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Havelland Premnitzer Unternehmen expandiert weiter
Lokales Havelland Premnitzer Unternehmen expandiert weiter
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16:14 13.04.2018
Additive namens Masterbatch, Kunststoffkörnchen mit unterschiedlichen Eigenschaften, haben das Unternehmen voran gebracht. Quelle: Bernd Geske
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Premnitz

Im Norden des Industrieparks Premnitz wächst etwas heran, dessen abschließende Größe offenbar noch gar nicht abzusehen ist. Die verblüffend große Zahl von 484 Beschäftigten haben die Märkische Faser GmbH und ihre Schwesterfirma Innovative Kunststoffveredlung GmbH (IKV) jetzt gemeldet. Man wusste schon seit geraumer Zeit, dass dieser Zweier-Verbund nach dem Fielmann-Zentrum Rathenow im Bereich der Produktion der zweitgrößte Arbeitgeber des Westhavellandes ist. Mit 170 Beschäftigten hatte Eberhard Brack, der geschäftsführende Gesellschafter, angefangen, als er mit einem Partner im Jahr 2002 die insolvente Märkische Faser GmbH übernahm. Einige Jahre später gründete er mit seinem Bruder Hans-Ulrich Brack an gleicher Stelle noch die IKV GmbH.

Gegenwärtig hat die Märkische Faser 404 Beschäftigte und bei der IKV sind es 80. Es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, wann die magische Mitarbeiterzahl 500 überschritten wird. Die 510 wäre dann nicht mehr fern – was einer Verdreifachung des ursprünglichen Personals entsprechen würde. Beeindruckende Bilanz.

Der geschäftsführende Gesellschafter Eberhard Brack sagt: „Wir gehen jetzt hinaus in die große weite Welt.“ Quelle: Bernd Geske

„Wir sind sehr stolz darauf, was wir bisher am Standort Premnitz geschafft haben“, sagt Eberhard Brack, „in der letzten Zeit haben wir viele interessante Technologien entwickelt, die wirklich innovativ sind und höheren Qualitätsansprüchen gerecht werden.“ Die technologischen Standards seien am Weltmarkt vergleichbar. Die Unternehmen hätten den Anspruch, sich auf ihrem Markt als eine stabile Größe aufzustellen.

Und das Geheimnis des Erfolgs? Was das Technische betrifft, möchte Eberhard Brack das so ganz genau lieber nicht verraten. „Wir gehen aus den klassischen Textilien heraus“, sagt er, „und haben einen verstärkten Entwicklungsfokus, der jetzt erste Früchte trägt.“ Man sei in der Lage, Rohstoffe zu verarbeiten, die bisher nicht verwendbar waren. Das sei für die Branche etwas ganz Neues und ermögliche es den Premnitzer Firmen, ihre Wertschöpfung in den Produktionsabläufen zu erhöhen. Man könne nun auch andere Erzeugnisse herstellen und Rohstoffkreisläufe beleben.

Immer auf der Suche nach Personal

Beide Unternehmen zusammen haben im Jahr 2015 rund 53 000 Tonnen Fasern und 4000 Tonnen Masterbatch hergestellt.

Der deutliche Zuwachs kam im Bereich Masterbatch.

Unter Masterbatch (bzw. Farbgranulat) versteht man Additive, die Kunststoffen zum Färben oder Verändern ihrer Eigenschaften beigemischt werden.

Die Unternehmen suchen immer Ingenieure. Gebraucht werden gegenwärtig auch Elektriker, Schlosser, Hydrauliker und Pneumatiker.

Ausgebildet werden: Chemikanten, Elektroniker, Industriemechaniker, Büro- bzw. Industriekaufleute, Chemielaboranten und Mechatroniker.

Kontakt: 03386/ 24 32 14, E-Mail personal@maerkische-faser.com.

Es sei in erster Linie der Bereich Masterbatch, der zuletzt den Zuwachs gebracht hat, beantwortet Eberhard Brack die entsprechende Frage. Das sind Additive für die Kunststoffe anderer Hersteller, meist Farbbeigaben, aber auch Mittel, um andere Wunscheigenschaften zu erzeugen. „Wir gehen jetzt die Übersee-Märkte an“, verkündet der Chef. Neben Nordamerika meint er vor allem Süd- und Mittelamerika, wo die Premnitzer bislang eher wenig Kunden hatten. Ganz stark ziele er auf Südostasien, fährt er fort, größere Umsätze erwarte er im Mittleren Osten und in Nordafrika.

Das alles habe nur gelingen können, betont Eberhard Brack, weil zu Hause umfangreich in die eigenen Entwicklungsressourcen investiert worden sei. Ingenieure seien eingestellt worden, und man suche weiter. Premnitz habe ein tolles Umfeld, und in seinen Firmen gebe es tolle Teams. Mit derzeit 20 Auszubildenden habe man dort so viele Lehrlinge wie nie zuvor. Erstmals fange jemand ein duales Studium an der FH Brandenburg an, erstmals sei ein Flüchtling eingestellt worden, vermehrt wolle man Menschen mit Handicaps integrieren. „Wir wollen uns stärker als Familienunternehmen positionieren“, erklärt Eberhard Brack. Kein Vorrang für hohe Quartalsergebnisse wie in den großen Konzernen, sondern „ein langfristiges Denken und verlässliche Entscheidungen“.

Von Bernd Geske

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