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Havelland Bürgermeister: Verbotsschilder sollen weg
Lokales Havelland Bürgermeister: Verbotsschilder sollen weg
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00:30 05.08.2015
Der RBB berichtete über den Protest in Ketzin. Quelle: Wolfgang Balzer
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Ketzin/Havel

Eine der wichtigsten Forderungen der Bürgerinitiative (BI) gegen das Fahrverbot mit motorgetriebenen Booten auf den Gewässern am Ketziner Brückenkopf wird erfüllt. Bürgermeister Bernd Lück (FDP) versicherte am Sonntag während Aufnahmen des Fernsehsenders RBB in Ketzin, dass er dafür sorgen werde, dass die Verbotsschilder entfernt werden.

Die Wellen schlagen an der Ketziner Havel trotzdem noch immer hoch. Weit über 100 Bootsbesatzungen und mehrere hundert Ketziner und Wochenendler vom Ortsbereich Brückenkopf machten am Sonntagmittag während der RBB-Reportage an der Havelpromenade ihrem Ärger über das Fahrverbot mit Motorbooten Luft.

Rückblende: 1994 wurden vom Brandenburgischen Infrastrukturministerium bei einer Neuordnung alle Gewässer am Brückenkopf entgegen der rund 100 Jahre alten Tradition als nichtschiffbar eingestuft, was die damalige Amtsverwaltung widerspruchslos hinnahm. Die Stadt ließ im Mai 2015 auf Hinweis des Landkreises Verbotsschilder aufstellen.

Dieses Fahrverbot löste im Havelstädtchen unterstützt von einer Bürgerinitiative mit aktuell 315 Mitgliedern eine noch nicht gekannte Protestwelle aus. Thomas Witkowski, Gründer und Sprecher der BI, meinte am Sonntag: „Der Frust ist riesengroß. Wir haben von Anfang an versucht, mit der Stadt und dem Landkreis Kontakt aufzunehmen. Das wurde arrogant ignoriert.“ Er sei froh, dass der Bürgermeister jetzt zugesagt hat, die BI zu unterstützen. Für einige Gewerbetreibende am Brückenkopf ist das Fahrverbot existenzgefährdend, wie der Betreiber des Restaurants und von Ferienwohnungen „Am Brückenkopf“, Rüdiger Machnitzke, warnte. Die Hälfte seiner Gäste kamen bisher auf dem Wasserweg, dem Ziegeleikanal. Seine Einnahmen seien bereits um 30 Prozent eingebrochen, sagte er.

Herbert Bosch, seit mehr als 50 Jahren Nutzer der Gewässer, wandte sich gegen den Hinweis der unteren Wasserbehörde beim Landkreis, dass doch jeder eine Sondergenehmigung beantragen könne. Diese gelte nur für eine Einzelperson und nur auf einem Gewässer und der bürokratische Aufwand für die Genehmigungsunterlagen sei enorm. Touristen blieben ausgesperrt.

„Wir werden uns der Sache annehmen“, sagte Lück zu und bot an, gemeinsam mit der BI einen Antrag unter Berücksichtigung der Geschichte der Gewässer für das Infrastrukturministerium zu erarbeiten und dort auch gemeinsam die Gespräche auf Eintragung in die Liste der schiffbaren Gewässer zu führen. Witkowski war nach den erneuten Protesten hunderter Ketziner am Sonntag froh über das Ergebnis der wochenlangen Aktionen der BI, vor allem über die Zusage des Bürgermeisters, künftig gemeinsam aktiv zu werden.

Von Wolfgang Balzer

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