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Projekt fördert Baumpflanzungen in Falkensee

„Garten der Vielfalt“ Projekt fördert Baumpflanzungen in Falkensee

Im „Garten der Vielfalt“ in der Schönwalder Straße in Falkensee bekommt jeder in Zukunft die Möglichkeit, einen eigenen Baum zu pflanzen. Am Samstag wird der Garten offiziell eröffnet: Die noch brachliegende Fläche soll zusammen mit den Bürgern gestaltet werden.

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Vor der Blutbuche im neuen „Garten der Vielfalt“ stehen Erika Knöppler, Sybille Hampe und Mechthild Baumann (v.l.). Sie sind Mitglieder der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Falkensee.

Quelle: Foto: Melanie Höhn

Falkensee. Ein neuer Ort der Besinnlichkeit entsteht gerade in Falkensee: Im „Garten der Vielfalt“ in der Schönwalder Straße, zwischen Deponie und Friedhof, bekommt jeder in Zukunft die Möglichkeit, einen eigenen Baum zu pflanzen. Die noch brachliegende Fläche soll zusammen mit den Bürgern gestaltet werden. Im April schon wurde dort der erste Baum in die Erde gebracht: eine Blutbuche. Am Sonnabend wird der Garten, der von der Lokalen Agenda 21 Falkensee ins Leben gerufen wurde, offiziell eröffnet. Dann soll der Baum des Jahres, der Feldahorn, gepflanzt werden. Um 11 Uhr wird es ein buntes Programm mit Kaffee und Kuchen geben.

Erika Knöppler, Mitglied in der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 Falkensee, hat das Projekt mit initiiert. Sie suchte schon seit vielen Jahren ein geeignetes Grundstück für das Vorhaben in der Stadt, sprach mit Förstern und der Stadtverwaltung, die schließlich das jetzige Grundstück anbot. „Wir wollen die frühere Tradition, als bei Geburten oder Hochzeiten noch ein Baum gepflanzt wurde, wieder aufleben lassen“, sagte sie. Doch sie möchte auch das „Bewusstsein für Bäume wecken“ und die Menschen in Falkensee anregen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. „Wir brauchen ihren Sauerstoff, ihren Schatten und sie filtern die Schadstoffe aus der Luft – Bäume sind so wichtig.“ Der Park könne eine Bereicherung für Falkensee werden und sie kann sich auch vorstellen, dass beispielsweise Sitzbänke oder ein Pavillon dort aufgestellt werden. Der Name „Garten der Vielfalt“ passt für sie ganz wunderbar: „Menschen pflanzen dort aus verschiedenen Beweggründen, aber auch die Farben und Blüten der Bäume werden ganz unterschiedlich sein“, erklärte Knöppler.

Der Standort neben dem Friedhof ist für die Umweltgruppe kein Problem. „Sterben gehört zum Leben dazu“, sagte Mechthild Baumann, die auch in der Umweltgruppe der Lokalen Agenda 21 aktiv ist. Doch der Garten soll trotzdem eigenständig vom Friedhof begehbar sein, ein extra Eingang ist schon geplant. Für sie ist klar: Man sollte einmal im Leben einen Baum pflanzen. Wer sich dafür entscheidet, muss ihn jedoch im neuen Garten der Vielfalt selbst bezahlen. Um das Pflanzenloch kümmert sich dann die Stadt Falkensee. In jedem Fall ist das Vorhaben dort frühzeitig zu beantragen. Neben jedem Baum wird ein Messingschild aufgestellt, auf dem die Daten und wenn gewünscht die Beweggründe der Pflanzung vermerkt sind. Unbegrenzten Platz gibt es auf dem Gelände jedoch nicht: Insgesamt wird es möglich, dort etwa 40 größere und kleinere Bäume zu pflanzen. Wenn die Aktion gut läuft, kann sich die Umweltgruppe auch vorstellen, weitere Stellen für ähnliche Projekte in Falkensee zu suchen.

Offen für alles sind die Verantwortlichen noch beim Thema Gestaltung. Es soll beispielsweise möglich sein, Skulpturen aufzustellen, auch Vorschläge der Falkenseer Kunstszene sind willkommen. Wer bei der Pflege des Gartens mithelfen möchte, kann sich beim Grünflächenamt unter der Telefonnummer (0 33 22)
28 14 51 melden.

Zweimal im Jahr finden die Pflanzungen statt, die günstigsten Zeiten sind im März und im Oktober. Tagsüber ist der Garten immer frei zugänglich, damit die Verbindung zu diesem Besinnungsort nicht abreißt.

Von Melanie Höhn

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