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Havelland Drei PKR-Stellen bleiben – aber anders verteilt
Lokales Havelland Drei PKR-Stellen bleiben – aber anders verteilt
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00:17 23.01.2016
Siegfried Wendland (rechts) hat seit Jahresbeginn im Premnitzer Jugendklub keine PKR-Stelle mehr. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises hat zum Beginn des neuen Jahres die PKR-Stellen (PKR = Personalkostenrichtlinie) für die Jugendarbeit im Havelland neu verteilt. Dabei ist die Stadt Premnitz recht gut weggekommen, denn sie hat ihre bislang drei PKR-Stellen behalten. Wie im Jugendhilfeausschuss dazu gesagt wurde, ist das gemessen an der Einwohnerzahl relativ viel im Vergleich mit anderen Städten und Gemeinden. Eine Änderung musste es in Premnitz trotzdem geben, weil der Landkreis vor der Neuvergabe die Kommunen intensiv dazu aufgefordert hat, mehr für die Schulsozialarbeit zu tun.

Deshalb hat die Grundschule Am Dachsberg nun einen Sozialarbeiter bekommen. Die Oberschule Premnitz hat ihren Sozialarbeiter behalten. Eine Reduzierung musste dagegen der Premnitzer Jugendklub Preju hinnehmen, der lange Zeit zwei PKR-Stellen hatte, zum Jahresbeginn aber nur noch eine bekam. „Man muss Realist sein“, sagt Bürgermeister Roy Wallenta dazu, „gemessen an anderen Kommunen ist Premnitz mit drei Stellen gut bedient.“ Die Aufnahme einer wachsenden Zahl von Flüchtlingen in der Stadt sei besonders für die Schulen mit neuen Herausforderungen verbunden. Die Jugendarbeit bei Preju müsse nun mit einer PKR-Stelle weiter gehen.

Seine PKR-Stelle im Premnitzer Jugendklub verloren hat Siegfried Wendland, der dort viele Jahre tätig war. Seine Stelle behalten konnte der dort ebenfalls langjährig tätige Hans-Jürgen Jasch, der für die nächsten vier Jahre bestätigt worden ist. „Nur noch eine PKR-Stelle zu haben“, erklärt Siegfried Wendland als Schatzmeister des Trägervereins Preju, „bringt vor allem Unsicherheiten für 2017.“ 2016 habe der Klub neben der einen PKR-Stelle noch eine Unterstützungskraft für drei Tage die Woche. Damit sei es 2017 vorbei. Wenn dann Hans-Jürgen Jasch Urlaub habe oder krank werde, müsse der Jugendklub vielleicht zeitweise geschlossen werden.

Die Zahl der Projekte, früher durchschnittlich zehn pro Jahr, musste wegen der Personalreduzierung erheblich zurück gefahren werden, teilt Siegfried Wendland mit. 2016 gebe es nur noch vier. Den Friedhofsbus führe der Verein aber weiter, auch seinen Computerstammtisch für Senioren. Seit Dezember gebe es eine gemeinnützige Fahrradwerkstatt im Keller und es sei angedacht, einer Trommelgruppe von Asylbewerbern einen Raum zu geben. Über mangelnden Zuspruch müsse der Klub nicht klagen, sagt Siegfried Wendland. Ende Dezember beispielsweise seien täglich bis zu 40 Personen dort hingekommen, darunter 25 Asylbewerber – Erwachsene und Kinder. Deren Betreuung sei mit zwei Leuten gerade noch so zu schaffen.

Von Bernd Geske

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