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Aschenbahn soll ersetzt werden durch Tartan

Premnitz setzt auf Stadt-Umland-Wettbewerb Aschenbahn soll ersetzt werden durch Tartan

Die alte Aschenbahn im Premnitzer Sportstadion ist total hinüber. Die Innenbahn kann schon seit zwei Jahren nicht mehr genutzt werden, weil der Untergrund hoch kommt. Jetzt hoffen die Premnitzer auf eine Förderung aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb des Landes. Am 17. und 18. März tagt dessen Jury das nächste Mal.

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Uwe Kanty, Abteilungsleiter des TSV Chemie Premnitz, wird mit der alten Aschenbahn nicht mehr froh.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Die Sportler der Stadt Premnitz warten gespannt auf den 17. und 18. März. Dann findet nicht etwa ein großer Wettkampf statt. Nein, dann tagt das nächste Mal die Jury des Stadt-Umland-Wettbewerbs, den das Land erstmals ausgerufen hat. Die Premnitzer hoffen, in diesem neuartigen Wettbewerb um Fördergelder erfolgreich zu sein, denn dann kann einem alten Übel im Stadion der Chemiearbeiter endlich an die Wurzel gegangen werden. Die alte rote Aschenbahn, die bald 50 Jahre wird, soll ersetzt werden durch ein zeitgemäßes Stadion mit Kunststoffbelag. Das Projekt ist auf Investitionssumme von 350 000 Euro geschätzt worden, ohne Fördermittel hat die Stadt keine Chance.

Kein Walzen, Schleppen, Kreiden und keine Unkrautbekämpfung mehr

Unendlich viele Stunden hat Uwe Kanty, Abteilungsleiter Leichtathletik des TSV Chemie Premnitz, auf der alten Aschenbahn als Sportler, Trainer und Wettkampforganisator zugebracht. Trotzdem sieht er es als dringend erforderlich an, eine neue Kunststoffbahn zu installieren. Viele Briefe mit dieser Bitte hat er schon an Stadtverwaltung und Stadtverordnete geschrieben, den bislang letzten im Oktober 2014. „Die Aschenbahn ist total verschlissen“, sagt er. „In der Innenbahn kommt der Untergrund hoch, wir konnten sie 2014 und 2015 gar nicht mehr benutzen.“ Alle anderen der 19 Landesleistungsstützpunkte der Sportart Leichtathletik im Land Brandenburg haben Anlagen mit Kunststoffbelag, teilt Uwe Kanty mit: Einzig und allein Premnitz nicht. Alle Leichtathletik-Wettkämpfe fänden auf Kunststoffbahnen statt. Die Trainingsbedingungen seien erheblich besser als auf Aschenbelag. Nicht zuletzt fielen für die Stadt deren umfangreiche Pflege und Wartung weg. Stundenlanges Walzen, Schleppen, Kreiden und Unkrautbekämpfung würden der Vergangenheit angehören.

Geld aus den EU-Fonds EFRE, ESF und ELER

Ausgerufen hat den Stadt-Umland-Wettbewerb das Infrastrukturministerium des Landes Brandenburg im Januar 2015.

Zusammengefasst werden dabei Mittel aus den drei EU-Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), für Soziales (ESF) und für ländliche Entwicklung (ELER).

Zusammengeschlossen, um am Wettbewerb teilnehmen zu können, haben sich dafür die fünf westhavelländischen Kommunen Stadt Rathenow, Stadt Premnitz, Amt Rhinow, Amt Nennhausen und die Gemeinde Milower Land.

Ausgereicht werden bei dem Wettbewerb insgesamt 213 Millionen Euro bis 2020.

„Der Pflegeaufwand würde sich in jedem Fall erheblich vermindern“, stimmt der Premnitzer Bürgermeister Roy Wallenta zu, „schon das würde die Investition rechtfertigen.“ Ein Stadion mit Kunststoffbahn wäre ein Aushängeschild für die Stadt, ergänzt er, es wäre modern und natürlich viel schöner als die jetzige Aschenbahn. Man wisse nicht, wie die Jury des Stadt-Umland-Wettbewerbs am 17./18. März entscheide, betont Roy Wallenta. Federführend für alle Kommunen im Westhavelland sei die Stadt Rathenow und mit ziemlicher Sicherheit werde es nicht möglich sein, alle eingereichten Vorhaben zu verwirklichen. Premnitz allein hat schon acht.

75 Prozent Förderung über Stadt-Umland-Wettbewerb als beste Variante

Ein starker Befürworter des Sportplatzprojektes ist Ralf Tebling (SPD), der Vorsitzende der Premnitzer Stadtverordnetenversammlung. Als Vorsitzender des Ausschusses für Soziales und Finanzen, erinnert er, habe er die Aufnahme des Vorhabens in die Prioritätenliste für 2016 vorgeschlagen, dem seien die Stadtverordneten auch gefolgt. Bei einer Finanzierung über Gelder aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb, so erklärt er, würde die Stadt eine 75-prozentige Förderung bekommen. Das wäre die bestmögliche Variante, hier müssten in Premnitz die geringsten Eigenanteile aufgebracht werden. Er habe von positiven Signalen vernommen, teilt Ralf Tebling mit, dass die Westhavelland-Kommunen jetzt bei der Stadt-Umland-Jury gute Aussichten hätten. Den Premnitzern würde im Erfolgsfall die Entscheidung zukommen, welche von ihren Projekten sie realisieren lassen wollen.

Von Bernd Geske

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