Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Premnitz Wallenta bleibt länger Standortmanager
Lokales Havelland Premnitz Wallenta bleibt länger Standortmanager
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:58 27.11.2018
Roy Wallenta hat zugesagt, bis Ende 2019 als Standortmanager weiter zu arbeiten. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

 Die Unternehmen Vogt Plastic und Blücher GmbH haben ihre Kapazitäten vergrößert. Die havelländische Zink-Druckguss GmbH setzt gerade eine Investition zur Produktionserweiterung um. Die Domo GmbH steht kurz vor einer Investition. Die Märkische Faser GmbH plant eine Erweiterung und die EEW Premnitz GmbH will eine zweite Verbrennungslinie bauen. Nicht zuletzt ist kürzlich in der Öffentlichkeit mit Interesse aufgenommen worden, dass die Plasotec GmbH in Premnitz einen neuen Firmensitz bauen will.

Nun liegt es natürlich nicht einzig und allein am Premnitzer Standortmanager Roy Wallenta, wenn derzeit an vielen Stellen im Industriepark der wirtschaftliche Aufschwung zu spüren ist. Doch hat er mal mehr, mal weniger mit all den genannten Firmen zu tun gehabt und – weil er sich auskennt – ihnen hier und da einen Weg geebnet oder eine Tür schneller geöffnet.

Begonnen am 1. November 2016

Für die interessierte Öffentlichkeit hat der pensionierte Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta (66 Jahre) eher im Verborgenen gewirkt, nachdem er am 1. November 2016 seine Tätigkeit als Standortmanager für Premnitz begann. Eigentlich war damals der Projektzeitraum nur auf zwei Jahre bis Ende Oktober 2018 bemessen. Doch ist das Management mittlerweile so gut in Schwung gekommen, dass er verlängert hat.

Projektträger ist die Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz. Deren Geschäftsführer Mathias Hohmann hatte Roy Wallenta gebeten, weiter Standortmanager zu bleiben. „Weil Premnitz im Unterschied zu den vier anderen Industrieparks im Land Brandenburg keine Verwaltungsgesellschaft hat“, erklärt er, „ist es für Unkundige relativ schwierig zu erkennen, wer hier wofür zuständig ist.“ Deshalb sei es sehr gut, wenn es einen kundigen Ansprechpartner für alle gibt.

Freie Flächen stärker gefragt

Es sei deutlich eine gewachsene Nachfrage nach Flächen im Industriepark zu verzeichnen, teilt Mathias Hohmann mit. Deshalb sei er sehr froh, dass Roy Wallenta ihm zugesagt habe, bis zum 31. Dezember 2019 weiterhin als Standortmanager tätig zu bleiben.

Er suche regelmäßig die Unternehmen im Industriepark auf, berichtet Roy Wallenta und könne feststellen, dass er sehr stark und gern von den ansässigen Unternehmen in Anspruch genommen wird. Die Grundstückssituation im Industriepark sei kompliziert und die Verfügbarkeit der Medien sei nicht immer gleich durchschaubar, sagt er.

Jemand, der sich auskennt

Deshalb sei es sinnvoll, wenn die einheimischen Unternehmen und neue, ansiedlungswillige Firmen mit dem Standortmanager auf jemanden treffen, der sich am Ort auskennt und an die richtigen Stellen weiter vermitteln kann. Sein Vertrag ist zwar nur auf zehn Stunden die Woche begrenzt. Doch teilt er mit, dass er zu den normalen Geschäftszeiten am Telefon immer erreichbar ist.

Im August 2017 sei mit www.ipp-premnitz.de erstmals eine Homepage für den Industriepark freigeschaltet worden, berichtet er. Sehr viel laufe mittlerweile über das Internet und er bekomme regelmäßig Anfragen auf diesem Weg. Vier Flächen, jede rund fünf Hektar groß, seien derzeit sofort verfügbar.

Früherer Bürgermeister jetzt Standortmanager

Bürgermeister von Premnitz war Roy Wallenta vom 1. September 2000 bis zum 31. August 2016.

Als Standortmanager begann er am 1. November 2016.

Die Laufzeit des Projektes war zunächst bis 31. Oktober 2016 begrenzt.

Für das Konzept ist die Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz (AFP) von der IHK im Wettbewerb „Region Zukunft 2016“ ausgezeichnet worden.

Auf Wunsch des AFP-Chefs Mathias Hohmann hat Roy Wallenta seinen Vertrag bis 31. Dezember 2019 verlängert.

Das Büro des Standortmanagers befindet sich im Raum 73 des Industrieparkzentrums, Fabrikenstraße 11.

Kontaktdaten: Telefon 03386/21 27 926, E-Mail wallenta@standort-premnitz.de.

Industriepark im Internet: www.ipp-premnitz.de

Ein Format, das Roy Wallenta entwickelt hat, ist die Reihe „Studenten on Tour“. Junge Leute von der Technischen Hochschule Brandenburg kommen einmal im Jahr, um Unternehmen im Industriepark aufzusuchen. Im April dieses Jahres hat die „Tour“ das zweite Mal stattgefunden. Wenigstens drei Masterarbeiten in Premnitzer Unternehmen und auch Einstellungen seien Ergebnisse gewesen.

Unter dem Stichwort „Berufsorientierung“ gehen Vertreter von Unternehmen in die Premnitzer Oberschule, um dort deren wirtschaftliches Schaffen und die Ausbildungsmöglichkeiten vorzustellen. Andersherum haben auch schon Schülergruppen Firmen im Industriepark einen Besuch abgestattet.

Erster Tag der offenen Tür im Industriepark

Nicht zuletzt regelt Roy Wallenta viele organisatorische Dinge für die Unternehmergemeinschaft des Industrieparks. Hier wirft schon ein großes Ereignis seine Schatten voraus. Erstmals will am 22. Juni 2019 der ganze Industriepark zu einem Tag der offenen Tür einladen. Von 15 bis 18 Uhr können alle Interessierten die Betriebe in Augenschein nehmen und am Abend gibt es ein Konzert mit einheimischen Bands.

Von Bernd Geske

Die Oberschule begeisterte interessierte Besucher zum Tag der offenen Tür mit spannenden Experimenten, Sport, Darstellendem Spiel und Werkeln. Und es gab eine besondere Begrüßung.

25.11.2018

Die Freiwillige Feuerwehr von Mögelin hat einen starken Förderverein. Mit 220 Mitgliedern ist er sehr groß und hat bislang 78 000 Euro für die Unterstützung der Feuerwehr aufgebracht.

23.11.2018

Kämmerin Sabine Braatz hat erstmals den Haushalt der Stadt für 2019 vorgestellt. Die Zahlen sehen gut aus. Ab Januar wird Premnitz voll handlungsfähig sein.

22.11.2018