brandenburg das Programm „Kiez-Kita – Bildungschancen eröffnen“ aufgelegt. Kinder und Familien in besonderen Situationen sollen durch zusätzliche Fachkräfte unterstützt werden. Es steht zwar nicht im Namen, aber von dem Programm sollen nicht nur Kitas, sondern auch Horte etwas haben.

Seit dem Schuljahresbeginn 2018 ist Christiane Köhn als Kiez-Hortnerin in der Grundschule Am Dachsberg in Premnitz tätig. Freier Träger des Hortes ist dort das Jugend- und Sozialwerk. Christiane Köhn ist aus Rathenow, hat einen Abschluss als Staatlich anerkannte Erzieherin und verfügt über eine Zusatzqualifikation als Erziehungsberaterin.

In der Dachsbergschule gibt es viele Kinder mit Migrationshintergrund. Quelle: Bernd Geske

Das Land plant, mindestens 100 Kitas und Horte mit dem Programm zu fördern. Den jeweiligen Jugendämtern in den Kreisen kommt es zu, die Einrichtungen auszuwählen. Im Landkreis Havelland gibt es gegenwärtig acht Kiez-Kita- oder Kiez-Hort-Fachkräfte.

Ihr Arbeitsschwerpunkt sei es, berichtet Christiane Köhn, die Integration von Kindern und Eltern in den Hortalltag zu fördern. Es gebe viel zu tun. Hortplätze an der Dachsbergschule sind sehr gefragt. Durch einen Anbau mit drei neuen Räumen hat die Stadt Premnitz zum Beginn des jetzigen Schuljahres die Kapazität des Hortes gerade erst auf 245 Plätze erhöht. Ab 1. Februar werden 240 davon belegt sein. Die Anzahl der Kinder in der Schule ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund ist hoch.

Keine eigene Gruppe

Als Kiez-Hortnerin soll Christiane Köhn ausdrücklich keine eigene Gruppe bekommen, sondern als externe Fachkraft bei Bedarf tätig werden. Es sind einerseits die Kinder mit sozial-emotionalen Auffälligkeiten, denen sie sich widmet. Sie integrieren sich schwer bis gar nicht in den Hortalltag und stören die Gruppenaktivitäten. Andererseits kümmert sie sich um Kinder mit Migrationshintergrund. Gegenwärtig sind es fünf Gruppen, die sie zeitweise mitbetreut, oder in denen sie hospitiert. In den Team- und Fallbesprechungen des Hortpersonals ist dann ihre Sicht der Dinge gefragt.

Nach ihrem ersten halben Schuljahr zieht Christiane Köhn eine positive Bilanz. Bei den Kindern sei sie jetzt gut bekannt. Die Teamarbeit mit den Erzieherinnen und Erziehern klappe gut. Es komme immer öfter vor, dass Eltern von allein auf sie zukommen. Der Anteil von Alleinerziehenden sei hoch.

Vermittelt familiäre Hilfe

Sie versuche, so gut es geht, die Kinder zu stärken, berichtet die Kiez-Hortnerin. Eltern könne sie familiäre Hilfen vermitteln: Das Jugendamt, Ergotherapie für Kinder, um deren geistig-körperliche Entwicklung zu fördern, oder Kontakt zu Sport- und Kunstvereinen.

Nach zwei Jahren wird die Arbeit der Kiez-Fachkraft bewertet. Je nachdem, wie der Abschlussbericht ausfällt, kann ihre Tätigkeit im Hort der Dachsbergschule beendet oder um weitere zwei Jahre verlängert werden. Das Kiez-Kita-Programm läuft bis Ende 2020.

Das Landesprogramm „Kiez-Kita“

Das Land Brandenburg hat im Sommer 2017 das Programm „Kiez-Kita – Bildungschancen eröffnen“ aufgelegt.

Über 100 Kitas und Horte, ausgewählt durch die Jugendämter, sollen durch ergänzende Fachkräfte gestärkt werden.

Kindereinrichtungen und Eltern sollen gestärkt werden, um ein für Kinder lernförderliches Klima zu schaffen und Bildungsanregungen zu ermöglichen.

Den Folgen sozialer Benachteiligung soll so begegnet werden.

Die Träger der Einrichtungen müssen ein Aufgabenprofil für die Fachkräfte vorlegen.

Die finanziellen Mittel gibt es seit 1. September 2017.

Das Programm endet am 31. Dezember 2020.

Auch die Schule selbst will künftig noch mehr für Kinder mit Förderbedarf tun. Sie will in das Landesprogramm, mit dem „Schulen für gemeinsames Lernen“ gefördert werden. Es würde dann eine Lehrkraft mehr und eine pädagogische Unterrichtshilfe geben, außerdem zielgerichtete Fortbildung. Die Schule hat extra ein Förderkonzept erstellt und Mitte Oktober den entsprechenden Antrag gestellt. Wenn alles klappt, wird die Dachsbergschule zum neuen Schuljahr eine Schule für gemeinsames Lernen mit mehr Fördermöglichkeiten sein.

Von Bernd Geske

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