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Gegen Mobbing und Gewalt unter Schülern

Premnitzer Jugendklub organisiert für Dachsberggrundschule Projekt zur Prävention Gegen Mobbing und Gewalt unter Schülern

Die Dachsberggrundschule in Premnitz hat von Montag bis Mittwoch drei Projekttage unter dem Motto „Schulleben schöner gestalten“ organisiert. Nur für die 5. und 6.Klassen war an zwei Tagen aber das Thema „Mobbing“ schon klar vorgegeben. Erstmals bei Projekttagen hatte der Premnitzer Jugendklub Preju dafür die Organisation übernommen.

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Karola Holowaty (links) im Kreise der jungen Leute, rechts Siegfried Wendland von Preju.

Quelle: B. Geske

Premnitz. Die Dachsberggrundschule in Premnitz hat von Montag bis Mittwoch drei Projekttage unter dem Motto „Schulleben schöner gestalten“ organisiert. Das Thema war bewusst weiter gefasst, weil es kreative Spielräume geben sollte. Nur für die 5. und 6.Klassen war an zwei Tagen aber das Thema „Mobbing“ schon klar vorgegeben. Erstmals bei Projekttagen hatte der Premnitzer Jugendklub Preju dafür die Organisation übernommen, weil er vor wenigen Wochen mit der Dachsbergschule einen Kooperationsvertrag eingegangen ist.

Was das Verhalten von einigen Schülern betreffe, so hat Schulleiter Jens Martin erklärt, habe es in den 6. Klassen zuletzt teilweise Schwierigkeiten gegeben. Deshalb sollte es für sie bei den Projekttagen um das Thema Mobbing gehen. Für die 5. Klassen sei es auch angeboten worden, um sie auf diesen Problemkreis vorzubereiten. Sehr gefreut habe er sich, so der Schulleiter, dass der Verein Preju die inhaltliche Ausgestaltung übernommen habe. „Wir hier in der Schule belehren die Kinder so viel“, merkte er an, „wir fanden es angebracht, dass auch mal eine andere Person andere Worte findet.“

Der Jugendklub wiederum hatte Karola Holowaty, die beim Jugendamt des Landkreises für den Bereich Jugendschutz zuständig ist, gebeten, die Gesprächsrunden zu führen. Aus Erfahrungen hatte sie gelernt, dass ein Gedankenaustausch besser in Gang kommt, wenn sie die Kinder in reine Mädchen- oder Jungengruppen teilt. Außerdem bat sie sich aus, dass keine weiteren Erwachsenen dabei sein sollten.

Wie sie erzählte, hat sie den Kindern zunächst zwei kurze Filme gezeigt, in denen es um verbale Aggression ging. Sie gab danach Blätter mit Zeichnungen aus, auf denen eine Selbstverteidigungssituation und der Umgang mit einem Außenseiter dargestellt werden. Außerdem erklärte sie anhand eines Schemas, was man mit jugendlichen Straftätern machen kann.
Bei den Gesprächsrunden durfte die Presse nicht dabei sein. Das Foto ist nachgestellt worden. Karola Holowaty fasste zusammen, dass die Mädchen und Jungen „sehr rege und intensiv“ geredet haben. Was Mobbing betreffe, hätten einige eigene Erfahrungen gemacht. Sie fühlten sich in der Schule nicht immer verstanden. Ihr Vorschlag, dort künftig Streitschlichter auszubilden, sei von den Kindern begrüßt worden. Es sei richtig gewesen, die Gesprächsrunden außerhalb der Schule beim Jugendklub anzusiedeln. So sei die Atmosphäre lockerer gewesen.

„Man kann nicht früh genug damit anfangen, mit den Kindern über so sensible Themen wie Mobbing zu sprechen“, hat Siegfried Wendland vom Jugendklub Preju gesagt. Es sei wichtig, dass sie lernen, was genau Mobbing sei und wo es anfange. Ein angenehmer Nebeneffekt sei, dass die Kinder den Jugendklub kennen gelernt haben. Sie konnten sich dort unter Anleitung einen gesunden Milchshake mixen, die Computer benutzen, Tischfußball und Minigolf spielen oder mit Pfeil und Bogen schießen. Einige Mädchen und Jungen kannten den Klub aber schon.

Schule und Jugendklub wollen nun das Projekt auswerten. Sie haben im Sinn, dass es im Herbst eine Fortsetzung geben soll. Dann soll das Thema auch mit Rollenspielen erlebbar gemacht werden.

Von Bernd Geske

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