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Premnitz Ulrike und Stefan Behrens kandidieren für die Grünen
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15:57 12.02.2019
Ulrike und Stefan Behrens, Inhaber des Premnitzer Kunsthauses „Villa am See“, wollen für die Partei Bündnis 90/Grüne kandidieren. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Sie wollen noch mehr erreichen, als interessante Veranstaltungen mit Musik, Malerei, Skulptur und Literatur anzubieten. Ulrike und Stefan Behrens, Inhaber des Kunsthauses „Villa am See“ in Premnitz, haben auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigt, dass sie sich künftig viel mehr als bisher in der Politik engagieren wollen. Sie werden bei den in diesem Jahr anstehenden Wahlen kandidieren.

„Wo siedeln wir uns an?“, nennt Stefan Behrens ihre wichtigste Frage des letzten Jahres. Er und seine Frau hätten sich bei den verschiedenen Parteien umgesehen und seien zur Entscheidung gekommen, sich der Partei Bündnis 90/Die Grünen anzuschließen. Im November sind beide dort Mitglied geworden.

„Man weiß, woran man ist“

„Diese Partei ist für uns authentisch und vertrauenswürdig“, erklärt Stefan Behrens, „man weiß, wofür sie steht und woran man ist.“ Sie habe ein klares Profil und handele auch so. Die Gesprächs-, Diskussions- und Entscheidungskultur entspreche einer gründlichen, sachlich offenen Grundhaltung und nicht einseitigen Lobbyvorstellungen.

Stefan Behrens teilt mit, dass er plant, sich für Bündnis 90/Grüne bei der Kommunalwahl am 26. Mai um einen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung Premnitz zu bewerben. Ulrike Behrens kandidiert für den Kreistag und ist von ihrer Partei auch schon auf die entsprechende Liste gesetzt worden. Das ist aber noch nicht alles. Wenn am 1. September die nächste Landtagswahl stattfindet, will Stefan Behrens versuchen, als Kandidat für Bündnis 90/Die Grünen möglichst viele Stimmen zu holen.

Bisher keine Struktur

Als regionale Basis für ihre künftige politische Arbeit wollen Ulrike und Stefan Behrens außerdem für Bündnis 90/Die Grünen im Westhavelland einen Ortsverband aufbauen, der in den Städten Premnitz und Rathenow sowie der Gemeinde Milower Land besonders aktiv sein will. Wer die Partei hier im Blick hatte, weiß, dass es ihr seit der Wende nicht gelungen ist, im Westhavelland eine örtliche Organisationsstruktur aufzubauen.

„Wir wollen einen starken Ortsverband aufbauen“, sagt Stefan Behrens. Es solle ein Kreis von interessierten Menschen geschaffen werden, die gewillt seien, Dinge zu gestalten. Man sehe es als einen Prozess, die Ideen und Themen von Bündnis 90/Grünen mehr und mehr in der Bevölkerung des Westhavellandes zu verankern, auch wenn die Partei hier noch keine Traditionen habe. Ziel sei es, zu einer Wahrnehmung der Partei zu kommen.

Seit über fünf Jahren gearbeitet

Die Entwicklung in Premnitz, im Havelland und im Land Brandenburg mache ihnen mehr und mehr Sorgen, teilt Stefan Behrens mit. Grundsätzlich gehe es um eine Ermächtigung des Bürgers und um eine Mitnahme der Menschen in den politischen Entscheidungsprozess. Das setze Information und Auseinandersetzung, Diskussion und Zuhören voraus. Daran hätten er und seine Frau seit mehr als fünf Jahren mit ihrem Projekt der Villa am See in Premnitz gearbeitet.

Das Haus solle auch weiterhin bleiben, was es ist. Ein Ort der offenen parteiunabhängigen Information und des Meinungsaustausches. „Themen und Haltungen standen und stehen für uns immer im Vordergrund“, betont Stefan Behrens. So solle es auch bleiben.

Zwei Lebenslinien, die sich in Rathenow trafen

Ulrike Behrens, geboren im Oktober 1966 in Rathenow, kommt als drittes Kind der auf dem kleinen elterlichen Hof tätigen Bäuerin Ilse Mateke und des Werkzeugmachers Arno Mateke auf die Welt.

Sie wächst auf in Lochow, geht in Stechow zur Schule und lernt Wirtschaftskauffrau.

Stefan Behrens wird im Mai 1953 in Bad Lauterberg (Harz) geboren.

Er studiert Betriebswirtschaft, Rechtswissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte. Abschluss an der FU Berlin.

Danach arbeitet er im internationalen Kunsthandel in Berlin und London.

1992/1993 bewirbt sich Stefan Behrens um den Erwerb des Rathenower Betriebes Wara. Daraus entwickelt sich später die heutige MAP GmbH.

Im Wara-Nachfolgebetrieb lernen sich Stefan Behrens und seine spätere Ehefrau Ulrike kennen. Nach dem Verkauf des Betriebs ziehen beide 2011 nach Premnitz.

Im Sommer vergangenen Jahres war Stefan Behrens in die Öffentlichkeit getreten als Sprecher der neuen Bürgerinitiative (BI) „Leben und Arbeiten im Naturpark“, die Industrie und Neuansiedlungen in Premnitz kritisch begleiten will. Aus der BI heraus soll nun ein gemeinnütziger Verein gegründet werden, sagt er, der eine parteiunabhängige Plattform werden wird.

Ulrike und Stefan Behrens wollen bald Flyer drucken lassen, um ihre politischen Ziele besser bekannt zu machen. Sie wollen auch Veranstaltungen organisieren und auf Marktplätzen für sich werben. Ihnen stehe „ein zähes Ringen“bevor, sind sich die beiden sicher. Sie betonen: Der Premnitzer Weg vertrage durchaus einige Querdenker.

Von Bernd Geske

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