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Havelland Radweg in Paretz eingeweiht
Lokales Havelland Radweg in Paretz eingeweiht
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00:29 01.06.2015
Bürgermeister Bernd Lück (2.v.r.), Bärbel Eitner (3.v.l.) und Doris Radtke schnitten das Band durch. Quelle: Jens Wegener
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Paretz

Damit hatten Gisela und Wilhelm Hörnle natürlich nicht gerecht. Die beiden Radtouristen im Rentenalter aus Baden-Württemberg waren ganz gemütlich von Ketzin nach Marquardt unterwegs. In Paretz landeten sie plötzlich auf dem neuen Radweg, der am Freitagvormittag eingeweiht wurde. „Das wir hier die ersten sind, freut uns sehr. Aber wir haben heute noch eine lange Tour vor und müssen weiter“, sagte Wilhelm Hörnle. Bevor Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) und Bärbel Eitner von der Lokalen Aktionsgruppe Havelland (LAG) den Weg offiziell eröffneten, waren die beiden Radtouristen schon in Richtung Uetz verschwunden.

Ein freudiger Tag für Ketzin und Paretz und ein freudiger Tag für alle, die Radtouristen, die von der Anlegestelle der Weißen Flotte an der Schleuse Paretz zu Fuß oder per Rad zum Schloss oder zur Dorfkirche wollen. Zu denen gehört Stadtverordnete Doris Radtke (SPD-Fraktion), die in der Region regelmäßig Nordic Walking macht: „Man fühlt sich auf diesem Weg einfach sicherer als auf den viel befahrenen Straße. Es war die richtige Entscheidung der Stadtverordneten und der Verwaltung, immer dran zu bleiben an diesem Projekt.“

Mehr als 14 Jahre habe es gedauert von ersten Plänen bis Realisierung, erinnert der Bürgermeister. Es gab schon fertige Planungen für den Radweg, aber dann scheiterte es am fehlenden Geld, an schwierigen Eigentumsverhältnissen des Grund und Bodens und an der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die es nicht genehmigte, dass der Radweg durch den Schlosspark führt. Die kürzlich im Schlosspark entdeckte alte Grotte und der Tempel aus der Zeit von Königin Luise bestätigte die Stiftung in ihrem Handeln.

Mit Hilfe von 140 000 Euro der Lokalen Aktionsgruppe Havelland (LAG) und einem Eigenanteil der Stadt Ketzin/Havel von rund 75 000 Euro ist es trotz allem gelungen, den 600 Meter langen Radweg zu schaffen. „Auf ersten 100 Meter langen Teilstück von der Schleuse bis zur Schleusenbrücke haben wir eine wassergebundene Decke verlegt, auf den restlichen 500 Metern bis zum Ortseingang Paretz wurde eine zwei Meter breite Asphaltdecke eingebaut“, sagte Torsten Baatz von der gleichnamigen Kyritzer Straßen- und Tietbaufirma. Was schon im Vorfeld zu erwarten gewesen war, sei eingetreten, so der Baufachmann weiter. Wegen der geringen Tragfähigkeit des Bodens im Wiesenbereich, musste der Unterbau des Weges um etwa 15 Zentimeter erhöht werden.

Es wurde „gebaut wie geplant“, ergänzte Enrico Müller vom Rathenower Planungsbüro Steinbrecher & Partner. Es habe keine Verzögerungen gegeben, keine archäologischen Funde und das Wetter habe mitgespielt, so dass das Bauende genau eingehalten werden konnte. Die Stadt Ketzin/Havel stand bei diesem Vorhaben unter Zeitdruck, weil die Fördermittel der LAG bis zum 30. Juni 2015 abgerechnet werden müssen.

Von Jens Wegener

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