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Projekt kommt erneut auf die Tagesordnung

Groß Behnitz Projekt kommt erneut auf die Tagesordnung

Für das geplante neue Wohngebiet in Groß Behnitz (Havelland) – zwischen Schmiede- und Schusterweg – liegt ein erster städtebaulicher Vorentwurf vor. So ist jetzt unter anderem geplant, dass das 6,8 Hektar große Baugebiet für bis zu 50 Häuser in zwei Abschnitten hintereinander realisiert werden soll.

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Blick auf den Groß Behnitzer See.

Quelle: Lutz Hannemann/Archiv

Groß Behnitz. Für das geplante neue Wohngebiet in Groß Behnitz – zwischen Schmiede- und Schusterweg – liegt ein erster städtebaulicher Vorentwurf vor. Darüber informierte kürzlich Gunther App von der Nauener Stadtverwaltung. In diesem Entwurf würden die Vorhabenträger auch auf Bedenken regieren, die im Ort gegenüber dem Bauvorhaben geäußert wurden.

So ist jetzt geplant, dass das 6,8 Hektar große Baugebiet für bis zu 50 Häuser in zwei Abschnitten hintereinander realisiert werden soll. Beide Gebiete werden zudem getrennt jeweils von einer der beiden Straßen aus erschlossen. In der Mitte wird es eine Grünfläche geben mit Spielplatz, so die Vorstellungen. Eine Straßenverbindung zwischen beiden Baugebieten soll es nicht geben.

In der Stadtverordnetensitzung am 26. Februar wird über die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das neue Wohngebiet beraten. Der Ortsbeirat hatte jedoch zuvor in seiner Sitzung am 20. Dezember das Vorhaben mit einer Ja- und einer Nein-Stimme abgelehnt – allerdings noch unter anderen Voraussetzungen.

Wie Gunther App sagte, waren an diesem Tag zu diesem Thema etwa 40 Bürger erschienen und hatten kontrovers über den Beschlussvorschlag diskutiert. „Aus Sicht der Befürworter des Projekts ergibt sich mit dem Bebauungsplan die große Chance, Baugrundstücke in größerer Zahl für junge Familien anbieten zu können und damit auch in Groß Behnitz von der wachsenden Metropolregion zu profitieren“, sagt der Bauamtsmitarbeiter. Die Gegner des Projekts indes hätten die Größe des Baugebietes kritisiert.

Sie befürchten die Entwicklung eines Ghettos von Neubürgern, die mit dem Ort nichts zu tun haben werden. Des Weiteren wiesen die Gegner auf die unklare Erschließung beziehungsweise Verkehrsführung des Baugebietes hin, zumal aus ihrer Sicht weder der Schusterweg noch der Schmiedeweg dazu geeignet erscheinen, den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen.

Bereits in der Sitzung am 4. Dezember stand der Aufstellungsbeschluss auf der Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung. Er war jedoch wieder herunter genommen worden, weil die Sitzung des Ortsbeirates zuvor nichtöffentlich war. Dies hatte nicht nur bei vielen Groß Behnitzern zu Unmut geführt.

Von Andreas Kaatz

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