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Havelland Räumlichkeiten fürs Heimatmuseum
Lokales Havelland Räumlichkeiten fürs Heimatmuseum
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00:29 20.08.2015
Peter Dietze, Vorsitzender des Fördervereins Heimatmuseum der Stadt Rathenow, hat Interesse an der Schollschule. Quelle: Bernd Geske
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Rathenow

Des einen Leid könnte vielleicht des anderen Freud’ werden. Die Schließung der Grundschule Geschwister Scholl, die von den Rathenower Stadtverordneten für das Jahr 2017 beschlossen worden ist, hat beim Förderverein Heimatmuseum der Stadt Rathenow großes Interesse geweckt. Schon seit vielen Jahren sucht der Verein nach Räumlichkeiten, in denen er seine Exponate angemessen zeigen kann. Bislang war nichts zu finden, was für die Heimatfreunde finanzierbar gewesen wäre. Vier bis fünf Räume im Erdgeschoss der Schollschule wären sehr gut geeignet für ein Heimatmuseum, sagt der Vereinsvorsitzende Peter Dietze. Das hat er Ende Juni in einem Brief auch dem Rathenower Bürgermeister Ronald Seeger (CDU) vorgeschlagen, bislang aber noch keine Antwort bekommen.

72 Prozent der Befragten waren für ein Heimatmuseum

„Rathenow ist viel mehr als die Optik“, antwortet Peter Dietze auf den naheliegenden Hinweis, dass die Stadt ja schon das Optik-Industrie-Museum hat. Rund 1500 unterschiedlichste Stücke aus der Stadtgeschichte habe der Förderverein mittlerweile zusammen getragen, argumentiert er. Es sei an der Zeit, eine Auswahl davon nun in einer modernen Präsentation für Einheimische und Gäste auszustellen. Als vor einigen Jahren gemeinsam mit den Bürgern das Leitbild 2020 für Rathenow entwickelt wurde, erinnert Peter Dietze, hätten sich 72 Prozent der Befragten für ein Heimatmuseum ausgesprochen. So ein Votum müsse beachtet werden.

Förderverein gegründet 2009

Der „Förderverein Heimatmuseum der Stadt Rathenow“ ist im Jahr 2009 gegründet worden.

Er hat gegenwärtig 35 Mitglieder, die das Ziel verfolgen, ein Heimatmuseum für die Stadt Rathenow zu schaffen.

Rund 1500 Exponate hat der Verein bislang zusammen getragen, von denen wegen fehlender Räumlichkeiten die meisten aber eingelagert sind.

Jörg Zietemann, Pressesprecher der Stadt Rathenow, bestätigt, dass der genannte Brief des Fördervereins beim Bürgermeister eingegangen ist. Ein Nachnutzungskonzept für die Schollschule sei in Bearbeitung, teilt er mit. Es müsse ausfinanziert sein und mit den Stadtverordneten beraten werden. Ob es dort Räumlichkeiten für ein Heimatmuseum geben werde, könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, erklärt Jörg Zietemann. Wenn der Bürgermeister aus dem Urlaub zurück sei, werde der Förderverein eine schriftliche Antwort auf seinen Brief erhalten.

Nahe am Stadtzentrum und nicht weit entfernt vom Bahnhof

„Das Gebäude befindet sich im Eigentum der Stadt“, sagt Peter Dietze, „es könnte also den Vereinen der Stadt zur Verfügung gestellt werden – mietfrei und nur für die Betriebskosten.“ Der Museumsverein habe bislang viele seiner Exponate einlagern müssen und könne stets immer nur einige wenige Stücke in der MBS-Filiale an der Berliner Straße 59 und in seinem Büro an der Steinstraße 1 zeigen. Die Schollschule liege nahe am Stadtzentrum und auch nicht weit entfernt vom Bahnhof. Dort gäbe es in späteren Jahren Erweiterungsmöglichkeiten und auch Räume für Veranstaltungen. Beste Bedingungen also, findet Peter Dietze, um dort „ein lebendiges Museum“ gestalten zu können.

Von Bernd Geske

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