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Havelland Privates, Passwort, Profihacker
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00:17 31.01.2016
Hacker knacken schwache Passwörter in Sekundenschnelle. Quelle: Dpa
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Havelland

In Zeiten von Onlineshopping, Facebook und Internetbanking ist das Thema Datenschutz allgegenwärtig. Denn die digitale Welt ist zwar in einigen Lebensbereichen eine Erleichterung, bringt jedoch auch Probleme mit sich. Viele Menschen gehen unbedacht mit persönlichen Informationen, Kontodaten oder Passwörtern um – ein gefundenes Fressen für Cyberkriminelle.

Um sich gegen Hackerangriffe zu schützen, sollte man bestimmte Dinge beachten, weiß Torsten Bothe, Sachbearbeiter für den Bereich Cyberkriminalität bei der Kriminalpolizei der Direktion West. „Wenn man sich auf Seiten zum ersten Mal registriert, sollte man sich schon bei der Wahl der E-Mail-Adresse Gedanken machen und anstelle des eigenen Namens lieber ein Pseudonym einsetzen. Außerdem braucht man ein so genanntes starkes Passwort aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.“ Passwörter und Kontodaten auf Seiten zu speichern davon rät der Fachmann ab. „Empfehlenswert ist außerdem ein Antivirenprogramm auf dem eigenen Rechner zu installieren. 100 Prozent Sicherheit gibt es aber nicht.“ Und auch in sozialen Netzwerken, wie Facebook, ist Vorsicht geboten. „Generell sollte man dort so wenig persönliche Dinge wie möglich angeben. Damit meine ich Name, Wohnanschrift, Arbeitsstelle oder zum Beispiel auch wohin es in den Urlaub geht.“ Kriminelle könnten so zum Beispiel günstige Zeitpunkte für einen Einbruch in Erfahrung bringen. Dass man auch als Seitenbetreiber auf den Schutz seiner Nutzer achten muss, weiß App-Entwickler Paul Karius aus Spandau. „Natürlich müssen auch wir uns mit dem Thema Datenschutz befassen, schließlich registrieren sich unsere Nutzer mit ihrer E-Mail-Adresse. Wir verschlüsseln die persönlichen Daten so, dass niemand, auch wir nicht, auf sie zugreifen kann.“ Persönlich legt der 22-Jährige großen Wert auf sichere Passwörter und wechselt sie regelmäßig.

Datenschutztag

Der Europäische Datenschutztag ist 2007 auf Initiative des Europarats ins Leben gerufen worden und wird jährlich um den 28. Januar begangen.

Hintergrund ist die am 28. Januar 1981 unterzeichnete Europäische Datenschutzkonvention.

Ziel des Europäischen Datenschutztages ist es, die Bürger Europas für den Datenschutz zu sensibilisieren.

2008 schlossen sich auch die USA und Kanada der Initiative an und begehen seitdem den „Data Privacy Day“.

Doch nicht nur digitale Informationen geistern heutzutage ungewollt durchs Netz. Immer häufiger kommt es auch dazu, dass Ton- oder Videomitschnitte aus havelländischen Gemeindevertretersitzungen oder Bürgerfragestunden im Internet veröffentlicht werden. In einigen Gemeinden, wie beispielsweise Wustermark oder Nauen ist das Mitschneiden der Inhalte daher gänzlich verboten. „In Falkensee ist das etwas anders. Alle Stadtverordneten haben ihr Einverständnis für die Aufnahmen gegeben, also dürfen sie gemacht werden“, erklärt Falkensees Datenschutzbeauftragter Harald Sempf. „Anwesende Bürger sind davon ausgenommen. Sie müssen gesondert um ihre Erlaubnis gefragt werden.“ Seit 2014 kümmert sich der Rechtsdezernent nebenamtlich um die Datensicherheit in der Stadtverwaltung. Er überprüft, wo und wie Daten gespeichert und verarbeitet werden und stellt sicher, dass jeder Mitarbeiter die Daten der Falkenseer Bürger ausschließlich zu dem Zweck benutzt, zu dem sie erhoben worden sind. „Werden die Informationen nicht mehr benötigt, werden sie gelöscht.“ Und auch die Gemeinde Ketzin/Havel hat mit Bauamtsmitarbeiter Frank Piper seit kurzem einen neuen Datenschutzbeauftragten. „Jeder hat das Recht selbst über die Verwendung seiner Daten zu bestimmen. Meine Aufgabe ist es jeden Bürger davor zu schützen, dass er durch öffentliche Stellen in unzulässiger Weise in seinem Grundrecht beeinträchtigt wird.“ Jährlich wird Piper nun eine Schulung mit allen Mitarbeitern durchführen, die mit dem Umgang, der Erhebung und der Verarbeitung personenbezogener Daten zu tun haben. Im Vorfeld habe er einen Lehrgang bei der IHK besuchen müssen, um sich für die neue Aufgabe zu qualifizieren.

Von Laura Sander

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