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Premnitzer setzt sich für rumänische Kinder ein

Ehrenamtliche Hilfe Premnitzer setzt sich für rumänische Kinder ein

Am 5. und 19. April nimmt die Evangelische Kirchengemeinde Premnitz wieder Spendenpakete an für das Kinderheim im rumänischen Dorf Zsobok. Günter Dreßler aus Premnitz war von Anfang an bei dieser Aktion als Helfer dabei. Mittlerweile ist es 25 Jahre her, dass der Nennhausener Pfarrer Matthias Albrecht die Aktion ins Leben rief.

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Günter Dreßler (links) bei der Paketannahme. Daneben seine Mitstreiter Norbert Thiedemann, Dietmar Müller, Walter Wernsdorf und Rudolf Panschuk.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Ein Vierteljahrhundert lang gibt es nun schon die Hilfsaktion des Kirchenkreises für das kleine Dorf Zsobok in Rumänien, dessen wichtigstes Ziel das dortige Kinderheim ist. Das ganze Vorhaben hätte nie funktionieren können, würde es nicht eine Reihe von ehrenamtlichen Helfern geben, die alle Jahre unentgeltlich mit anpacken. Einer von diesen ist Günter Dreßler (73 Jahre) aus Premnitz. Gerade hat er dem Cheforganisator Rudolf Panschuk wieder seine Unterstützung zugesagt, wenn ab nächste Woche die Pakete für den nächsten Hilfstransport angenommen werden. „Man kann solchen Leuten wie Günter Dreßler gar nicht genug danken“, sagt Rudolf Panschuk. „Nur durch sie gelingt es uns, die Hilfsaktion weiter am Leben zu erhalten.“ Aus dem Heim sei ja stets zu erfahren, wie sehr die Spenden dort willkommen sind.

In den ersten Jahren sind pro Jahr zwei 40-Tonnen-Laster gefahren

Günter Dreßler kann aus eigenem Erleben davon berichten, wie es damals los ging im Jahr 1991, als der Nennhausener Pfarrer Matthias Albrecht die Hilfsaktion für Zsobok ins Leben rief. Weil dort Angehörige der ungarischen Minderheit von Rumänien leben, schien das Dorf dem Aussterben geweiht. Nennhausen ging bei der Hilfsaktion voran und bald folgte das halbe Westhavelland. „Am Anfang hatten wir so viele Hilfsgüter“, erzählt Günter Dreßler, „da konnten wir jedes Jahr zwei große 40-Tonner auf die Reise schicken.“ Immer schon sei er bei der Annahme der Hilfspakete dabei gewesen, als sie in der Garage nahe der Premnitzer Kirche aufgestapelt wurden. Beim Beladen der Laster habe er auch immer geholfen. Mehr als 1000 Hilfspakete gingen seinerzeit bei einem Transport mit. Damals hätten beim Beladen der Lkws auch immer Premnitzer Schüler mitgeholfen, das gebe es schon lange nicht mehr.

Doch das sei nicht alles gewesen. Einmal sei eine komplette ausrangierte Bäckerei mit nach Zsobok transportiert worden. Krankenhausbetten und diverse weitere Möbel seien verladen worden, immer wieder auch Fahrräder und Bekleidung. Günter Dreßler erzählt, selbst nicht kirchlich gebunden, sei er durch seine Frau damals zur Hilfsaktion der Kirchengemeinde gekommen. Vor vielen Jahren schon sei sie gestorben, aber der Hilfsaktion sei er treu geblieben. Von den Männern, die heute die Pakete annehmen, sei er mit seinen nunmehr 73 Lenzen klar der Jüngste.

Am 5. und 19. April werden wieder Hilfspakete angenommen

Die Annahme der Hilfsgüter ist dieses Jahr am 5. und 19. April, jeweils von 14 bis 18 Uhr. Die Organisatoren hoffen und wünschen, dass sie wenigstens 300 Pakete auf die Reise schicken können. Vor einem Jahr sind es 310 gewesen. „Ich helfe gerne dabei“, sagt Günter Dreßler. Er macht keine großen Worte um sein Engagement. In all den Jahren habe er stets auch Hilfspakete selbst mit gepackt. Nahrungsmittel, Hygieneartikel, gut erhaltene Kleidung, neuwertige Bettwäsche. Was halt so alles in Zsobok gebraucht wurde. „Es ist immer eine Möglichkeit da“, erklärt er, „einmal im Jahr etwas einkaufen für 20 bis 50 Euro, davon wird man nicht arm.“

„Im Kinderheim gibt es immer Platz für Schuhe, Kleider, Spielzeuge, Lebensmittel und jegliche Art der Hilfe“, hat Heimleiterin Elisabeth Rusza aus Zsobok kürzlich geschrieben: „Wir bedanken uns sehr dafür, dass Sie an uns denken und mit Ihren Spenden die Herzen der Kinder erwärmen.“ Günter Dreßler ist zwar noch nie nach Zsobok gefahren, doch er weiß von Fotos und Berichten, wie es jetzt dort aussieht und wie traurig es früher war. Deshalb verspricht er: „Ich werde mithelfen, so lange ich es kann.“

Von Bernd Geske

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