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ROW-Brache: Zuversicht trotz Zeitverzug

Rathenow ROW-Brache: Zuversicht trotz Zeitverzug

Die Unsicherheit über die Zukunft des jetzigen Rathenower Rathauses macht die Situation für die Investoren, die das Fielmann/Askania-Areal entwickeln wollen, nicht leichter. Vor allem geraten sie zeitlich in Verzug. Grundsätzlich aber wollen sie an dem Plan, auf der Brache ein neues Stadtquartier zu schaffen, festhalten.

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Blick vom Rathaus auf die ROW-Brache.

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow. Die Debatte um den Rathenower Verwaltungssitz bringt die Entwicklungspläne für das hinter dem Rathaus liegende Fielmann-/Askania-Areal nicht grundsätzlich in Gefahr. Das sagt Christian Wernicke, Mitinhaber und Projektentwickler der Berliner Firma SMV, die das 32000 Quadratmeter große Grundstück zu einem lebendigen Stadtquartier umgestalten will. Allerdings verzögere die Unsicherheit über die Zukunft des jetzigen Rathauses in der Berliner Straße die Verkaufsverhandlungen mit den Eigentümern der Flächen.

Grundsätzlich seien diese – die Askania-Nachfolger sowie die Fielmann AG – bereit, die Grundstücke zu veräußern. Allerdings könnten mit der Fielmann AG belastbare Verhandlungen erst geführt werden, wenn Gewissheit über die Zukunft des jetzigen Rathauses herrsche. „Es macht bei der Kaufverhandlung einen großen Unterschied, ob zum Paket ein voll vermietetes Rathaus gehört oder ein leer stehender Bürokomplex“, sagt Wernicke.

Christian Wernicke

Christian Wernicke

Quelle: Markus Kniebeler

Man dürfe sich keinen Illusionen hingeben, was die Vermietbarkeit eines Verwaltungsgebäudes dieser Größenordnung in Rathenow angeht. „Sollten wir das Gebäude im Zuge der Verhandlungen leer mit erwerben, dann wird es eine Herkulesaufgabe, die Büroflächen zu vermieten.“ Wernicke macht keinen Hehl aus seiner Überzeugung, dass es für eine zügige Entwicklung des Gesamtareals günstiger wäre, wenn die Stadtverwaltung in dem Haus bliebe. Von dem Rathaus gehe ohne Zweifel ein belebender Effekt auf das zu entwickelnde Areal aus. Aber die Stadtverordneten hätten nun mal anders entschieden. Nun gelte es, den Ausgang des Bürgerbegehrens/Bürgerentscheids abzuwarten. Wichtig sei, dass bald Klarheit hersche. Erst dann werde sich die Blockade bei den Verhandlungen löse.

Baubeginn im Sommer 2017 nicht zu halten

Dieser gesamte Prozess habe naturgemäß eine zeitliche Verzögerung der Pläne zur Folge, so der Rathenower Projektentwickler. Der geplante Baubeginn im Sommer kommenden Jahres werde voraussichtlich nicht zu halten sein. Grundsätzlich habe sich an den Plänen, die Brache mit einem Mix aus Wohnungen, Handels- und Büroflächen zu beleben, aber nichts geändert. Im Gegenteil: „Meine Geschäftspartner und ich sind nach wie vor von dem Standort und dem Konzept überzeugt“, so Wernicke. Und bislang gebe es auf die Pläne nur positive Resonanz. Nicht nur von Rathenower Bürgern, die ein Ende des Stillstands auf der Brache herbeisehnen. Sondern auch von potenziellen Mietern. „Wir haben echte, ernst zu nehmende Anfragen von Interessenten – und zwar für alle drei Säulen des Konzepts: Wohnen, Gewerbe und Handel“. Das zeige, dass man mit den Plänen auf dem richtigen Gleis sei.

Wernicke zufolge sind bislang alle Gespräche mit den zuständigen Institutionen in Stadt und Kreis sehr konstruktiv verlaufen. Und auch aus der Politik gebe es ausgesprochen positive Signale. So sei der Aufstellungsbeschluss des B-Plane von den Rathenower Stadtverordneten im April einstimmig gefasst worden. Das sei für die Investoren ein wichtiges Signal gewesen, so Wernicke „Damit ist klar, dass die Stadt hinter den Plänen steht.“

Dass er als Rathenower eine besondere Beziehung zu dieser Investition habe, dementiert Wernicke nicht. „Natürlich fühle ich mich meiner Heimatstadt verbunden“, sagt er, der mit seine Familie in Rathenow wohnt. Aber Heimatliebe alleine reiche nicht, um so ein Projekt zu stemmen. „Wir sind Geschäftsleute und glauben an den wirtschaftlichen Erfolg dieser Investition“, sagt er. „Das ist der entscheidende Grund für unser Engagement.“

Millioneninvestition hinterm Rathaus

Das Grundstück neben und hinter dem Rathaus, wird von Puschkinstraße, Friedrich-Engels-Straße und Geschwister-Scholl-Straße eingegrenzt. Es ist 32000 Quadratmeter groß und gehört zu Teilen der Fielmann AG und den Askania-Verwaltern.

Auf dem Gelände sollen unter Federführung des Berliner Projektentwicklers SMV Wohnungen, Handels- und Gewebeflächen entstehen. Der Rathenower Christian Wernicke ist Mitglied der SMV-Geschäftsführung.

Die Details über die Gestaltung sind noch festzulegen. Sicher ist: Der „060“-Block neben dem Rathaus soll abgerissen und durch eine flachere Bebauung ersetzt werden. Die Askania-Backsteinbauten an der Geschwister-Scholl-Straße bleiben stehen und sind für die Wohnnutzung vorgesehen. Ob andere Backsteingebäude auf dem Gelände abgerissen oder saniert werden, sei noch nicht entschieden.

Zwischen 15 und 25 Millionen Euro sind für die Investition geplant. Doch nun geht es erst einmal ins Bebauungsplanverfahren.

Von Markus Kniebeler

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