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Premnitz Stadtwerke werden 25 Jahre
Lokales Havelland Premnitz Stadtwerke werden 25 Jahre
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14:27 04.06.2018
Das Team der Stadtwerke, von links Mathias Hohmann, Janine Langhans, Anika Thiedeke, Maria Köhler, Melanie Meister, Annett Handke und Bodo Nürnberg. Nicht auf dem Foto ist Michael Hentschel. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Wäre es auf dem Weg weiter gegangen, für den 2012 die Weichen gestellt worden sind, würde es die Stadtwerke Premnitz heute nicht mehr geben. Nach einem Paukenschlag kam aber alles anders, darum kann das kleine einheimische Unternehmen sein 25-jähriges Bestehen feiern.

Als Gründungsgeschäftsführer Bernd Henniges in den Ruhestand ging, setzten die Gesellschafter zum 1. Mai 2012 den Technischen Geschäftsführer der Stadtwerke Brandenburg, Michael Schwarz, auch hier als Geschäftsführer ein. Man ging davon aus, dass dies der erste Schritt zu einem Anschluss des kleinen Premnitzer Unternehmens an den großen Partner in Brandenburg sein würde.

Die Erdgastankstelle der Stadtwerke an der Friedrich-Engels-Straße Quelle: Bernd Geske

Etwas später wurden umfangreiche kriminelle Machenschaften von Michael Schwarz bekannt. Er wurde entlassen, angeklagt und verurteilt. So übernahm Mathias Hohmann, Geschäftsführer der Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz (AFP), im August 2013 die Geschäftsführung der Stadtwerke Premnitz in einer nicht einfachen Situation. Eine Fusion der Firma – mit welchem Partner auch immer – war aber kein Thema mehr.

Am 3. Juni 1993 sind die Stadtwerke gegründet worden. Alleiniger Gesellschafter war die Stadt Premnitz. Erste Aufgaben waren die Sanierung des Fernwärmenetzes und die Erneuerung der Hausanschlussstationen. Zu Beginn hat sich der Sitz in der Heimstraße 35 befunden. 1998 ist das Unternehmen in das damals neu gebaute Wohn- und Geschäftshaus an der Schillerstraße 2 gezogen.

1998 Übernahme des Erdgasnetzes von der EMB

1995 hatte die damalige Mevag (heute Edis AG) Anteile der Stadtwerke übernommen. 2010 bekam auch die EMB einige Anteile, so dass deren Verteilung jetzt so aussieht: 55 Prozent hat die Stadt Premnitz, 35 Prozent Edis und zehn Prozent EMB. 1998 übernahmen die Stadtwerke von der EMB das Erdgasnetz in Premnitz. Es wurde eine Erdgasleitung nach Milow und Bützer verlegt. 2007 war die Erdgaserschließung des Milower Landes im Wesentlichen abgeschlossen.

2001 haben die Stadtwerke ihre Erdgastankstelle an der Friedrich-Engels-Straße eröffnet. Von 2002 bis 2010 hatten sie von der Stadt die Betriebsführung des Freibades übertragen bekommen.

Fernwärmeversorgung, Netzbetreiber und Erdgasverkauf

Zu etwa gleichen Umsatzanteilen haben die Stadtwerke heute drei Hauptgeschäftsfelder: Fernwärmeversorgung, Betreiben des örtlichen Erdgasnetzes und Erdgasverkauf. Man muss dazu wissen, dass die Stadtwerke von Anfang an und bis heute zu günstigen Bedingungen ihre Fernwärme von der EEW Premnitz GmbH einkaufen.

Das Unternehmen betreibt drei Blockheizkraftwerke mit je 50 Kilowatt Leistung und drei Photovoltaikanlagen mit zusammen 68 Kilowatt. Relativ neu: Seit 2013 sind die Stadtwerke Premnitz über eine Energie GmbH Anteilseigner an mittlerweile fünf Windparks und einer Biogasanlage.

Knapp 2000 Hausanschlüsse

Der Gesellschaftsvertrag für die Stadtwerke Premnitz ist am 3. Juni 1993 unterzeichnet worden.

Einziger Gesellschafter war zu Beginn die Stadt Premnitz. Erster Geschäftsführer wurde Bernd Henniges.

Die Gesellschaftsanteile der Stadtwerke verteilen sich heute so: Die Stadt Premnitz hält 55 Prozent, die Edis AG hat 35 Prozent und die EMB verfügt über zehn Prozent.

Die Stadtwerke Premnitz sind zuständig für knapp 2000 Hausanschlüsse. Rund 1600 davon sind eigene Kunden.

Verkauft werden pro Jahr gegenwärtig etwa 40 000 Megawattstunden Erdgas und rund 17 000 Megawattstunden Wärme.

Die Strategie sei, erklärt Mathias Hohmann, dass die Stadtwerke Premnitz auch als eher kleines Unternehmen immer eigenständig bleiben. Die starke kommunale Ausrichtung habe sich bewährt. Der „Riesenvorteil“ gegenüber den ansonsten in der Branche meist viel größeren Versorgungsunternehmen sei: Jeder könne dort hingehen und werde eine kompetente Ansprechperson vorfinden.

Die Belegschaft sei seit Beginn seiner Geschäftsführung von sechs auf acht Beschäftigte gewachsen, berichtet Mathias Hohmann: „Wir haben ein ganz junges Team, das beweist, dass das Unternehmen sich erfolgreich auf dem Markt behaupten kann.“ Auch unter dem Einfluss des demografischen Wandels stünden die Stadtwerke Premnitz sicher da. Sie seien zuverlässig und ertragreich. Angesichts der allgemein steigenden Öl- und Gaspreise werden sie für ihre Kunden die Gaspreise auch weiterhin stabil halten.

Von Bernd Geske

Das 25-jährige Bestehen der Stadtwerke Premnitz und der Arbeitsförderungsgesellschaft Premnitz (AFP) feierten die, zum Teil in städtischem Besitz befindlichen, Gesellschaften am Samstag mit einem Rockfestival.

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