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Havelland Premnitzer Spenden in Zsobok angekommen
Lokales Havelland Premnitzer Spenden in Zsobok angekommen
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07:35 03.05.2016
Die Kinder in Zsobok hatten den Spendenlaster aus Premnitz schon sehnsüchtig erwartet. Quelle: privat
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Premnitz

Zum vierten Mal nun schon hat der Döberitzer Steffen Ebner einen Laster voller Spendengüter von Premnitz zum Kinderheim im rumänischen Dorf Zsobok gefahren. Die letzten drei Male ist er dabei von seiner Frau begleitet worden. Die diesjährige Tour, die sie gerade hinter sich gebracht haben, ist dabei die reibungsloseste gewesen. Kein Warten an den Grenzen, keine Probleme mit der Straßenmaut.

Dazu kam noch, dass die Firma Dingler als Sponsor diesmal einen neueren Lkw zur Verfügung stellte, so dass auch das Fahren der 1 300 Kilometer langen Strecke entspannter war. „Im Heim werden unsere Spenden noch immer dringend gebraucht“, sagt Steffen Ebner, „die staatlichen Zuschüsse für die Kinder sind sehr gering, damit kommen die Verantwortlichen schlecht aus.“

In Nennhausen wurden 50 Pakete angenommen

Die Menge der Spendengüter, die in diesem Jahr über die Hilfsaktion des Evangelischen Kirchenkreises Nauen-Rathenow zusammenkamen, war beachtlich. „Wir hatten 350 Pakete“ berichtet der Premnitzer Rudolf Panschuk, der die Aktion koordiniert, „das waren deutlich mehr als im Jahr davor.“ Allein in Nennhausen seien 50 Pakete angenommen worden. Nach Zsobok gebracht wurden unter anderem auch zehn Schulmappen, zwei Kinderwagen, zwei Fahrräder, zwei Fernseher und ein Elektroherd. Der Knüller sei für Heimleiterin Elisabeth Ruzsa eine Waschmaschine gewesen, solche Geräte würden dort dringend gebraucht. Ständig laufe eine Waschmaschine, schließlich leben gegenwärtig 68 Mädchen und Jungen im Heim. Auch Kühlschränke und Gefriertruhen würden sehr gern genommen.

Sehnsüchtig erwarteten die Kinder in Zsobok schon die größere Menge von Kakaogetränk-Büchsen, die sie im vergangenen Jahr erstmals als private Spende bekommen hatten. Ist der Kakao verbraucht, gibt es den Rest des Jahres keinen mehr. Zu teuer. Eine Frau aus Rathenow hat ein Schokoladen-Sortiment mitgegeben. Für die Heimleiterin war noch ein gebrauchter digitaler Fotoapparat dabei. Ein gespendetes Trampolin kam bei den Kindern sehr gut an. Sie wollten sofort beginnen, darauf zu springen. Mehr als 1000 Euro Geldspenden konnte Steffen Ebner auch übergeben. Durch den Verkauf von in Zsobok gestalteten Ostereiern im Westhavelland waren weitere 104 Euro herein gekommen.

Dachsbergschüler haben drei Pakete gepackt

Erstmals hatte eine Hortgruppe der Premnitzer Dachsberg-Grundschule drei Pakete mit Spielsachen für das Kinderheim in Zsobok gepackt. Wie Steffen Ebner berichtet, sorgten diese Geschenke dort für große Freude. Jedes Kind habe sich zwei Spielsachen aussuchen können, der Rest sei ins Spielzimmer des Heimes gebracht worden. Zum Dank haben die Heimverantwortlichen für die Kinder der Dachsbergschule Brot, Marmelade und Käse mitgegeben, die in Zsobok erzeugt wurden.

„Ich bin sehr dankbar“, sagt der Premnitzer Pfarrer Hans-Dieter Kübler, „dass wir die Hilfsaktion so kontinuierlich weiterführen können und dass so viele Menschen ehrenamtlich helfen.“ Das sei es, worauf es in der heutigen Welt ankomme: Menschen, denen es gut gehe, sollten den Menschen helfen, denen es schlecht gehe. Im April des nächsten Jahres soll es wieder eine Hilfsaktion für das Kinderheim in Zsobok geben.

Von Bernd Geske

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