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Havelland Getestet und für gut befunden
Lokales Havelland Getestet und für gut befunden
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16:55 05.01.2016
Anita Sanselzon mit dem Zertifikat des Deutschen Tourismusverbandes. Quelle: Markus Kniebeler
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Rathenow

Es war der 15. Dezember, die Rathenower Waldweihnacht war gerade rum, und Anita Sanselzon und Christiane Wand, die Mitarbeiterinnen des Tourismusvereins Westhavelland, waren nicht nur geschafft von dem Großereignis, sondern hatten auch noch alle Hände voll mit der Nachbereitung zu tun. Da stand plötzlich eine Dame im Büro der Tourist-Information am Freien Hof und erkundigte sich nach Veranstaltungstipps und Übernachtungsmöglichkeiten in der ersten Maiwoche 2016. Sie sei mit ein paar Mädels auf Tour, und man habe sich entschlossen, ein paar schöne Tage im Havelland zu verbringen.

Anita Sanselzon nahm sich der Sache an, war zuvorkommen und freundlich wie immer, fand Antworten auf alle Fragen, gab reichlich Zusatztipps und stattete die Kundin am Ende mit einem Packen Infomaterial aus. Fünf Minuten später stand die Dame wieder im Büro und gab sich als Mitarbeiterin des Deutschen Tourismusverbandes zu erkennen. Sie sei gekommen, um das Angebot und den Service der Tourist-Information zu testen. Dieser anonyme Test, bei dem ein einheitlicher Kriterienkatalog abgearbeitet wird, ist die Voraussetzung dafür, dass das rote „i“, das vom Deutschen Tourismusverband verliehene Marken- und Qualitätszeichen, von der jeweiligen Infostelle weiter verwendet werden kann.

Rotes „i“ als Auszeichnung

Lange Rede, kurzer Sinn: Angebot, Service und Beratung der Rathenower Tourist-Information wurden als sehr ansprechend bewertet. Mehr noch: Die Testerin, die bei der Erstverleihung vor drei Jahren schon einmal inkognito am Freien Hof 5 vorbeigeschaut hatte, war regelrecht begeistert von den baulichen Veränderungen im Büro. Nach dem Rausreißen der Trennwand sei der Raum viel heller und gemütlicher geworden, lobte sie. Zusammen mit der Freundlichkeit der Mitarbeiter sei das eine perfekte Kombination.

Zu einer ehrlichen Bewertung gehört es auch, auf Verbesserungswürdiges hinzuweisen. Die Ausweisung des Büros könnte besser sein, so die Prüferin. In der Stadt gebe es zu wenig Hinweise, die auswärtigen Besuchern den Weg zum Büro weisen. Sie wisse, dass der Tourismusverein nicht die Möglichkeit habe, eine Beschilderung eigenhändig zu installieren. Aber vielleicht gelinge es ja, die Verwaltung für das Problem zu sensibilisieren.

Diese Kritik beeinflusste das Gesamturteil nicht. Die Verlängerung des Qualitätszertifikats für drei Jahre wurde befürwortet, eine entsprechende Urkunde hängt längst an der Wand. Und das markante „i“ wird die Fassade am Freien Hof weitere drei Jahre zieren.

Von Markus Kniebeler

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